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Artikel Tagged ‘Maschinenbau’

Ausbau der Elektromobilität stellt Maschinenbaubranche vor neue Geschäftsperspektiven

10. Mai 2011 Juliane Keine Kommentare

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilität stark profitieren. Denn durch die Einführung von Fahrzeugen mit elektrischem Antriebsstrang sind auch jene Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt, die bislang nur selten in der Automobilproduktion genutzt wurden. Denn kostensenkende Produktionstechnik wird dringend gebraucht. Daraus ergeben sich attraktive Marktchancen für Anlagen- und Maschinenbauer. Durch neue Produktionsanlagen für Elektrobatterien wird sich bis 2020 ein Geschäftspotenzial von 4,8 Milliarden Euro ergeben. Andererseits steht die Branche vor der großen Herausforderung, ein neues Produkt- und Technologieportfolio entwickeln zu müssen. Kooperationen und Allianzen unter Maschinenbauern werden notwendig sein, um Gesamtsysteme aus einer Hand zu bieten und sich wichtige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Das sind die Kernergebnisse der gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger über “E-Mobility – Chancen und Risiken für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau”.

Die Studie können Sie hier downloaden.

Maschinenbau wird revolutioniert

22. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Im Fokus der aktuellen Diskussion über Elektroautos und alternative Antriebe steht vor allem die Automobilindustrie. Aber noch eine zweite deutsche Schlüsselindustrie verändert sich durch die mobile Revolution: die Maschinenbauindustrie. Durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs werde sich langfristig die gesamte Wertschöpfungskette verändern, erwartet Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Branchenverband VDMA. “Das führt zwangsläufig zu strukturellen Veränderungen in der Produktion”, erklärte Rauen dem Handelsblatt. An diesem Punkt seien die Maschinenbauer gefragt, denn es gelte die Herstellungskosten in den Griff zu bekommen, was nur durch effizientere Herstellungstechnologien möglich sei. Entscheidend sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis, um Elektrofahrzeuge in großen Stückzahlen auf die Straße zu bringen. Das ist jedoch nicht unbedingt Deutschlands traditionelle Stärke. Für den deutschen Maschinenbau gib es demnach sowohl Chancen als auch Risiken. Auf der einen Seite werden alte Komponenten und Fertigungstechnologien wegfallen, aber gleichzeitig auch ganz neue entstehen. “Wir können wie Phönix aus der Asche auferstehen, aber auch viel verlieren”, sagte RWTH Professer Achim Kamper im Handelsblatt. So rechnet man damit, dass sich die Zerspanzeiten um 70 Prozent reduzieren werden, was fast alle an der Motorenproduktion beteiligten Fertigungsverfahren beträfe. Auf der anderen Seite werde es einen Zuwachs bei der Herstellertechnik für Elektro- und Radnabenmotoren geben. Großes Potenzial sieht Kamper außerdem beim Recycling der Batterien und der Elektromotoren sowie bei der Automationstechnik bei der Montage von Batterien und Fahrzeugen. Der Verein deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) rät seinen Mitgliedern die derzeitige Phase des Umbruchs für intensive Gedanken über ihre Ausrichtung in einer alternativen automobilen Zukunft zu nutzen. MAG-Chairman Jürgen Fleischer erwartet, dass der deutsche Maschinenbau seine führende Rolle behalten werde. “Denn die asiatischen Konkurrenten sind zwar Kostenführer, aber bei Komplexität sind wir vorne. Wir müssen aufpassen, dass sich das Beispiel Transrapid nicht wiederholt. Dort, wo sich die Produktionstechnologie ansiedelt, wird der deutsche Maschinenbau mitmischen.”