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Elektromobilität beginnt am Hausanschluss

25. Oktober 2010 Juliane Keine Kommentare

Schon heute setzt die EWE AG innovative Lösungen für die zukünftige Energieversorgung in die Praxis um. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um Elektrofahrzeuge für den Individualverkehr im Massenmarkt zu etablieren. Auf dem KONGRESS des Forum ElektroMobilität e.V. am 16. und 17. November 2010 präsentiert Herr Dr. Jörg Hermsmeier die „Energiewelt“ aus Sicht der EWE.

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Frankreich´s Weg in die eMobilität

Elektroautos sollen in Frankreich möglichst schnell in möglichst großer Stückzahl auf die Straße gebracht werden. Aus diesem Grund haben die Regierung, Regionalverwaltungen und die Automobilkonzerne Renault und PSA eine Charta unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund soll ein Netz von Ladestationen errichtet werden und eine Sammelbestellung von 50.000 Elektrofahrzeugen getätigt werden. Bis sollen insgesamt 75.000 öffentliche eTankstellen sowie 900.000 private Anlagen entstehen. Bis 2020 soll diese Zahl auf insgesamt 4,4 Millionen anwachsen. Alle zwölf Gebietskörperschaften der Republik verpflichten sich sofort mit der Einrichtung von Stromzapfsäulen zu beginnen. Im Gegenzug garantieren Renault und PSA bis 2012 mindestens 60.000 Elektroautos auf den Markt zu bringen. Der Staat und einige große Unternehmen haben bereits die Abnahme von 50.000 Einheiten zugesagt. Renault will Anfang 2011 den Fluence ZE und den Kargo ZE auf den Markt bringen. PSA will noch Ende 2010 die beiden Elektroautos Peugeot iOn und den Citroen C-Zero anbieten.

Lokale Akteure nehmen Schlüsselrolle ein

Erste Ergebnisse der „E-Mobility Readiness Studie“ der internationalen, auf den Cleantech-Sektor spezialisierten Unternehmensberatung Apricum zeigen: Die international erfolgreichsten Ansätze zur Markteinführung von Elektrofahrzeugen beruhen auf der engen Kooperation regionaler und lokaler Entscheidungsträger. Besondere Bedeutung kommt dabei den Kommunen zu. Lokale Akteure sollten deshalb sowohl in der strategischen Marktvorbereitung als auch in der Diskussion um die geplante Fördergeldvergabe von zwei Milliarden Euro stärker einbezogen werden. Global agierende Unternehmen und national einflussreiche Verbände waren bislang selten Impulsgeber für erfolgreiche Elektromobilitätsprojekte. Das belegen die ersten Ergebnisse der aktuellen Studie. Gerade in der Marktvorbereitung ist die aktive Mitarbeit der Kommunen von großer Bedeutung, denn hier können direkte Anreize für Elektrofahrzeuge gesetzt und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. So benötigen beispielsweise Stromtankstellen in Deutschland Sondergenehmigungen, die nur die Kommunen vergeben können. Auch praktische Anreize für Elektroautos wie die Freistellung von Busspuren können nur von Städten und Gemeinden gesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt der Bewusstseinsbildung zu. Schließlich wird das beste Produkt zum Ladenhüter, wenn der Kunde es verkennt. „Bewusstseinsbildung für Elektromobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für den Massenmarkt und geschieht zu allererst in den Kommunen“, erklärt Apricums Geschäftsführer Nikolai Dobrott. Bestes Beispiel für eine erfolgreiche Einbindung lokaler Akteure ist das österreichische Bundesland Vorarlberg. Der regionale Energieversorger, der Automobilclub, die Landesversicherung und Kommunen ziehen für das Elektromobilitätsprojekt VLOTTE an einem Strang. Im Ergebnis trifft Elektromobilität dort bereits heute auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung, die Warteliste für eine Teilnahme am Modellprojekt ist lang.
Die „Apricum E-Mobility Readiness Studie“ untersucht Faktoren, die notwendig sind, um Elektromobilität über Modellprojekte hinaus zum Durchbruch zu verhelfen. In umfangreichen qualitativen Interviews werden Erkenntnisse von in internationalen Elektromobilitäts-Projekten engagierten Akteuren gesammelt. Die Studie wird im Juni 2010 abgeschlossen sein.

Vortrag: Elektromobile Infrastruktur für den Massenmarkt

14. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Hinter dem Stichwort “Elektromobile Infrastruktur für den Massenmarkt” verbirgt sich ein innovatives Konzept für den Betrieb von Elektrofahrzeugen. Rolf Schumann von Better Place Deutschland wird im Rahmen des Informatiktags der Hochschule für Technik Stuttgart dazu einen informativen Vortrag halten. Better Place wurde 2007 von Ex-SAP-Manager Shai Agassi mit dem Ziel, eine flächendeckende Infrastruktur für den Massenbetrieb von Elektroautos aufzubauen, gegründet. Anstatt nur ein Auto zu kaufen, soll zukünftig zusätzlich ein Mobilitätsvertrag für Laufleistung in Kilometer abgeschlossen werden. Batterien können in kürzester Zeit getauscht werden, lange Aufladezeiten entfallen. Rolf Schumann wird am Donnerstag, den 22. April um 16:30 Uhr in der Aula der HFT Stuttgart das Konzept direkt aus erster Hand vorstellen. Der Vortrag findet statt im Rahmen des Informatiktags und des Kontakt- und Informationstags Wirtschaft – Hochschule. Von Seiten der Hochschule für Technik Stuttgart sind die Studienbereiche Informatik, Mathematik und Wirtschaft involviert. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

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