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Artikel Tagged ‘Mobilitätsverhalten’

mobilität querdenken

16. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Megatrends und Mobilität sind zwei Themen mit komplexen Wechselwirkungen. Urbanisierung, Konnektivität, Neo-Ökologie, Individualisierung oder demografischer Wandel – Megatrends wie diese sorgen dafür, dass sich die Gesellschaft, das Mobilitätsverhalten der Menschen und sogar die damit verknüpften industriellen Wertschöpfungsketten mit einer bislang nicht gekannten Geschwindigkeit verändern. Das Zusammenwirken der Megatrends mit Veränderungen der Gesellschaft erzeugt Wechselwirkungen, die den Wandel zusätzlich aufladen und beschleunigen.

Automobilhersteller, Zulieferer und Mobilitätsanbieter müssen auf diese Veränderungen reagieren: Mit Erhöhung der Energieeffizienz, der Reduktion von fossilen Brennstoffen im Verkehr und der Entwicklung individualisierter Mobilitätsangebote. Vor allem aber wird die heutige physische Mobilität mehr und mehr mit digitaler, virtueller Mobilität verschmelzen. Mobilität verändert sich von einem Grundbedürfnis hin zu einer komplexen Dienstleistung. Dies wiederum bringt vollkommen neue Player auf die Bühne und schafft neue Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle. Der von Bayern Innovativ konzipierte Kongress ‚mobilität querdenken‘ am 04. November 2014 in Ingolstadt gibt Antworten auf einige der wichtigsten Fragen in diesem Kontext. Weitere Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie hier.

eMobilität als wesentliche Säule des Individualverkehrs

23. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Das Mobilitätsverhalten in Tirol spricht für eine Nutzung der Elektromobilität gerade im ländlichen Raum. In den letzten 50 Jahren hat der Kfz-Verkehr in Tirol deutlich zugenommen. Das Auto ist mit einem Anteil von 56% am Werktagsverkehr tirolweit das mit Abstand am häufigsten genutzte Fortbewegungsmittel. In ländlichen Gebieten, vor allem jenen ohne Bahnanschluss, haben zudem die öffentlichen Verkehrsmittel nur geringen Anteil an den Werktagswegen. „Im Bereich der Mobilität wollen wir die Verlagerung des Verkehrs auf die menschen- und umweltfreundlichsten Verkehrsmittel weiter forcieren. Im Individualverkehr heißt das Stärkung des öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrs sowie die Förderung nachhaltiger Formen der Mobilität. Elektromobilität ist dabei nicht nur ein Umweltthema, sondern auch ein Technologie- und Wirtschaftsthema, weil wir in Tirol sowohl wissenschaftliches Know-how als auch innovative Unternehmen haben, die hier passende Lösungen gemeinsam erarbeiten und auf den Markt bringen“, meinte dazu Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf im Vorfeld des Elektromobilitätskongresses in Innsbruck.

Auf Einladung der Cluster Erneuerbare Energien, IT und Mechatronik der Standortagentur Tirol analysierten am 17. Juni 2014 im Congress Innsbruck Experten aus Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Wien, Südtirol, Deutschland und der Schweiz die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität – darunter auch BEM-Präsident Kurt Sigl, der über die aktuellen Entwicklungen in Deutschland referierte. Am 18. Juni hatte die Bevölkerung bei einer Ausstellung vor dem Innsbrucker Landestheater die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom Stand der Technik zu machen und Elektromobilität beim Probefahren hautnah zu erleben.

Jetzt im App-Store: Kostenlose Mobilitätsanalyse

18. Februar 2014 Juliane Keine Kommentare

Elektrofahrzeuge sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die steigenden Zulassungszahlen belegen das zunehmende Interesse der Verkehrsteilnehmer. Dennoch stellt die Angst vor dem Liegenbleiben bzw. leer gefahrenen Akku nach wie vor ein wesentliches Hemmnis für die breite Markteinführung von Elektrofahrzeugen dar. Im Rahmen des Schaufensters Bayern-Sachsen wird daher eine Smartphone-App eingesetzt, um das individuelle Mobilitätsverhalten zu analysieren. Auf Basis von GPS-Daten erstellt die App statistische Auswertungen über gefahrene Strecke, Energieverbrauch oder Durchschnittsgeschwindigkeit. Diese Mobilitätsdaten werden mit der Leistungsfähigkeit heutiger Elektrofahrzeuge verglichen. Als Referenz stehen dabei aktuelle Modelle wie BMW i3, Ford Fokus, Mitsubishi i-MiEV oder Nissan Leaf zur Verfügung. Die App liefert dem Nutzer Hinweise darüber, ob die täglichen Fahrstrecken auch mit einem eFahrzeug bewältigt werden könnten.

Die Mobilitäts-App steht nun auch Ihnen in den App-Stores von Apple und Google-Play unter “eM Analyse” kostenlos zur Verfügung. Der Nutzer entscheidet dabei selbst, welche Fahrten aufgezeichnet bzw. ignoriert werden sollen. Die App bietet auch die Auswahl, Fahrprofile für die Eigenanalyse nur lokal zu speichern oder für übergreifende statistische Auswertungen dem Schaufenster zur Verfügung zu stellen. Aus derartigen Mobilitätsbetrachtungen können sich dann u.a. ideale Aufstellungspunkte für Ladestationen ableiten lassen.

Carsharing – ein Geschäft für Autohäuser?

16. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Die Automobilbranche registriert einen Wandel im Mobilitätsverhalten der Menschen, vor allem in Ballungszentren und beim jüngeren Publikum. Bietet der aktuelle Trend zu Carsharing und andere Formen der gemeinsamen Automobilnutzung auch Chancen für den Automobilhandel? Mit dieser Frage beschäftigt sich die fünfte DEKRA/IFA-Studie „Innovative Mobilitätsdienstleistungen – Chance oder Risiko für den Automobilhandel?“.

Weitere Informationen zur Studie des BEM-Mitgliedsunternehmens finden Sie hier.

Mobilitätsverhalten und Förderung von Fahrgemeinschaften in Unternehmen

5. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

In einer bundesweiten Studie zum „Mobilitätsverhalten und Förderung von Fahrgemeinschaften in Unternehmen“ im Auftrag der Mitfahrzentrale flinc und unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz nutzen Berliner im nationalen Vergleich mit 48 Prozent (nationaler Durchschnitt 32 Prozent) am häufigsten den ÖPNV und nur 31 Prozent (nationaler Durchschnitt 47 Prozent) das Auto für den täglichen Arbeitsweg. Trotzdem kommen auf sieben Pendler-Pkw nur ein von Unternehmen zur Verfügung gestellter Parkplatz. Der Arbeitsweg in Berlin ist mit 13 Kilometern Länge deutlich kürzer als die 18 Kilometer im nationalen Durchschnitt.

Die Studie deckt erhebliches Einsparungspotential bei Kfz-Berufspendlern durch Bildung von betrieblichen Fahrgemeinschaften für Unternehmen und Mitarbeiter auf. So könnten die Pendler jährlich um 711 Millionen Euro entlastet werden und der Umwelt blieben 1,1 Millionen Tonnen CO2 erspart. Über die Hälfte der Unternehmen haben bereits Maßnahmen zum Mobilitätsverhalten getroffen. Entscheidend für die Pendler-Plattformen ist die Flexibilität, um sich an die modernen Arbeitsmodelle und Anforderungen an den Unternehmensalltag anzupassen. Interessant wäre hier selbstverständlich auch die Integration von Elektrofahrzeugen – ob zwei-, drei- oder vierrädrig. Die komplette Studie können Sie hier downloaden.

Mobilität im Wandel

7. März 2012 Juliane Keine Kommentare

Die persönliche Mobilität steht weltweit vor einem Umbruch. Viele Kunden bevorzugen zwar weiterhin das eigene Auto, sind aber auch bereit, bei steigenden Benzinpreisen und zunehmender Regulierung ihr Mobilitätsverhalten deutlich zu ändern. Als Alternative gewinnen flexibel kombinierbare innovative Services an Attraktivität. Die Kriterien für die Wahl des Verkehrsmittels erweisen sich dabei als stabil: Kosten und Convenience bestimmen nach wie vor, wie man reist. Um auch in Zukunft im Spiel zu bleiben, müssen die Automobilhersteller das Fahrzeug als zentralen Baustein im Mobilitätsmix positionieren und die verschiedenen Transportmittel benutzerfreundlich miteinander verzahnen. Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie „The Future of Mobility“ von Oliver Wyman, für die in Zusammenarbeit mit der ESB Business School knapp 3.000 Personen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Shanghai und Singapur befragt wurden.

Grundvoraussetzung für eMobilität: Akzeptanz bei den Verbrauchern

12. Dezember 2011 Juliane Keine Kommentare

Um Elektromobilität in nachhaltige Verkehrskonzepte zu integrieren, bedarf es mehr, als die Technik immer weiter zu verbessern. Eine wichtige Komponente in dem vielfältigen Geflecht von Voraussetzungen und Bedingungen für den Erfolg der eMobilität ist der Nutzer. Aus diesem Grunde wurde am Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrend und Dr. Oliver Schwedes untersucht, welche Erwartungen Autofahrerinnen und Autofahrer an die Nutzung und Alltagstauglichkeit eines Elektroautos knüpfen. Das Besondere der TU-Analyse ist, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Gegensatz zu anderen Befragungen zwischen der grundsätzlichen Akzeptanz für die Technologie und der Bereitschaft, gegebenenfalls auch das eigene Mobilitätsverhalten zu ändern, unterschieden haben. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass aus der Akzeptanz noch längst nicht die Bereitschaft folgt, ein Elektroauto zu fahren. „Das eine zieht das andere nicht zwangsläufig nach sich“, sagt Christine Ahrend.

Den Abschlussbericht zur Untersuchung finden Sie hier.

Startschuss für Innovationsnetzwerk

16. Juli 2011 Juliane Keine Kommentare

Die Wolfsburg AG gibt zusammen mit der Stadt Wolfsburg, Vertretern der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft und weiteren Unternehmen den Startschuss für die Gründung eines Innovationsnetzwerks „E-Lade-Infrastruktur“. Das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung geförderte Projekt wird in den kommenden drei Jahren ein Konzept entwickeln, das die Umsetzung einer nachhaltigen Ladeinfrastruktur in der Stadt Wolfsburg beschreibt. „Wenn sich Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität etablieren will, ist es notwendig, geeignete Infrastrukturen in den Kommunen zu entwickeln. Durch eine hohe Pendlerrate eignet sich Wolfsburg besonders gut für die Umsetzung einer E-Lade-Infrastruktur in einem urbanen Umfeld sowie die Erforschung des Nutzungs- und Mobilitätsverhalten von Pendlern und Einwohnern“, sagte Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 600.000 Euro wird aus Mitteln der Netzwerkmitglieder, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus kommunalen Mitteln finanziert.

Fraunhofer: Strukturwandel in der Automobilindustrie

11. Juni 2010 Juliane Keine Kommentare

Anlässlich des Fraunhofer Kaminabends nahm Prof. Wilfried Sihn, Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, zum Thema Elektromobilität Stellung. Die Elektromobilität werde nicht nur den Verkehr grundlegend verändern, sondern auch die Strukturen der Automobilindustrie. “Elektromobilität muss systematisch, ganzheitlich als komplexes System verstanden und vorangetrieben werden,” erklärt Prof. Wilfried Sihn. Er sieht einen umfassenden Strukturwandel auf die Automobilindustrie zukommen. “Elektromobilität ändert nicht nur das Mobilitätsverhalten der Menschen, sondern erfordert gänzlich neue Geschäftsmodelle. Darüber hinaus verändert sich mit den alternativen Antriebsarten die gesamte Wertschöpfungskette im
Automobilbau.” Die Akzeptanz von stromgetriebenen Fahrzeugen scheint in der heutigen Zeit zumindest in den Metropolen der Welt zu wachsen. Sinkende Erdölreserven und steigendes Umweltbewusstsein sind nur zwei Beweggründe, die die Menschen zum Umdenken zwingen. Energie muss künftig effektiver genutzt werden. Eine große Herausforderung für Forschung, Politik und Wirtschaft. So rückt Elektromobilität immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. “An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei,” ist Prof. Sihn überzeugt. “Sie kommt zwar langsamer und nicht im ursprünglich erwarteten Ausmaß, doch -zwischenzeitlich auch gesellschaftspolitisch integriert – wird sie eine entscheidende Rolle, nicht nur in der Automobilindustrie spielen.” Auf dem Weg zu reinen Elektrofahrzeugen wird es tief greifende Veränderungen am Fahrzeug geben. Nicht nur der Antrieb, praktisch alle Aggregate und Systeme und damit die Wertschöpfungsverteilung werden sich verändern. Zulieferer müssen sich im Markt mit neuen Komponenten etablieren – mit allen Chancen und Risiken. Chancen besonders für mittelständische Unternehmen, denen häufig Kernkompetenzen zur Verfügung stehen, die anderen fehlen.