Archiv

Artikel Tagged ‘Nationale Plattform Elektromobilität’

Zeitalter der Elektromobilität wird multimedial begleitet durch das Videoportal Elektromobilität.TV

10. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

eMobilität TV
Zum Start der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ (NPE) der Bundesregierung präsentiert das Portal Elektromobilität.TV der Creventis Services, exklusiv die vollständige Dokumentation des Elektromobilitätsgipfels von Bundeskanzlerin Merkel, Interviews mit Minister Ramsauer sowie Vertretern aus Politik und Verbänden. „Elektromobilität.TV“ ist ein Portalbereich von „ENGY1.TV“, des deutschsprachigen Videoportals zum Thema Erneuerbare Energien mit mehr als 1.000 Audio- und Videobeiträgen. „Zukünftig wird das Informationsangebot um Mitschnitte von Konferenzen und Fachkongressen erweitert, Beiträge aus Modellregionen umfassen und Interviews zur Entwicklung der Branche sowie aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Elektromobilität zeigen“, so Reiner W. Schwerdtfeger, Geschäftsführer der Creventis Services. „Statements von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft & Forschung zu Wünschen an die Politik, sollen Probleme aufzeigen, die bei der Erreichung des 2020-Zieles der Bundesregierung auftreten“, beschreibt Schwerdtfeger die Inhalte weiter. Die Bundesregierung hat sich mit dem „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ das Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln und bis zum Jahr 2020 mindestens 1 Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen. Bundeskanzlerin Merkel sagte dazu: „Bereits im Konjunkturprogramm haben wir 500 Millionen Euro Forschungsgelder für die Erforschung der Elektromobilität ausgegeben, und wir werden auch weiter einen Schwerpunkt in Forschung und Entwicklung in diesen Bereich setzen.“

Continental ist bereit für die emobile Zukunft

Continental hat bereits die Grundlagen für den angekündigten Paradigmenwechsel in der individuellen Massenmobilität geschaffen. Geht es nach Continental, könnte man morgen bereits mit der Serienproduktion von Elektrofahrzeugen beginnen. “Die aktuellen Entwicklungen rund um das Elektroauto zeigen, dass der Wettlauf um den Antrieb der Zukunft in vollem Gange ist. Die dafür jetzt notwendigen Investitionen sind jedoch enorm. Deshalb ist das Zusammenspiel aller Kräfte, also Wirtschaft, Politik und Wissenschaft notwendig. Mein Appell an die Politik lautet daher: Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen müssen auf Jahrzehnte hinaus verlässlich sein. Nur so werden wir als Industrie genug Kräfte mobilisieren und Fahrt aufnehmen können, insbesondere in Deutschland”, sagt der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart. Bei Continental ist die Industrialisierung der neuen Antriebstechnik schon Realität. Den Schritt hinaus aus den Entwicklungslabors und Versuchsanwendungen hin zur Serienproduktion auf industriellem Maßstab hat Continental bereits erfolgreich absolviert. “Continental hat die Entwicklung der Kernkomponenten für Elektromobilität bereits seit den 90er Jahren vorangetrieben. Wir haben damit wiederholt Serienaufträge gewonnen und sind gerne bereit, unser Wissen und unsere Erfahrung auch in die jetzt ins Leben gerufene “Nationale Plattform für Elektromobilität” einzubringen”, erklärt Degenhart. Auch bei der Leistungselektronik für elektrische Antriebe und deren Batterie ist Continental schon lange aus der Laborphase heraus: Die aktuelle, dritte Generation ist um rund 30 % kleiner als ihre Vorläufer. Mit dieser kompakten Leistungselektronik fertigt der Zulieferer auch jenen wichtigen Teil eines Elektrofahrzeugs oder Hybrids, der den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom für den Elektromotor wandelt und umgekehrt die beim Bremsen gewonnene elektrische Energie in der Batterie speichert. Ab 2011 wird Continental den ersten kompletten elektrischen Antriebsstrang für das Serienfahrzeug eines europäischen Automobilherstellers produzieren. “Dafür haben wir 12 Millionen Euro in unseren niedersächsischen Standort Gifhorn investiert. Die jährliche Produktionskapazität ist für zunächst bis zu 60.000 Elektromotoren ausgelegt. Mit diesem Schritt bringt Continental, neben der Batterie und Leistungselektronik, auch die dritte Schlüsselkomponente Motor für die Elektromobilität in Serie”, sagt José Avila, Leiter der Continental-Division Powertrain und Mitglied des Vorstands der Continental AG. “Elektromobilität ist eine viel versprechende Zukunftstechnologie. Deshalb investieren wir jetzt und heute in den Schritt der Industrialisierung. Denn wir wollen, dass die Technologie des Elektrofahrzeugs möglichst bald auf die Straße kommt”, ergänzt Avila.

BEM vertritt Mitgliederinteressen auf Elektromobilitätsgipfel

29. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) fordert die schnelle Integration von Elektromobilität im Alltag der Menschen. „Elektromobilität muss jetzt praxisnah auf den deutschen Straßen umgesetzt werden. Wir fordern deshalb ein 100.000 Elektroauto-Programm, wie bereits von McKinsey vorgeschlagen, das in wenigen Jahren umgesetzt werden muss“, betont BEM-Präsident Kurt Sigl. Auf dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai wird Kurt Sigl die Positionen des Bundesverbands und seiner Mitglieder im Kanzleramt vertreten. Der BEM will die „Nationale Plattform Elektromobilität“ aktiv und tatkräftig unterstützen, um Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative in Deutschland zu etablieren und sie weiterhin auf die öffentliche Tagesordnung setzen.

Der BEM fordert innovative, branchenübergreifende Kooperationskonzepte zwischen Energieversorgern, Herstellern von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferern und Forschungseinrichtungen, um die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, um wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben. „Damit wir Elektroautos erfolgreich in Serienproduktion auf die Straßen bringen können, brauchen wir eine Cluster-Bildung von Netzwerkpartnern und eine Zusammenführung von OEM´s, EVU´s und First Tiers mit mittelständischen Unternehmen.“ erklärt der Geschäftsführer der German E Cars GmbH Dirk Fräger.

Außerdem müssen seitens der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ sowohl rechtliche als auch technische Standardisierungen und Qualitätssicherungs maßnahmen durchgesetzt werden, um insbesondere für den Mittelstand die nötige Planungssicherheit zu schaffen. Der BEM setzt sich für stabile Rahmenbedingungen in Form von konkreten Gesetzgebungen und Maßnahmen ein. So könnten beispielsweise die bürokratischen Hürden beim Fahrzeugprototypenbau entschärft werden, um dadurch Entwicklungs- und Produktionspotenziale in Deutschland besser zu nutzen.

Im Austausch mit den BEM-Mitgliedern wurde außerdem deutlich, dass sowohl Konzepte für eine grundlegende Finanzsicherheit als auch geeignete Verkaufsmodelle nötig sind, um die Serienproduktion von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen. Dies kann durch innovative Leasingmodelle mit integrierter Steuerbefreiung oder staatliche Anreizprogramme für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen geschehen. Daneben müssen auch nicht-monetäre Anreize, wie die Nutzung der Busspur oder das Gratisparken im Innenstadtbereich, für Elektrofahrzeug-Halter angedacht werden.

„Wir erhoffen uns einen branchenübergreifenden Diskussionsaustausch, der konkrete Ergebnisse liefert, um Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität zu etablieren“, betont Kurt Sigl im Vorfeld des Elektromobilitätsgipfels.

Der Bundesverband eMobilität setzt sich dafür ein, die Mobilität in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die Forderung nach gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept und die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung auf Elektromobilität. Als Sprachrohr der gesamten Branche setzt der BEM sich aktiv für die Erfahrbarkeit von Elektrofahrzeugen ein und integriert die Faszination für Elektromobilität im Alltag der Menschen.

Mister Elektroauto steht fest

28. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Am 03. Mai soll der Startschuss für Deutschlands Aufholjagd in Sachen Elektromobilität fallen. An dem Tag lädt Angela Merkel zum Spitzentreffen ins Bundeskanzleramt. Nach langen Diskussionen und vielen Spekulationen steht nun auch fest, wer die “Nationale Plattform Elektromobilität” leiten wird. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von SAP Henning Kagermann soll Vorsitzender des Lenkungskreises werden. Seine Aufgabe ist keine leichte: er muss die oft gegensätzlichen Interessen mehrerer Schlüsselindustrien unter einen Hut bringen. Im Rahmen der “Nationalen Plattform Elektromobilität” sollen insgesamt sieben Arbeitsgruppen bis zum Herbst erste Grundlagen für ein Elektroauto-Konzept erarbeiten. Die Gruppe mit der höchsten Brisanz soll die siebte sein – die Arbeitsgruppe Rahmenbedingungen. Geleitet wird sie künftig von BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. Der Rest der Arbeitsgruppen wird von einem Querschnitt der deutschen Industrie besetzt werden. So wird Karl-Thomas Neumann, Generalbevollmächtigter von VW, die Arbeitsgruppe Antriebstechnologie leiten. Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber lenkt dafür die Batterie-Arbeitsgruppe.

2. BEM-Roundtable

26. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Roundtable Auf dem 2. BEM-Roundtable kamen auf Einladung vom Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) mittelständische Vertreter aus der Solarbranche, Hersteller und Entwickler von Elektrofahrzeugen sowie Systemzulieferer gemeinsam mit Vertretern vom Bundeswirtschaftsministerium, der Beratungsbranche und verschiedener Verbände zusammen. Im Fokus der ganztägigen Diskussionsrunde standen die Chancen und Herausforderungen, die sich durch den wachsenden Zukunftsmarkt Elektromobilität für den Mittelstand ergeben und die Potenziale für Elektromobilität in Kombination mit Photovoltaik.
Energierechtsexperte Jan-Hendrik vom Wege von der Anwaltskanzlei Becker Büttner Held eröffnete die Vortragsreihe mit seinen Erklärungen zur Novellierung des EEG. Andreas Varesi, TECHNOMAR GmbH, stellte anschließend eine von ihm geleitete Studie über die Akzeptanz von Elektromobilität bei den Verbrauchern vor. Ludwig Karg, Geschäftsführer der B.A.U.M. Consult GmbH, präsentierte neue Geschäftsmodelle vor dem Hintergrund intelligenter Stromnetze, während Andreas Gräwingholt von der German E Cars GmbH über die aktuellen Herausforderungen für den Mittelstand im Bereich der Elektromobilität referierte. Zum Abschluss stellte Dr. Bruno Kaiser von der NORD/LB sein innovatives Leasingkonzept für Elektroautos vor.
Im Ergebnis wurde schnell deutlich, dass die Initialzündung für neue Entwicklungen im Bereich der postfossilen Neuen Mobilität vorrangig aus der Innovationskraft, Dynamik und Flexibilität des Mittelstands kommt. “Für den Mittelstand ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, die durch unkonventionelle Kooperationskonzepte und Synergien marktfähig realisiert werden können”, resümierte Frank Müller, der als Verbandsgeschäftsführer insbesondere dem Mittelstand ein hohes inländisches Wertschöpfungspotenzial zutraut. Jetzt sei die Zeit gekommen, gemeinsam in die emobile Zukunft zu starten. “Nur durch die Cluster-Bildung einzelner mittelständischer Unternehmen können Kompetenzen gebündelt, innovative Ideen entwickelt und eine finanzielle Sicherheit geschaffen werden”, betonte Jacqueline Hein, Regionalgeschäftsführerin des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, BVMW.
Einig war sich die Expertenrunde darüber, dass rund um die Elektromobilität auf Basis Erneuerbarer Energien neue Geschäftsmodelle entstehen. “Wir müssen Mobilität neu denken. Uns bietet sich die Chance eine gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen”, betonte Ludwig Karg. Mit Hilfe intelligenter Informations- und Kommunikationstechnologien können Lastspitzen im Stromnetz ausgeglichen und IT-basierte Abrechnungsysteme geschaffen werden. Dadurch werden sich neue Marktteilnehmer mit dynamischen Stromtarifen und innovativen Verkaufskonzepten positionieren und die künftige Mobilität revolutionieren.
“Entscheidend für den Endverbraucher ist die preisliche Attraktivität von Elektrofahrzeugen”, erklärte Markus Emmert, Geschäftsführer der Coningham Solar GmbH. Im Rahmen der Novellierung des EEG wird der Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Strom aus Erneuerbaren Energien weiterhin gefördert, wodurch die finanzielle Mehrbelastung beim Kauf von Elektroautos im Vergleich zu konventionellen Autos geringer wird.
Auf dem 2. BEM-Roundtable hat sich deutlich abgezeichnet, dass eine große Bereitschaft zum kooperativen Austausch zwischen den Elektromobilitätsplayern besteht. Vor diesem Hintergrund wird der BEM mit Unterstützung seiner Mitglieder sowohl Forderungen und Erkenntnisse als auch die notwendigen Kompetenzen bündeln, um insbesondere auch den Mittelstand auf dem Wachstumsmarkt Elektromobilität zu stärken. Auf dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai wird BEM-Präsident Kurt Sigl die Bedürfnisse der Branche im Kanzleramt vertreten und die „Nationale Plattform Elektromobilität“ aktiv und tatkräftig unterstützen, um Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative in Deutschland zu etablieren und weiterhin auf die öffentliche Tagesordnung zu setzen.

Deutschlands Aufholjagd

15. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Am 3. Mai soll der Startschuss für Deutschlands Aufholjagd in Sachen Elektromobilität fallen. An dem Tag lädt Angela Merkel zum Spitzentreffen ins Bundeskanzleramt. Die so genannte “Nationale Plattform Elektromobilität” soll ein branchenübergreifendes Netzwerk aus Politikern, Wissenschaftlern, Managern und Verbänden schaffen. Ziel sei es, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um den technischen Rückstand im Bereich der Elektromobilität gegenüber asiatischen Konkurrenten aufzuholen. Bis dato steht weder fest, welche Rolle der Staat in diesem Netzwerk einnehmen soll, noch in welchem Rahmen überhaupt kooperiert werden soll. Laut Peter Ramsauer werde es zunächst jedenfalls keine direkten Kaufhilfen geben. Zum Einen sei das politische momentan schwer durchsetzbar und zum Anderen würde eine Kaufprämie momentan vor allem japanischen Herstellern zugute kommen, die bereits ihre Elektroautos auf dem Markt hätten. Staatliche Förderungen der Forschung gelten auf der anderen Seite als sicher – vor allem im Bereich der Batterietechnik. Aber nicht nur über monetäre Anreize wird diskutiert. Auch Privilegien für Fahrer von Elektrofahrzeugen im Verkehrsalltag sind denkbar. Etwa das Nutzen von Busspuren oder besonderen gratis Parkplätzen im Innenstadtbereich. Im Rahmen der “Nationalen Plattform Elektromobilität” sollen insgesamt sieben Arbeitsgruppen bis zum Herbst erste Grundlagen für ein Elektroauto-Konzept erarbeiten. Es bleibt abzuwarten, ob Deutschland´s Aufholjagd erfolgreich sein wird. Denn eines ist klar: bislang tut Deutschland weniger als viele andere Industrieländer, um Elektromobilität auf die Straße zu bringen.