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Artikel Tagged ‘Opel’

Elektroriese China

25. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

chinaExperten gehen davon aus, dass chinesische Hersteller auch im sich entfaltenden Markt für Elektroautos eine bewährte Strategie verfolgen: Erst wird die Marktführung im eigenen Land angestrebt, dies auf weitere asiatische Wachstumsmärkte übertragen, gefolgt vom Mittleren Osten sowie Afrika (diese Vorgehensweise erklärt auch die relative IAA-Zurückhaltung noch in diesem Jahr), bis schließlich der US- und europäische Markt angegangen wird. Gezielt wird dabei meist zunächst auf das unterste Preissegment, später auch die Mittelklasse. Einige Fachleute glauben, dass China spätestens im Jahr 2015 die USA als größten Automobilmarkt weltweit ablösen werden.

Die Zentralregierung in Peking hat bereits 2006 angekündigt, dass durch Zusammenschlüsse, Übernahmen und höhere Produktionszahlen eine Gruppe heimischer Autoproduzenten mit Staatshilfe zu globalen Herstellern aufgebaut werden sollen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC), die unter anderem mit Volkswagen und General Motors (GM) kooperiert, und um FAW, deren Partner ebenfalls der VW-Konzern ist. Daneben sollen die beiden Hersteller Dongfeng und Changan zügig zu großen Konzernen aufgebaut werden. Insgesamt gibt es in China derzeit mehr als 80 Produzenten unterschiedlichster Größen. Die Regierung strebt die Schrumpfung und Konzentration auf rund zehn um so stärere Automobilbauer an.

In einem nächsten Schritt stehen internationale Einkäufe an, um an Entwicklungs-Know-how und Vertriebsnetze zu gelangen. Beispiele sind etwa die Übernahme von Hummer seitens Sichuan Tengzhong oder das Werben der Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC) um Delphi und Opel oder Geelys Bemühungen um die Ford-Tochter Volvo.

Zentral in der chinesischen Automobilstrategie steht die Elektromobilität. Peking fördert die Entwicklung konkurrenzfähiger Elektroautos mit umgerechnet 1,1 Milliarden Euro. Bereits bis 2011 sollen Produktionskapazitäten von mindestens 500.000 Elektroautos aufgebaut werden. Jeder chinesische Produzent ist gehalten, mindestens ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb ins Portfolio aufzunehmen.

Auf Konsumentenseite wird der Kauf von Elektrofahrzeugen staatlicherseits mit bis zu 6.500 Euro für batterieelektrische PKF gefördert. Die Förderung von E-Taxis liegt auf ähnlicher Höhe, Busse können mit über 50.000 Euro subventioniert werden. Dies führt zu Endpreisen chinesischer Elektroautos, die deutsche Verbraucher als attraktives Kaufkriterium bezeichnet haben.

Prominentester Vertreter der Carmaker aus dem Reich der Mitte ist Build Your Dreams (BYD) – gleichzeitig zweitgrößter Batterieproduzent der Welt, das einen Weltmarktanteil von 30 Prozent bei Lithium-Ionen-Akkus hält. Erst seit 2003 werden hier auch Fahrzeuge gefertigt. Doch Kooperationen mit beispielsweise Bergé Automoción oder Volkswagen führen dazu, dass bereits 2010 in den USA marktfähige Fahrzeuge angeboten werden sollen. Da passt es ins Bild, dass der BYD-CEO Wang Chuanfu mit einem geschätzten Vermögen von 3,4 Mrd. Euro die (schnell wachsende) Liste der reichsten Chinesen anführt. Das Gesamtwachstum der chinesischen Wirtschaft für 2009 schätzen Wirtschaftsexperten auf rund acht Prozent.

Kompetenzzentrum für Elektromobilität nach Eisenach?

17. September 2009 klaus Keine Kommentare

Nach der überwiegenden Erleichterung über den Verkauf von Opel an Magna steht jetzt in Thüringen die Frage der Zukunftssicherung des Werkes in Eisenach an. Magna bekundet zwar, den Standort weiter ausbauen zu wollen und plant nach Angaben von Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) den Bau eines zweiten Werkes für die Teilefertigung. Das aber reicht den Thüringer Politikern mittel- und langfristig nicht. Von einem reinen Montagewerk soll Eisenach zum Zentrum für Elektromobilität in Deutschland entwickelt werden. Hier sehen alle Experten die Zukunft der deutschen Autoindustrie.

SPD-Landeschef Christoph Matschie will das von der Bundesregierung geplante “Kompetenzzentrum für Elektromobilität” nach Thüringen holen. “Hier soll das Auto der Zukunft entwickelt und gebaut werden”, sagte Matschie der TLZ. Starke Unterstützung findet er dabei bei Carsten Schneider, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion in Berlin. Sondermittel in Höhe von 500 Millionen Euro hätte die Bundesregierung dafür im Konjunkturpaket bereit gestellt, sagte Schneider. “Für Thüringen sehe ich hier eine Riesenchance”, so der Bundestagsabgeordnete, der natürlich auch weiß, dass die Konkurrenz der Automobilstandorte in dieser Frage riesig ist.
via Thüringische Landeszeitung

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Magna-Chef Stronach mit ÖkoGlobe geehrt

10. September 2009 klaus Keine Kommentare

Frank Stronach, Chef des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna, ist gestern in Köln mit dem Umweltpreis “ÖkoGlobe” ausgezeichnet worden. Damit wurde das Lebenswerk des 77-Jährigen sowie die von ihm gesetzten Impulse in der weltweiten Automobil- und Zulieferindustrie gewürdigt, wie die Jury begründete. Außerdem habe Magna bereits wichtige Schritte in das Zeitalter der Elektromobilität getan.

okoglobeMit dem “ÖkoGlobe” werden seit 2007 umweltfreundliche Innovationen und Innovatoren im Bereich Verkehr ausgezeichnet. Er wird von den DEVK- Versicherungen, dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen und dem Automobil-Club Verkehr (ACV) verliehen (UPDATE 11.09.: Und das wurde gestern sogar noch davon gekrönt, dass sich GM und Opel-Treuhand auf einen Verkauf an Magna und die russische Sberbank einigen konnten!). Der Preis besteht aus einer vom Aktionskünstler HA Schult geschaffenen Weltkugel.

Der “ÖkoGlobe” wurde insgesamt in zehn Kategorien vergeben. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnungen standen Innovationen auf dem Gebiet der Elektromobilität und Hybridfahrzeuge. Die weiteren Preisträger sind: Evonik Industries und die Daimler AG für die gemeinsam entwickelte Lithium-Ionen-Batterie (innovative Energieträger); BMW für den Mini E (Elektro- und Hybridantrieb); Volkswagen für den Twin Charger (Optimierung konventioneller Antriebe); Toyota Prius, 3. Generation (ökologische Großserienfahrzeuge); Ford für den Tourneo BEV (wegweisende Innovationen bei Konzept- und Kleinserienfahrzeugen); Magna International (Zulieferer-Innovation); BOGESTRA (ökologischer Fuhrpark); Daimler für car2go (Mobilitätsprojekte und Visionen); Opel Segway für das Projekt P.U.M.A. (nachhaltige Infrastrukturmodelle und Aktivitäten). Sämtliche Preisträger – inklusive der jeweiligen Plätze 2 und 3 – lassen sich hier nachlesen.

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Allianz für Elektroautos mit Brennstoffzellen

9. September 2009 klaus Keine Kommentare

Die Autoindustrie will die Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb vorantreiben: Daimler, Ford, General Motors – und Opel -, Honda, Hyundai, Kia, Renault und Nissan sowie Toyota unterzeichneten eine entsprechende Erklärung, wie Daimler heute bekannt gab. Da diese Unternehmen über beachtliches Know-how in der Brennstoffzellentechnik verfügten, können nun endlich die Serienproduktion solcher Fahrzeuge ein gutes Stück näher rücken. Ab dem Jahr 2015 sollen die Fahrzeuge in größerer Anzahl angeboten werden. “Die Schätzungen gehen ab dann über den Lebenszyklus verteilt weltweit von einigen hunderttausend Stück aus”, formulierte Daimler einer Agentur gegenüber jedoch sehr vorsichtig.

Bei der Markteinführung von Autos mit Brennstoffzellenantrieb gibt es immer noch deutliche Probleme mit der Infrastruktur – es fehlt ein ausreichend engmaschiges Wasserstoff-Tankstellennetz.

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Testzyklus absolviert – GM feiert Chevrolet Volt

14. August 2009 frecker Keine Kommentare

Der Chevrolet Volt soll Ende 2010 in den USA auf den Markt kommen, 2011 wird er von Opel als Ampera in Europa angeboten. Im Elektrobetrieb kommt der Volt rund 60 Kilometer weit, danach wird ein Benzin-Generator angeworfen, der die 16 kWh Lithium-Ionen-Batterie wieder auflädt. Im Mix – also mit Range-Extender – soll er auf bis zu 1000 Kilometer Reichweite kommen. Die Verbrauchsdaten für den Volt basieren GM zufolge auf einer mit der zuständigen US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) abgestimmten Prüfmethode. “Ein Auto wie der Volt ändert die Spielregeln”, ist sich GM-Chef Fritz Henderson sicher. Er erwartet, dass die Volt-Fahrer großteils im rein elektrischen Betrieb unterwegs sein werden. Acht von zehn Amerikanern legen am Tag weniger als 40 Meilen zurück. Der Volt sollte nach früheren GM-Schätzungen bis zu 40.000 Dollar (etwa 28.000 Euro) kosten. Henderson wollte sich auf keinen Preis festlegen. Er räumte aber ein, dass die erste Generation des Autos wegen der Technologie und der Batterie noch vergleichsweise teuer sein werde.

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Opel Ampera

6. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

opel_ampera
Antrieb: Front
Höchstgeschwindigkeit: 161km/h
Reichweite pro Ladung: 60 km
Reichweite mit Benzin/Bioethanol-Generator: über 500 km
Max. Leistung: 111 kW/150 PS
Batterie Typ: Lithium-Ionen
Kapazität: 16 kWh
Verfügbarkeit: nicht vor 2011
Preis: k.A.

weitere Informationen

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Entwicklung – GM´s Global Battery Systems Lab

12. Juni 2009 frecker Keine Kommentare

So mächtig wie in einigen Meldungen der vergangenen Tage ist das neue Batterie-Testzentrum von “New General Motors” in Warren, Michigan nun doch nicht. Unsere Umrechnungstabelle kommt bei den offiziell gemeldeten 33.000 Square Feet “nur” auf 2.970 Quadrat-Meter, und nicht wie vielfach berichtet auf drei Quadrat-Kilometer.

Innenansicht des neuen GM Global Battery Systems Lab    Quelle: General Motors

Innenansicht des neuen GM Global Battery Systems Lab Quelle: General Motors


Das Fähigkeitsprofil des Global Battery Systems Lab hingegen beeindruckt schon. Ein automatisiertes Testsystem ermöglicht 24-stündige standardisierte Prüfungen, kundengerecht angefertigte Prüfablaufpläne und Überwachungen von Tests. Ein verbessertes Design der Experiment-Methodik soll es New GM erlauben gründlichere Batterietests in einer kürzeren Zeitspanne durchzuführen. Gleichzeitig ist es Ziel die Leistungsfähigkeit der Wettbewerbsprodukte in Warren zu analysieren.
“Unser neues Laboratorium verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von New GM, die Entwicklung unserer Hybrid, Plug-in-Hybrid und Extended-Range-Electric Fahrzeuge, einschließlich des Chevrolet Volt”, sagte Fritz Henderson, Präsident und CEO.
Bereits auf der Autoshow Detroit 2009 unterzeichnete Henderson einen Entwicklungsvertrag mit Compact Power, einer Tochter der LG Chem, um die Entwicklung der Batterietechnologie des Chevrolet Volt weiter zu beschleunigen
Seit November 1997 besteht das Brennstoffzellen-Entwicklungszentrum “GM Fuel Cell Activities” der alten General Motors und der Adam Opel GmbH mit Standort in Mainz-Kastel. Dort fand nicht nur die Brennstoffzellen-Entwicklung statt, sondern hier entstanden auch maßgebliche Systeme für die stets als GM-Hoffnungsträger apostrophierten Elektroautos Volt und Opel Ampera.

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