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Artikel Tagged ‘Parkhaus’

Erbarmen – die Hessen kommen elektrisch

23. September 2009 klaus Keine Kommentare

Die Stadt Frankfurt/M. möchte Vorreiter bei der Elektromobilität sein. Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth, der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer und der Vorsitzende der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding GmbH, Frank Junker, präsentierten unlängst an der Frankfurter Hauptwache Elektroroller, die zwei Jahre lang von Frankfurter Bürgern und Unternehmen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden können. Insgesamt stehen 15 Roller zur Verfügung, davon sind zehn für Langzeittests durch Privatpersonen und Unternehmen reserviert. Der Roller hat eine Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h und eine Leistung von 3 kW (4 PS), eine Reichweite von circa 100 km und kann an jeder haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen werden. Getankt werden soll vorzugsweise mit Strom aus erneuerbare Energien. So werden die Elektro-Roller beispielsweise in der Mainova-Zentrale mit dem Mainova-Naturstrom “novanatur” betankt. Dieser wird in den beiden Main-Wasserkraftwerken Griesheim und Eddersheim erzeugt.

Testfahrer können die Fahrzeuge auch – kostenlos! – direkt an der Solartankstelle an der Hauptwache auftanken. Ein vollständiger Ladevorgang des Rollers dauert allerdings auch dort etwa fünf Stunden, bei nicht komplett entleerter Batterie verringert sich die Ladezeit entsprechend. Für die Strecke von 100 km benötigt der Roller 3 Kilowattstunden (kWh) Strom, die derzeit rund 60 Cent kosten. Ein vergleichbarer Superbenziner verbraucht auf gleicher Strecke 3,5 Liter, die aktuell mit knapp 5 Euro zu Buche schlagen.

Frankfurt/M. ist ist eine der acht Modellregionen für Elektromobilität. Zusammen mit den Nachbarstädten Darmstadt, Mainz, Offenbach und Wiesbaden sowie Unternehmen und Forschungseinrichtungen erprobt die Kommune in den kommenden zwei Jahren, wie sich umweltverträgliche Mobilität und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut bringen lassen. Frankfurt/Rhein-Main gilt wegen der vielen Verkehrsströme als optimales Testgebiet. Geplant sind u.a. Ladestationen mit Strom aus regenerativen Quellen in ABG-Parkhäusern. Zum elektromobilen Netzwerk, das die Region entwickelt, gehören auch Fahrräder an den S-Bahnstationen und Segway-Transporter für kleine Dienstfahrten. Unzählige Touren zwischen den Finanzinstituten der hessischen Metropole könnten künftig umweltschonend rollen.

Mitsubishi wird gemeinsam mit der Stadt Frankfurt/M. einen Feldversuch mit dem i-MiEV unternehmen. Dazu haben Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und Martin van Vugt, Sprecher der Geschäftsführung von Mitsubishi, eine Absichtserklärung unterzeichnet. Mitsubishi stellt der Stadt zu Testzwecken drei Fahrzeuge zur Verfügung. Einen weiteren Feldversuch unternimmt die Kommune gemeinsam mit dem Paket-Zusteller UPS, der im Frankfurter Osthafen eine große Umschlagstelle betreibt. Eine entsprechende Absichtserklärung haben ebenfalls gestern Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Die Grünen) und der UPS-Manager Frank Schürmann unterzeichnet. UPS wird in Deutschland sechs mit einem Elektromotor betriebene Auslieferungsfahrzeuge testen, davon einen Wagen am Standort Frankfurt. Nach Angaben des UPS-Managers reichen die Ladekapazitäten der schon in London eingesetzten Elektrotransporter aber noch nicht an die von konventionellen Fahrzeugen heran.

Hamburg: Elektrofuhrpark ab 2010

5. September 2009 klaus Keine Kommentare

Die Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk und Umwelt-Staatsrat Christian Maaß kündigten jetzt an, im Rahmen der Klimaschutzziele der Hansestadt solle bereits 2010 eine erste Flotte elektrisch betriebener Fahrzeuge eingesetzt werden. Zunächst sei geplant, ab Mitte 2010 bis zu 70 stadteigene Elektroautos auf die Straßen der Hansestadt zu bringen. Es werde aktuell mit deutschen Herstellern verhandelt, so Maaß. Da serienreife Elektrofahrzeuge von “VW, BMW & Co.” frühestens im Jahr 2012 verfügbar seien, werde an weiterentwickelte Protoypen gedacht. Zudem sollen schrittweise bis zu 100 Ladesäulen im öffentlichen Raum der Stadt aufgestellt werden. Bis 2020 werde mit insgesamt 50.000 bis 100.000 E-Fahrzeugen in Hambug gerechnet.

Auch Bereiche des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg sowie Kurierfahrzeuge von Logistikunternehmen sollen auf die neue Technologie umgestellt werden. Der Strom für die Batteriefahrzeuge solle zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammen, hieß es. Das Auftanken der Stromer soll dabei bis zu 50 Prozent billiger sein als einmal volltanken mit Benzin, die Kosten über die Stromrechnung abgebucht werden. Hamburg ist eine der acht Modellregionen für Elektromobilität in Deutschland.

In drei Hamburger Parkhäusern des Betreibers APCOA gibt es bereits heute Elektrozapfsäulen. Für 18,49 Cent/kWh kann dort der Fahrer eines Elektrofahrzeugs wieder “nachladen”. Eine monatliche Grundgebühr von 69 Euro soll im ersten Jahr noch nicht erhoben werden.

Park and Load – RWE kooperiert mit APCOA

12. Juni 2009 frecker Keine Kommentare

Der Energiekonzern RWE will Ladestationen für Elektroautos in öffentlichen Parkgaragen installieren. Kooperationspartner für dieses Projekt ist die APCOA Autoparking GmbH. APCOA ist der größte europäische Parkraumbewirtschafter. Zunächst geplant sind RWE-Ladestationen in 20 Parkgaragen der APCOA in Berlin.

In Berlin sollen die ersten APCOA Parkhäuser mit Ladestationen der RWE ausgerüstet werden   Quelle: RWE

In Berlin sollen die ersten APCOA Parkhäuser mit Ladestationen der RWE ausgerüstet werden Quelle: RWE


In einem weiteren Schritt soll die Ladeinfrastruktur dann auch in Parkhäusern in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München aufgebaut werden. „Elektrofahrzeuge werden eine wichtige Rolle für die Mobilität der Zukunft spielen. APCOA investiert bewusst in die Tankstelle der Zukunft und bietet seinen Kunden damit richtungsweisende Services“, erklärte Thomas Veith, Geschäftsführer der APCOA. Durch die Ladestationen sollen Elektrofahrzeuge aufgeladen werden, während die Fahrer einkaufen. Den Angaben zufolge rückt RWE mit der Kooperation seinem Ziel näher, bundesweit ein flächendeckendes Tankstellennetz für Elektrofahrzeuge aufzubauen. “Wir freuen uns, Europas Marktführer unter den Parkraumbewirtschaftern als Partner zum Aufbau unserer Ladeinfrastruktur gewonnen zu haben. Gemeinsam wollen wir dem Verbraucher zeigen, dass unkompliziertes Laden in der Öffentlichkeit schon bald zum Alltag gehört”, sagte Carolin Reichert, verantwortlich für Elektromobilität bei RWE.

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