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Artikel Tagged ‘Produktionstechnologie’

eMobilität: TU Berlin verstärkt Forschungsaktivitäten und plant Graduiertenschule

12. Mai 2011 Juliane Keine Kommentare

Am 09. Mai 2011 unterzeichneten TU-Präsident Professor Dr.-Ing. Jörg Steinbach und der Präsident des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST), Prof. Dr. Nam Pyo Suh, ein „Memorandum of Understanding“ über gemeinsame Forschungspläne und eine Graduiertenschule mit dem Schwerpunkt eMobilität. KAIST zählt zu den Spitzenuniversitäten Südkoreas. Es ist innerhalb weniger Monate die zweite internationale Vereinbarung der TU Berlin auf dem Gebiet der Neuen Mobilität. Im Herbst 2010 ging man eine Vereinbarung mit der chinesischen Shanghai Jiao Tong Universität ein. Außerdem ist die TU Berlin am Aufbau eines deutsch-chinesischen Forschungsnetzwerkes im Bereich Elektromobilität beteiligt.

Zu den Schwerpunkten der Vereinbarung mit KAIST zählen Forschungsvorhaben in den Schlüsselbereichen Produktionstechnologie und Automobilkonstruktion, insbesondere zu elektrischen Antrieben und Bauteilen. Die Entwicklung von Lithium-Ionen-Akkus für elektrische Fahrzeugantriebe sowie der Aufbau von Systemen zur Massenproduktion solcher Akkus stehen dabei mit im Forschungsfokus. Auch die Entwicklung und Produktion von leichten Bauteilen für die Automobilindustrie sowie Design und Produktion von Prototypen, die in beiden Ländern als Vorführmodelle genutzt werden können, werden in der Vereinbarung thematisiert. Weitere Schwerpunkte bilden die Bewertung von Infrastrukturinvestitionen und Geschäftsmodellen sowie die Einschätzung des Potenzials intelligenter Elektromobilität im Hinblick auf den kombinierten Verkehr und die innerstädtische Logistik. Geplant ist außerdem eine gemeinsame Graduiertenschule mit dem Schwerpunkt eMobilität.

Forschungsinstitut ZSW errichtet einzigartiges Labor für Batterietechnologie

7. August 2010 Juliane Keine Kommentare

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) errichtet in Ulm ein neues Laborgebäude für die Entwicklung von Hochleistungsbatterien. Das ZSW Labor für Batterietechnologie, kurz „eLaB“, wird auf 6.600 Quadratmetern Platz für Technikumsanlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen Zellen und für Batteriesicherheitstests bieten. Damit entsteht ein einmaliges Dienstleistungszentrum für die im Aufbau befindliche Industrie für Fahrzeugbatterien. Derzeit sind fahrzeugtaugliche und kostengünstige Hochleistungsbatterien aber noch eine große Herausforderung. „Deutschland soll Leitmarkt für die Elektromobilität werden. Die Batterieforschung ist der Schlüssel dazu. Das ZSW in Ulm bringt allerbeste Voraussetzungen mit, unsere Ziele in die Tat umzusetzen“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. „Mit dem ZSW e-LaB entsteht eine außergewöhnliche Technologieplattform“, erklärt ZSW-Vorstand Professor Werner Tillmetz. „Die neue Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur schließt eine Lücke im Bereich der Sicherheitstests und der Produktionstechnologien für Batterien der nächsten Generation.“

VDMA: gemeinsame Anstrengungen für eMobilität

17. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung, fordert in der Wirtschaftszeitung Produktion, den heimischen Maschinenbau bei der Forschung zur eMobilität stärker einzubinden: “Beispielsweise BMBF-Verbundforschung ist geeignet, um ein Thema schnell nach vorne zu bringen.” Damit könne ein gezielter Ausbau der Produktionstechnologie für die eMobilität realisiert werden. Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) gibt der Forschungspolitik der Bundesregierung zur eMobilität aktuell keine guten Noten: “Deutschland ist derzeit in der besonders wichtigen Schlüsseltechnologie der Fahrzeugbatterien und auch im Bereich der fahrzeugbezogenen Leistungselektronik schlecht aufgestellt.” Die technische Entwicklung sei von Wissenschaft und Wirtschaft nicht korrekt eingeschätzt worden, teilt die EFI in ihrem Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands der Regierung mit: “Es sind große Anstrengungen erforderlich, um den Anschluss an die technisch führenden Nationen zu finden.” Rauen plädiert auch für einen starken Ausbau der industriellen Gemeinschaftsforschung bei der eMobilität. Denn in diesem Bereich besitze Deutschland heute bereits die zwei weltweit führenden Forschungseinrichtungen zu den Themen Verbrennungsmotor und Antriebstechnik, FVV und FVA, wo sich Automotive-Industrie und Maschinenbauer zusammenfinden. Ferner weist Rauen auf das Thema steuerliche Forschungsförderung hin: “Steuerliche Forschungsförderung versetzt die Unternehmen in der Breite in die Lage, Forschung zu tätigen. Das ist bei einem riesigen Transferthema wie der Elektromobilität nicht schlecht.”