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Artikel Tagged ‘Reichweite’

Höhere Reichweiten von Elektroautos

3. September 2015 Juliane Keine Kommentare

250, 350, 400 Kilometer – die deutlich höheren Reichweiten kommender Fahrzeuggenerationen verleihen der Elektromobilität einen wichtigen Impuls. Mussten die Vorgänger in der Regel nach 150 Kilometern an die Ladesäule, bieten die neuen Stromer deutlich alltagstauglichere Reichweiten, im Premium-Segment mit über 400 km sogar schon konkurrenzfähig zu den Verbrennern. Dazu Volker Blandow, Global Head of E-Mobility bei TÜV SÜD: „Die aktuellen Elektroautos waren nie für den Massenmarkt gedacht. Kaufgründe waren bisher eher Technikbegeisterung und bei vielen Kunden auch der Klimaschutzgedanke. Preis und Praxistauglichkeit standen in keinem günstigen Verhältnis, während sich die Autos der kommenden Generation in vielen Anwendungen erstmals rechnen.“ Zusammen mit der wachsenden Schnellladeinfrastruktur sind diese Fahrzeuge mit Zwischenladung dann für Tagesfahrleistungen von 500 Kilometern bereits gut geeignet. „Genau richtig für die Mobilitätsanforderungen vieler Flottenbetreiber und zunehmend auch für den Privatkunden“, unterstreicht Blandow.

Grundlage für die höheren Reichweiten ist der enorme technologische Fortschritt der Batteriesysteme. Mit seinem globalen Netzwerk an Batterietestzentren ist das BEM-Mitgliedsunternehmen TÜV SÜD maßgeblich an der Entwicklung der neuen Batterien beteiligt. Elektromobilität ist eines von vielen TÜV SÜD-Themen auf der diesjährigen IAA vom 17. bis 27. September in Frankfurt am Main. Ein Besuch in Halle 8 lohnt sich vor dem Hintergrund auf jeden Fall..!

Forscher der TH Deggendorf entwickeln Reichweiten-App

20. Februar 2015 Juliane Keine Kommentare

Forscher der Projektgruppe E-WALD der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), haben am 19. Februar 2015 das neue „ORM“ (Optimiertes Reichweitenmodell) für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Über eine speziell entwickelte App erhalten Nutzer von Elektrofahrzeugen künftig deutlich genauere Daten zur maximalen Reichweite ihres Fahrzeugs. Vor allem bei Erstnutzern von Elektrofahrzeugen ist die Verunsicherung groß. Bei vielen Elektrofahrzeugen unterschiedlicher Hersteller wird ihnen beim Fahrzeugstart zwar eine maximale Reichweite angezeigt, die aber von den Systemen bereits nach wenigen Fahrminuten beträchtlich nach unten korrigiert wird. Häufig müssen sie feststellen, dass das ursprünglich angepeilte Ziel nun doch nicht mit einer Batterieladung erreichbar ist. Der Grund liegt darin, dass bei marktüblichen Elektroautos nur der Energieverbrauch der letzten zurückgelegten Kilometer in die Reichweitenberechnung einfließt. Mit dem ORM haben die Mitglieder der E WALD Forschungsgruppe der THD ein System entwickelt, das vorausschauend arbeitet und die Reichweite eines Elektrofahrzeugs auf den Kilometer genau berechnen kann. Neben der exakten Anzeige der Reichweite hat das Modell einen weiteren großen Vorteil. Es wurde herstellerunabhängig entwickelt und könnte noch in diesem Jahr serienmäßig in ersten eFahrzeugmodellen eingesetzt werden.

Als Basis für das ORM-System haben die Forscher eine eigene App, die „InCar App“ entwickelt, die auf einem Tablet im eAuto läuft. Die Bildschirmdarstellung gleicht der von Navigationsgeräten. Darauf wird das Ergebnis der optimierten Reichweitenberechnungen in Form eines blauen Polygons, quasi einer zweidimensionalen Wolke rund um das Fahrzeug, dargestellt. Die Ränder der Wolke markieren die maximale Reichweite des Fahrzeugs. Genauso gut könnte die maximale Reichweite aber auch über eine Kilometeranzeige dargestellt werden. Zusätzlich werden die verfügbaren Ladesäulen und touristische Ziele im Aktionsradius angezeigt. Die Berechnung der Reichweite ist deshalb so genau möglich, weil deutlich größere Datenmengen in das empirischen Modell einfließen. So werden sowohl Geoinformationsdaten wie Topographie und Straßennetz, als auch Fahrzeugdaten wie der aktuelle Ladezustand der Batterie, die Außentemperatur und das Fahrverhalten des Fahrers berücksichtigt. Weitere Informationen zur Reichweite-App finden Sie hier.

Alltagstauglich, preisgünstig und sicher

22. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Ein attraktives Elektrofahrzeug zu einem erschwinglichem Preis, das Sicherheit und Komfort bietet und eine vernünftige Reichweite besitzt: dies war das Ziel des Visio.M-Projekts. Die beteiligten Forscher der Technischen Universität München (TUM), die das Fahrzeug zusammen mit Spezialisten aus der Industrie aufgebaut haben, stellen es nun im Rahmen der in München stattfindenden eCarTec der Öffentlichkeit vor.

Der Visio.M hat eine Reichweite von rund 160 Kilometern und bietet Platz für zwei Personen mit Gepäck. Mit nur 15 Kilowatt Motorleistung erreicht das Fahrzeug eine maximale Geschwindigkeit von 120 km/h. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einem Lithium-Ionen-Akku hinter den Sitzen, der aus Consumer-Zellen besteht und eine Kapazität von 13,5 kWh bereitstellt. Der Akku wiegt annähernd 85 kg und lässt sich in nur drei bis vier Stunden an einem 230 V-Anschluss aufladen. In seinen Gesamtkosten aus Anschaffung und Betrieb soll das Fahrzeug günstiger sein als ein vergleichbarer Benziner. Entscheidend für die hohe Energieeffizienz ist das geringe Gewicht. Die Fahrgastzelle besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, in Vorder-, Hinterwagen und Dachrahmen kommt Aluminium zum Einsatz. Alle Scheiben bestehen aus Polycarbonat. Dieses Material ist nur halb so schwer wie Glas, dank einer speziellen Beschichtung aber ebenso kratz- und witterungsbeständig. Auch bei Fahrwerk, Lenkung und Getriebe sparten die Forscher mit speziellen Leichtbaukonstruktionen Gewicht ein. Ohne Batterie wiegt der Visio.M damit nur 450 Kilogramm. Weitere Informationen rund um das Elektrofahrzeug finden Sie hier.

Die Reichweite und das eBike

2. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

„Und wie weit komme ich damit?“, ist eine der wohl häufigsten Fragen von eBike-Novizen. Mit modernen leistungsfähigen Akkus mit Lithium-Ionen-Technologie können unter optimalen Bedingungen Reichweiten jenseits der 100-Kilometer-Marke erzielt werden. Doch solche Angaben sind relativ, denn die Bedingungen sind selten optimal und die Reichweite auch eine Frage des Fahrstils. Wie man dem Akku möglichst viele Kilometer entlockt und was eBiker sonst noch über die Reichweite wissen sollten, erklärt der pressedienst-fahrrad in zehn lesenswerten Tipps. Reinschauen lohnt sich..!

Elektrobus knackt die 200-Kilometer-Marke

28. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Firma Bozankaya GmbH aus Salzgitter zeigt, was im Bereich elektrischer Busse aktuelle möglich ist: Ihr Elektrobus “TCV Sileo” schafft mit vollgeladenen Akkumulatoren eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern. Ein für die meisten Städte durchaus alltagstauglicher Wert. Bei dem 10,7 Meter langen Sileo handelt es sich um eine türkisch-deutsche Koproduktion. Das Chassis wird vom Bozankaya-Tochterunternehmen TVC in der Türkei gefertigt. Der Elektroantrieb wird im deutschen Werk in Salzgitter nachgerüstet. Als Antrieb kommt die in Fachkreisen bekannte Elektro-Portalachse AVE 130 von ZF Friedrichshafen zum Einsatz. Diese wird von zwei wassergekühlten radnahen Asynchron-Elektromotoren gespeist. Von Außen ist der Sileo bis auf die fehlende Abgasanlage kaum von herkömmlichen Dieselbussen unterscheidbar. Die Hochvoltaggregate sowie die Lithium-Yttrium-Ionen-Akkus befinden sich auf dem Dach des Sileo. Der Motorraum ist für die benötigte Niedervolttechnik reserviert. Hier befinden sich Luftkompressor, Lenkhydraulik und Standheizung. Auch in Sachen Gewicht setzt der Sileo Maßstäbe. Mit 12 Tonnen Leergewicht ist er nahezu eine Tonne leichter als die meisten Busse vergleichbarer Größe. Weitere 400 Kilogramm sollen in den kommenden Evolutionsstufen eingespart werden. Das erhöht zusätzlich die Reichweite.

Zwar führte die Testfahrt im Rahmen des Praxisforum Elektromobilität lediglich über eine Distanz von 57,4 Kilometer durch den Saale-Holzland-Kreis, der vollbesetzte Sileo hatte danach allerdings noch eine verfügbare Restreichweite von 234,5 Kilometern. Möglich macht dies die sehr hohe Rekuperationsrate. Zirka 75 Prozent der abgerufenen kinetischen Energie wird in die Batterien zurückgespeist. Der Verbrauch liegt durchschnittlich bei 0,69 kWh. Das eigens von Bozankaya entwickelte Batterieladesystem SCL (Single-Cell-Loading) kommt hier zum Einsatz. Dabei wird jede der insgesamt 300 Lithium-Yttrium-Ionen-Zellen über das Batteriemanagementsystem überwacht und angesteuert. So wird sichergestellt, dass die Akku-Zellen nie zuviel Strom bekommen und somit auch nicht überhitzen können, eine Batteriekühlung ist damit am Sileo überflüssig. Die in Reihe geschalteten Akkumulatoren können insgesamt 270 kWh an Energie speichern, wovon 200 kWh nutzbar sind.

Vergrößerte Reichweite von Elektrofahrzeugen

7. März 2014 Juliane Keine Kommentare

Am Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe wird an der Entwicklung eines prädiktiven – also vorhersehbaren – und miteinander verbundenen Energie- und Routenmanagements für Elektrofahrzeuge gearbeitet. Ziel dieser Forschungstätigkeit ist es, die energetisch passende Route zu finden und gleichzeitig Nebenverbraucher in Fahrzeugen, wie zum Beispiel Klimaanlage und Infotainment so zu regeln, dass die optimale Route ausgewählt und das Fahrtziel letztendlich sicher erreicht wird. Die Lösung beinhaltet die optimale Verbindung von Energiemanagement und Navigation.

Die Gesamtfahrstrecke wird hierfür im Vorfeld – und auch permanent während der Fahrt – analysiert, um ständig die Restenergie mit der noch notwendigen Energie zu vergleichen und gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können. Parameter wie z. B. präferierte Strecken, aktuelle Verkehrslage, Fahrzeugzuladung, aber auch Straßenverhältnisse und Höhenunterschiede müssen – ebenso wie das Fahrverhalten des Fahrers – bei dieser Berechnung mit einbezogen werden. Wenn der Energiebedarf für die Reststrecke annähernd so hoch oder höher ist als die aktuell vorhandene Restenergie, wird ein „Maßnahmen-Set“, bestehend aus der Regelung von Nebenverbrauchern, Hinweisen an den Fahrer über ressourcenschonende Fahrweisen und alternative Ausweisung von Routenoptionen eingeleitet, um ein Erreichen des Ziels zu gewährleisten.

Programm OpEneR zur Reichweitenoptimierung

15. November 2013 Juliane Keine Kommentare

Bosch und PSA Peugeot Citroën arbeiten im Forschungsprogramm “Optimal Energy Consumption and Recovery”, kurz OpEneR, gemeinsam mit AVL List, dem Forschungszentrum Karlsruhe und dem spanischen Centro Tecnologico de Automocion de Galicia daran, die Reichweite und Sicherheit von Hybrid- und Elektrofahrzeugen zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts haben sie zwei Technologien entwickelt, die in Zukunft für alle Antriebsarten zur Verfügung stehen sollen. Navigationsdaten für vorausschauendes Fahren und 15 Prozent weniger Energieverbrauch sowie Kamera und Radarsensoren, die Fahrzeugsicherheit und Komfort optimieren sollen. Weitere Informationen dazu können Sie hier nachlesen.

Hohe Reichweite für Elektroautos

16. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos mit Brennstoffzellen bieten eine größere Reichweite als batterieelektrische Autos. Damit sie zu einem Bestandteil künftiger Mobilität werden, ist der Aufbau einer starken Brennstoffzellen-Zulieferindustrie erforderlich. Dafür hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) nun eine wichtige Voraussetzung geschaffen: Ein neues Werkzeug, das “Auto-Stack-Tool”, zum Entwickeln und Qualifizieren von Brennstoffzellen.

Das neue Auto-Stack-Tool ist eine herstellerunabhängige Plattform für die Automobil- und Zulieferindustrie. Erstmals gibt es damit ein flexibles Entwicklungs- und Qualifikationswerkzeug, das die Industrialisierung von automobiltauglichen Brennstoffzellen hierzulande unterstützt. Kernelement des Auto-Stack-Tools ist eine 300 Quadratzentimeter große Einzelzelle in sehr kompakter Bauform. Die Zelldicke beträgt nur 2,6 Millimeter. Die Zellkonstruktion erlaubt die Adaption an die neuen, fortschrittlichen Zellkomponenten. Durch das flexible Montagekonzept ist es möglich, mehrere Zellen schnell zu einem Stack aufzubauen. Mit dem dazugehörenden Prüfstand am Institut können die Neuentwicklungen unter realitätsnahen Bedingungen, die für Fahrzeugantriebe typisch sind, charakterisiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Tesla erwartet 2016 Absatz von 200.000 eAutos

29. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen Tesla rechnet damit, schon in drei bis vier Jahren jährlich rund 200.000 Elektroautos produzieren und absetzen zu können. Das kündigte Tesla-Chef Elon Musk gegenüber der Zeitschrift auto motor und sport an. Derzeit befinde sich Tesla im Übergang zur dritten Wachstumsphase, bei der die Preise deutlich sinken und die Absatzzahlen stark steigen sollen. Phase 3 erreiche Tesla “schätzungsweise in drei bis vier Jahren. Wir reden dann von 200.000 Autos pro Jahr anstatt von 20.000 Einheiten”.

Neben den sinkenden Preisen sprächen auch die wachsenden Reichweiten für den Durchbruch der Elektroautos, so Musk. “Wenn wir von einer Reichweite von 300 bis 350 Kilometer pro Auto ausgehen – der Tesla Model S schafft rund 400 – dann brauchen wir in einem Land wie Deutschland gar nicht so viele Lade-Stationen, wie stets angenommen wird.”

Opel koordiniert TopBat-Forschungsprojekt

17. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos und Reichweite sind bisher Begriffe, die man eher weniger in einem Atemzug benutzt. Ein Grund dafür ist die Effizienz von Fahrzeugbatterien. Daher wird die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie für kommende Generationen von Fahrzeugen mit alternativen Antriebskonzepten eine zentrale Rolle spielen. So können neuartige Konzepte für Batteriemodule sowie deren zugehörige Thermalsysteme Elektrofahrzeuge noch effizienter und kostengünstiger gestalten. Aus diesen Gründen wurde jetzt das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt TopBat gestartet. TopBat steht für „Temperaturoptimierte Batteriemodule mit instrumentierten Zellen“. An der Forschung beteiligen sich das BEM-Mitgliedsunternehmen Opel als Projektkoordinator, die Fraunhofer Institute für Siliziumtechnologie (ISIT) und für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) sowie die SGL Group.

Dr. Ralph Stenger, Direktor der Vorausentwicklung bei Opel, zu den Projektinhalten: „Temperatur-optimierte Batteriemodule sind Schlüsseltechnologien der Elektromobilität. Daher stehen bei TopBat die thermischen Aspekte eines Batteriesystems im Mittelpunkt. Opel und General Motors verfügen hier dank des Opel Ampera bereits über hervorragende Markterfahrung auf diesem Gebiet. Im Rahmen des Forschungsauftrags untersuchen wir folgerichtig neuartige Konzepte für Batteriemodule sowie das zugehörige Thermalsystem.“ Weitere Informationen rund um TopBat finden Sie hier.