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Artikel Tagged ‘Rohstoff’

Hanfkarosserie für eAuto

30. August 2010 Juliane Keine Kommentare

Das kanadische Unternehmen Motive Industries entwickelt eine Karosserie aus Hanf für das hauseigene Elektroauto. Das Hanf-Elektroauto soll bereits bei der VE Conference and Trade Show 2010 in Vancouver präsentiert werden. Gemeinsam mit TM4 Elektrodynamik Systems will Motive Industries jetzt damit den Automarkt revolutionieren. Hanfkarosserien sind extrem leicht aber trotzdem stabil und könnten auch in Rennautos zum Einsatz kommen. Der große Vorteil im Vergleich zu Carbon ist, dass Hanf ein schnell nachwachsender Rohstoff ist und in seiner Verarbeitung keine Chemikalien benötigt. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Hanfauto durchsetzen wird.

BDI: Rohstofflücke u.a. bei Elektroautos

31. August 2009 klaus Keine Kommentare

Da Deutschland bei Kupfer, Zink und Lithium sowie Schrott eine “Rohstofflücke” drohe, sieht der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Innovation und Tausende Arbeitsplätze bedroht. “Wir steuern geradewegs auf eine Rohstofflücke zu”, warnte Ulrich Grillo, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik, unlängst in Berlin. Der Chef der Duisburger Grillo-Werke sieht dadurch den wirtschaftlichen Aufschwung und Arbeitsplätze bedroht. Er verdeutlichte seine Befürchtungen am Beispiel Elektroautos. Diese brauchten wesentlich mehr Metalle als derzeitige Fahrzeuge, so steige etwa der Kupferanteil in einem Pkw von heute 25 kg auf 65 kg. Zusätzlich erfordere eine durchschnittliche Lithium-Ionen-Batterie 50 kg Aluminium, 40 kg Kupfer, 10 kg Zink und seltene Erden und Metalle wie Lanthan oder Neodym. Laut Grillo lagere beispielsweise knapp die Hälfte der weltweit bekannten Lithiumreserven in einem bolivianischen Vorkommen. Laut Lorenz Erdmann, Experte für seltene Metalle beim Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) wird speziell Neodym im Jahr 2030 voraussichtlich 3,8 Mal stärker nachgefragt werden, als die Minenproduktion heute hergibt.

Der BDI fordert von der nächsten Bundesregierung eine ganzheitliche, von allen Ressorts getragene, internationale Rohstoffstrategie. Zudem sieht der Verband auch Handlungsbedarf auf nationaler Ebene. In einem Zehn-Punkte-Plan fordert der Industrieverband deshalb, heimische Lagerstätten zugunsten der Rohstoffsicherheit zu öffnen. Und nicht zuletzt müsste Deutschland dafür Sorge tragen, dass auch der Metallschrott im Lande bleibt.
via VDI nachrichten

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Rohstoffe – Die Lithium-Abhängigkeit

28. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Neben den Umweltvorteilen der elektischen Möbilität gib es noch ein anderes Ziel. Mit dieser Technologie soll auch die Abhängigkeit des Westens vom Öl reduziert werden. Es deutet sich aber bereits jetzt an, dass mit Lithium-Ionen Batterien die westlichen Industrienationen wieder in eine Abhängigkeit geraten und sich auf ausländische Lieferanten zu verlassen haben, stellt Jason Kirby in seinem Artikel fest. Neben China sind Chile und Argentinien zur Zeit die Hauptquellen des Minerals. Die größte unentwickelte Lithiumablagerung der Welt liegt allerdings in Bolivien. Und das südamerikanische Land hat bereits angezeigt, dass es keine ausländischen Gesellschaften an seine Reserven lassen wird. Ein Problem besonders für die USA. Bolivien hat kürzlich erst den US-Botschafter ausgewiesen. In einem Kongressbericht warnten Regierungsverantwortliche das, die Vereinigten Staaten von einer Abhängigkeit in eine neue Abhängigkeit geraten könnten.

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Forschungsprojekt – Optimierte Performance für E-Antriebe

14. Juli 2009 klaus Keine Kommentare

Elektro-, aber auch Hybridautos können durch die Optimierung von Magneten wirtschaftlich konkurrenzfähiger werden – das zeigt jetzt ein Forschungsprojekt der Fachhochschule St. Pölten. Darin werden die ideale und somit rohstoffschonende Zusammensetzung und Struktur von Hochleistungsdauermagneten erforscht, die in Autos eingesetzt werden. Denn erst eine gezielte Verringerung bestimmter Seltenerden wird laut der FH Hybrid- und Elektromotoren wirtschaftlich konkurrenzfähig machen.

Genau das soll das Forschungsprojekt “Green Cars” des Studiengangs Communications & Simulation Engineering der FH unter der Leitung von Prof. Thomas Schrefl nun ermöglichen. Computersimulationen werden eingesetzt, um zu erforschen wie sich die chemische Zusammensetzung und Struktur des Magneten auf dessen Leistung auswirkt. Dadurch soll schließlich herausgefunden werden, wie das magnetische Material so optimiert werden kann, dass es weniger teure und seltene Rohstoffe benötigt, aber dennoch höchste Leistung bringt.

Insgesamt enthält ein Elektro- oder Hybridantrieb ca. zwei Kilo magnetisches Material. Die Grundlage bilden derzeit Neodym-Eisen-Bohr Magnete, die im Vergleich zu herkömmlichen Magneten eine weit geringere Masse haben, aber dieselbe Leistung erbringen. Damit die magnetischen Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen – wie sie in einem Auto auftreten – gewährleistet sind, wird das Seltenerde-Element Neodym zum Teil durch das Seltenerde-Element Dysprosium ersetzt. Denn dadurch wird das so genannte Koerzitivfeld des Magneten – das die Stabilität gegenüber einer Entmagnetisierung beschreibt – erhöht. Daraus ergibt sich jedoch ein akutes Problem, wie Prof. Schrefl erklärt: “Der Dysporsium-Anteil im Erz liegt im Verhältnis zu Neodym bei weniger als zehn Prozent. Die derzeitigen Hochleistungsmagnete für Hybrid- oder Elektroautos enthalten aber einen Dyprosium-Anteil von bis zu 30 Prozent. Dadurch ergibt sich langfristig ein Rohstoffproblem – vor allem in Hinblick darauf, dass in wenigen Jahren alle neu ausgelieferten Autos einen Hybrid- oder Elektroantrieb besitzen werden.”
zur FH Pölten