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Artikel Tagged ‘RWTH’

Offene Forschungsplattform E|Mobility

26. März 2013 Juliane Keine Kommentare

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben jetzt gemeinsam die offene Forschungsplattform E|Mobility gegründet, die auf dem in Aachen entwickelten Elektrofahrzeug Streetscooter basiert. Der Vorteil: Sie ermöglicht den uneingeschränkten Zugriff auf ein reales Fahrzeugkonzept mit allen relevanten Informationen und Schnittstellen und ist so gestaltet, dass im Sinne eines Open-Innovation-Ansatzes alle erdenklichen Fragestellungen zum Thema Elektromobilität erforscht werden können. Sie soll künftig auch weiteren Partnern aus Wissenschaft und Industrie offenstehen und erstmals am 12. Juni 2013 auf dem 1. Elektromobilproduktionstag in Aachen vorgestellt werden.

Im Rahmen der Plattform E|Mobility können die Partner für ihre Forschung auf den kompletten Baukasten des Streetscooter zugreifen – einschließlich aller Komponenten sowie der darauf angepassten Produktionsprozesse und -systeme. Die Geschäftsstelle für Elektromobilität (GSE) der RWTH Aachen konzentriert sich dabei auf Fragestellungen der Produktion von Gesamtfahrzeugen und die Forschung am Energiespeicher. Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der FAU fokussiert sich auf die Fertigung des elektrischen Antriebsstrangs. Weitere Informationen rund um die Plattform finden Sie hier.

Stadtwerke setzen auf eMobilität

24. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Stadtwerke sind für wichtige Impulse im Bereich der Elektromobilität zuständig: von der Ladestation, über die Erzeugung Erneuerbarer Energien bis hin zum Elektroauto selbst. “Elektromobilität ist ein wichtiges Zukunftsthema für Deutschland und die Stadtwerke spielen für eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Überall zeigt sich, dass Stadtwerke innovative Wege beschreiten und zum Einsatz bringen – zu Gunsten der Kommune, der Wirtschaft und der Bürger”, erklärte Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft und der con|energy ag. Den Kooperationspartnern ist es gelungen über 20 Millionen Euro Bundesmittel zur Förderung der Elektromobilität in Aachen zu aquirieren. Dabei spielte der Innovationsstandort Aachen mit der Exzellenzuniversität RWTH und innovativen Unternehmen wie der FEV Motorentechnik eine wichtige Rolle. “Im Rahmen dieser Projekte haben wir bereits im Frühjahr 2009 begonnen, eine kommunale Ladeinfrastruktur aufzubauen, ein Fahrstromprodukt mit hundertprozentigem Ökostrom eingeführt und in einem Feldversuch mit der RWTH Elektroroller in größerer Anzahl auf die Straße gebracht. Jetzt folgt der nächste entscheidende Schritt: die Einführung von Autos”, skizzierte Dr. Christian Becker, Vorstandsmitglied der Aachener Stadtwerke, die Aktivitäten. Ziel sei es aber auch, die Projekte bundesweit zu etablieren. In diesem Sinne setzen die Aachener auf Kooperationen. Gemeinsam mit der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) und anderen Partnern wollen sie das “Ladenetz – mein Stadtwerkeverbund” aufbauen. Es soll Stadtwerken einen schnellen und einfachen Einstieg ins Geschäftsfeld eMobilität ermöglichen und den Aufbau einer bundesweiten kommunalen Ladeinfrastruktur vorantreiben. “Elektromobilität muss vor Ort erprobt werden, gemeinsam mit den Kommunen und den Automobilherstellern. Stadtwerke sind hier die idealen Partner. Das kann man nicht zuletzt an der ständig steigenden Zahl elektromobiler Stadtwerke-Projekte ablesen”, erklärte Reck abschließend.

RWTH Aachen entwickelt günstige eMobil-Familie

18. August 2009 klaus Keine Kommentare

Die RWTH Aachen stellte heute im Rahmen einer Gesamtfahrzeugentwicklung ihr Elektrofahrzeugkonzept mit dem Arbeitstitel StreetScooter vor. Entstehen soll daraus eine kostengünstige Elektrofahrzeugfamilie für den städtischen Verkehr, die als modulares Baukastensystem aufgebaut ist. Kernziel ist die Schaffung eines serientauglichen Fahrzeuges bei geringstmöglichen Herstellkosten, um die Vorteile von eMobilen einer breiten Masse zugänglich zu machen. Durch eine Forschungs- und Entwicklungsallianz mit der Industrie sollen erste Prototypen im Jahr 2011 für die Fahrzeuggesamttests zur Verfügung stehen, die Produktion einer Kleinserie ist für 2012 geplant. Durch den angesteuerten Endverkaufspreis von ab 5.000 Euro (exkl. Batterie!) bei Großserienproduktion bedarf es zur Entwicklung der modularen und skalierbaren Elektrofahrzeugfamilie großer Veränderungen in der Fahrzeugentwicklung, der Produktion sowie im Vertriebskonzept.

aachenDie Fahrzeugfamilie soll aus einem zweisitzigen “Compact”, einem viersitzigen “Friends”, den Kleintransportern “Pickup” (offene Ladefläche) und “Work” (geschlossene Ladefläche) plus einer “Cabrio“- sowie “Coupé“-Variante bestehen.

Der interdisziplinäre Entwicklerverbund, angeführt durch das Institut für Kraftfahrzeuge (ika), das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) sowie die Institute für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) und für Elektrische Maschinen (IEM), verbindet Forschungsdisziplinen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, der Betriebswirtschaft
und der Informatik.

Gesamtkonzept – ePerformance mit Audi

21. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit 22 Mio. Euro ein Projekt, bei dem unter Führung der Audi AG Partner aus Industrie, Universitäten und Forschungsinstituten in den kommenden Jahren ein komplett neuartiges Systemkonzept für ein leistungsfähiges Elektroauto entwickelt werden soll. Neben Audi beteiligen sich die Robert Bosch GmbH und die RWTH Aachen an dem sogenannten “ePerformance”-Projekt. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden ist mit seinen Forschungsarbeiten zu funktionsintegrativen Leichtbaustrukturen ebenfalls beteiligt. Der funktionsintegrative Systemleichtbau in Mischbauweise, gehört zu den wesentlichen Innovationstreibern von zukunftsfähigen Produkten. Auch am Projekt beteiligt, die Technische Universität Ilmenau. Das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik wird zielgerichtet am Thema “Bremssysteme der Zukunft” arbeiten. Als Auftragnehmer der Audi Electronics in das Projekt eingebunden ist das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern, das im Verbund ein innovatives Sicherheitskonzept im Auto der Zukunft mitentwickelt. Bundesforschungsministerin Annette Schavan: “Wenn wir im internationalen Wettbewerb bestehen wollen, müssen wir nicht nur neue leistungsstarke Batterien entwickeln. Es geht darum, über Autos, Mobilität und Infrastruktur insgesamt neu nachzudenken. Wir brauchen neue Gesamtkonzepte – das Verbundvorhaben von Audi geht in die richtige Richtung”.