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Artikel Tagged ‘Schnellladen’

Projekt Slam geht in die nächste Ausbaustufe

21. Juli 2015 Juliane Keine Kommentare

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungskonsortium SLAM („Schnellladenetz für Achsen und Metropolen”) nimmt die nächste Ausbaustufe der Elektromobilität in Angriff: Die Partner haben sich darauf verständigt, die Dimension von SLAM auszuweiten und die entsprechenden Zuschussbedingungen mit sofortiger Wirkung anzupassen. So soll es zukünftig an wichtigen Knotenpunkten im deutschen Straßennetz möglich sein, Plug-in Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit bis zu 150 kW Leistung aufzuladen. Das entspricht der dreifachen Leistung heutiger DC-Schnellladestationen, verkürzt die Ladedauer entsprechend auf ein Drittel üblicher Ladezeiten und gestaltet dadurch längere Reisen in Elektrofahrzeugen komfortabler.

Die Definition der Verkehrsknotenpunkte („Hot Spots”) erfolgt durch Standort-Potenzialprüfungen der am Projekt beteiligten Universitäten. Private Investoren könnten damit schon heute ihre Ladestationen so vorbereiten, dass eine nachträgliche Aufrüstung von 50 auf 150 kW Ladeleistung problemlos und kosteneffizient möglich ist. In zwei Jahren sollen die ersten Hochleistungs-Schnellladestationen in Betrieb gehen und in der Folgezeit für wissenschaftliche Untersuchungen und als Erprobungsmodell für die beteiligten Automobilhersteller genutzt werden. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Schnellladen für Autos mit Gleich- und Wechselstrom

25. Oktober 2011 Juliane Keine Kommentare

Mit einem flexiblen Schnellladesystem können Elektroautos künftig über dieselbe Fahrzeugladedose nach Bedarf mit Gleichstrom (DC) oder Wechselstrom (AC) geladen werden. Diese benutzerfreundliche Ladelösung hat Siemens im Projekt „Modellregion Elektromobilität München – Drive eCharged“ mit BMW entwickelt. Ziel der Partner ist es, das Konzept zu einem internationalen Standard zu machen. Verwendet wird bei diesem System der für AC-Laden genormte Stecker, der zusätzlich um das DC-Laden erweitert wurde. Ein genauso für AC- wie für DC-Laden geeignetes Elektroauto braucht dazu bisher zwei unterschiedliche Ladedosen. Jetzt stellten die Projektpartner den Prototypen des Ladesystems im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München vor. Da sich der notwendige Stromrichter im Gegensatz zum AC-Laden nicht mehr im Fahrzeug befindet, sondern in der Ladestation werden die Fahrzeuge leichter. Außerdem wurde die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation für AC- und DC-Laden vereinheitlicht, sodass zukünftig auch Zusatzfunktionen wie Smart Charging oder bidirektionales Laden für beide Lösungen unterstützt werden können. Mittelfristig soll das DC-System ein Nachladen von 100 Kilometern Reichweite in nur 15 Minuten anbieten.