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Artikel Tagged ‘Schnellladesäulen’

Schnellladesäulen entlang der A9 im Test

13. November 2014 Juliane Keine Kommentare

Zwei Redakteure des ARD Magazins plusminus haben sich im Nissan Leaf auf den Weg von München nach Leipzig gemacht. Ohne Multicharger entlang der A9 problematisch. In Ingolstadt trafen sie auf BEM-Präsident Kurt Sigl, der ebenfalls wenig begeistert von der Diskriminierung durch das SLAM-Projekt ist. Den vollständigen Beitrag können Sie sich hier anschauen.

“Ein diskriminierungsfreier Zugang – d.h. zugänglich für alle aktuell auf dem Markt befindlichen Elektrofahrzeuge – zu öffentlichen Schnell-Ladepunkten muss gewährleistet werden. Dies ist z.B. mittels sogenannter Multicharger, die sowohl CCS-, CHAdeMO- und Typ2-Ladung ermöglichen, bereits heute technisch möglich. Stattdessen werden aber im vom BMWi geförderten Projekt »SLAM – Schnellladenetz für Achsen und Metropolen« – Nutzer von Fahrzeugen mit CHAdeMO-Stecker bewusst ausgeschlossen”, erklärt Sigl und ergänzt: “In Europa benötigen aber zurzeit etwa zwei Drittel der schnellladefähigen Elektrofahrzeuge den CHAdeMO-Standard. Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, gerade diejenigen Autofahrer zu benachteiligen, die sich bereits sehr frühzeitig ein Elektrofahrzeug angeschafft haben, das über den CHAdeMO-Standard schnellgeladen werden muss – in gutem Glauben, dass diese Fahrzeuge zukunftsfähig sind. Eine Diskriminierung von Fahrzeugen mit CHAdeMO-Stecker könnte auch zu einer Verunsicherung potentieller Käufer von Elektrofahrzeugen führen, das Vertrauen der Bürger in die Elektromobilität insgesamt beschädigen und damit den Marktdurchbruch behindern.”

Unser Tipp für die ARD-Redakteure: Es ist bereits heute problemlos möglich, mit dem Elektroauto von München bis nach Leipzig zu fahren. Probiert es doch das nächste Mal mit einem Model S unseres Mitglieds Tesla – damit fahrt ihr mit einer kurzen Zwischenladung in Münchberg am Tesla Supercharger ohne Einschränkungen elektrisch ans Ziel.

Tesla Supercharger-Netzwerk wächst

15. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Mit der Eröffnung des 6. und 7. Tesla-Superchargers in Deutschland ist jetzt das möglich, was noch vor wenigen Monaten viele für unmöglich hielten: kostenlos elektrisch vom Norden in den Süden Deutschlands zu fahren. Die beiden neuesten Standorte befinden sich auf dem Euro-Rastpark Hohenwarsleben an der A2 sowie in Münchberg an der A9. Damit werden Strecken wie Berlin – Hannover oder Nürnberg – Leipzig problemlos im Tesla machbar. Bei 7 Superchargern soll es aber nicht bleiben; bis Ende des Jahres möchte das BEM-Mitgliedsunternehmen Tesla Motors seinen Kunden die Möglichkeit bieten, kostenlos entlang der Supercharger quer durch Europa zu fahren. Weitere Informationen zu den Superchargern und bereits abgedeckten Strecken finden Sie hier.

Förderprojekt diskriminiert viele eAuto-Fahrer

15. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Die meisten Elektrofahrzeuge, die in Deutschland und auch Europa aktuell gefahren werden, können nur über den sogenannten CHAdeMO-Standard mit Gleichstrom schnell geladen werden. Dies sind in Deutschland zurzeit ca. 4.000 und europaweit ca. 35.000 Elektrofahrzeuge. Den europäischen „Combined Charging Standard“ (CCS) unterstützen aktuell bisher europaweit lediglich ca. 7 Prozent, den CHAdeMO-Standard jedoch rund 66 Prozent der schnellladefähigen Elektrofahrzeuge.

In einer aktuellen Pressemeldung erklärt VDIK-Präsident Volker Lange dazu: „Das mit Steuergeldern geförderte Projekt mit 8 neuen Schnellladestationen entlang der A9, die ausschließlich den CCS-Standard unterstützen, stellt eine unglaubliche Diskriminierung der Autofahrer dar, die sich bereits sehr frühzeitig ein Elektrofahrzeug angeschafft haben, das über den CHAdeMO-Standard schnellgeladen werden muss. Diese Autofahrer sind mit hohem Anteil deutsche Steuerzahler. Auch aus wirtschaftlichen Gründen sind die staatlichen Fördermittel nicht sinnvoll eingesetzt, da sich für die Schnellladesäulen an der A9 aufgrund kaum vorhandener kompatibler Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren kein tragfähiges Geschäftsmodell ergeben wird. Andere Staaten, bei denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich weiter fortgeschritten ist, beispielsweise Norwegen und die Niederlande, empfehlen in Puncto Schnellladeinfrastruktur sehr pragmatisch die mittlerweile in großer Zahl am Markt verfügbaren sogenannten Multicharger, die alle schnellladefähigen Elektrofahrzeuge entsprechend bedienen können. Dieser pragmatischer Ansatz sollte auch für Deutschland und für aus Steuermitteln finanzierte Projekte beispielgebend sein.“

Schaufensterprojekt zur Langstreckenmobilität startet

4. April 2013 Juliane Keine Kommentare

Nachdem Ende Dezember die Förderbescheide des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zugestellt wurden, startet nun eines der ersten Projekte des Schaufensters Bayern Sachsen. Entlang der Autobahn A9 von München über Nürnberg nach Leipzig werden Gleichstromschnellladesäulen installiert, die es den Fahrern von Elektrofahrzeugen ermöglichen sollen, in kurzer Zeit ihr Fahrzeug aufzuladen. Das Projekt wird gemeinsam von Siemens, E.ON und BMW durchgeführt.

In einer ersten Projektphase werden die Ladesäulen aufgebaut und getestet. Dabei werden zunächst Vorserienfahrzeuge der BMW AG auf Erprobungsfahrten die Strecke nutzen und die Ladesäulen für Praxistests ansteuern. Ab Mitte Januar 2014 stehen die Schnelllader auch privaten Nutzern zur Verfügung. In der zweiten Projektphase bis Mitte Juni 2014 erfolgt die Anbindung der Infrastruktur an das Ladesäulenmanagement und an das E.ON Backend-System. In Phase 3, beginnend ab Mitte Juni 2014, läuft dann der Vollbetrieb des Systems einschließlich der exemplarischen Anbindung an den Marktplatz für Elektromobilitätsservices der Firma hubject. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.