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Artikel Tagged ‘Schweden’

Schweden setzen auf Elektromobilität im Busverkehr

19. Februar 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Stadt Umeå in Nordschweden setzt verstärkt auf Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, acht moderne vollelektrische Niederflurbusse zu bestellen. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als sieben Millionen Euro. Auftragnehmer ist die schwedische Firma Hybricon Bus Systems AB; das Antriebssystem kommt vom deutschen Elektromotorenbauer Ziehl-Abegg.

Ein 12-Meter-Stadtbus (HAW 12 LE) mit dem Radnabenantrieb ZAwheel des BEM-Mitgliedsunternehmens Ziehl-Abegg fährt seit 2012 in Umeå zwischen Innenstadt und Flughafen. Die Betriebszeit beträgt täglich 18 Stunden. Die Universitätsstadt testete in zweierlei Hinsicht: Hält der von Hybricon für die Kälte optimierte elektrische Stadtbus, was der Systemanbieter verspricht? Bewährt sich der neuartige, getriebelose Antrieb ZAwheel unter den erschwerten Temperaturbedingungen im Feldversuch? – „Die Bestellung von acht Elektrobussen zeigt, dass wir eine sichere und verlässliche Lösung für Elektromobilität im Stadtbusverkehr entwickelt haben“, sagt Jonas Hansson, der Vorstandsvorsitzende von Hybricon. Peter Fenkl, der Vorstandschef von Ziehl-Abegg, fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass Hybricon mit unserem getriebelosen Radnabenantrieb ZAwheel in Schweden die Erfolgsgeschichte im öffentlichen Personennahverkehr fortschreiben kann.“

Volvo: Testflotte m. Elektro-C30

21. Dezember 2009 klaus Keine Kommentare

Volvo C30 BEVVolvo wird auf der Detroit Motor Show 2010 (11.-24. Januar) einen ausschließlich elektrisch angetriebenen Volvo C30 mit einer Reichweite von 150 Kilometern vorstellen. Zudem wird in Kürze eine Testflotte mit mindestens 50 Fahrzeugen produziert, die ab 2011 unter realistischen Bedingungen im Alltagsverkehr zum Einsatz kommen wird. Bereits im September präsentierte Volvo einen ersten fahrbereiten Prototypen. Das jetzt angekündigte Fahrzeug verfügt im Gegensatz zu diesem über ein komplettes Interieur, eine vollständige Instrumentierung sowie eine optimierte Batterie. Die Höchstgeschwindigkeit des Volvo C30 beträgt ca. 130 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h kann in 10,5 Sekunden erfolgen. Entwicklungspartner der Volvo Car Corporation ist der schwedische Energiekonzern Vattenfall. Das Unternehmen beteiligt sich auch an der Testphase und versorgt die Flotte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Finanziell unterstützt wird das Projekt zudem von der Schwedischen Energie Agentur, die dafür 150 Mio. Schwedischen Kronen (ca. 15 Mio. Euro) bereitstellt.

Zusammenarbeit: Batteriets för Sverige

17. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Die Magna Steyr, ein Unternehmensteil von Magna International, wird Lithium-Ionen Batteriesysteme für die schwedische Volvo Group produzieren. Die Volvo Group konzentriert sich seit 1999 ausschließlich auf Fahrzeuge, Maschinen und Ausrüstung für den Transport von Mensch und Material, sprich Nutzfahrzeuge. Die Batteriesysteme sollen jetzt in Volvo Bussen und LKW verschiedener Marken der Gruppe zur Anwendung kommen. Produktionsbeginn soll bereits im August 2009 am Magna Steyr Standort in Graz sein. Die Fahrzeuge werden dabei mit einem Parallelhybridsystem ausgestattet. Die Bremsenergie, die bei herkömmlichen Bus- und LKW-Fahrzeugen verloren geht, wird so genutzt, um die Batterie über einen Generator aufzuladen. Hybridfahrzeuge verbrauchen so deutlich weniger Kraftstoff, produzieren weniger Abgase und laufen leiser als Busse und LKW mit konventionellen Antriebssystemen. Dadurch sind diese Fahrzeuge besonders für den Stadtverkehr geeignet.

Grüne Wikinger – Volvo und Vattenfall

11. Juni 2009 frecker Keine Kommentare

Der Stromkonzern Vattenfall und die Volvo Car Corporation haben ein Joint Venture angekündigt. Ziel der beiden schwedischen Unternehmen sei es bis 2012 ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Quelle: Volvo

Quelle: Volvo


Die Technologie der Plug-in-Fahrzeuge stellt die nächste Entwicklungsstufe der Hybridantrieb dar, da die Lithium-Ionen-Akkus an einer 220-Volt-Steckdose geladen werden können. Im elektrischen Betrieb könnten so Reichweiten erzielt werden, die den Einsatz eines Benzin- oder eher Dieselmotors überflüssig werden lassen würden. Nicht nur die Ladebuchse unterscheidet ein Plug-In-Hybridauto von den gängigen Teilzeitstromern. Volvo will den an der Hinterachse montierten Elektromotor mit einem Dieselaggregat kombinieren. Diese Paarung gilt als sparsamste Lösung, ist aber auch die teuerste Variante. Geplant werden solche Diesel-Hybrid-Fahrzeug auch von den im PSA-Konzern vereinten Marken Peugeot und Citroën sowie von Mercedes-Benz. Bereits im Januar 2007 hatten die Volvo Car Corporation und Vattenfall ein Gemeinschaftsvorhaben mit dem Ziel gegründet, die Plug-in-Hybrid-Technologie zu testen und weiterzuentwickeln. So hat die Zusammenarbeit jetzt die nächste Stufe erreicht. Denn bislang favorisierte die Volvo Ethanol als alternativen Kraftstoff – und engagierte sich kaum bei elektrischer Mobilität.