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Artikel Tagged ‘Smart Grid’

eAutos als rollende Stromspeicher

10. Januar 2014 Juliane Keine Kommentare

Forschern der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) ist im Bereich Elektromobilität nach eigener Darstellung ein Entwicklungserfolg gelungen. Elektroautos können auch als “rollende Stromspeicher” genutzt werden. Zusammen mit Partnern konnte eine leistungsfähige Kommunikationsstruktur zwischen Leitstellen, der Ladeinfrastruktur und dem eFahrzeug entwickelt werden, teilte eine BTU-Sprecherin am 09. Januar 2013 mit. Somit können eAutos mit ihren Akkus in die Stromverteilnetze integriert und bei Überkapazitäten als Speicher genutzt werden. Bei einer Flaute kann dieser Strom abgerufen werden. Am 13. Januar will die BTU die neue Technologie in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen.

Seit 2010 arbeiten die am e-SolCar beteiligten Projektpartner, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Vattenfall und das BEM-Mitgliedsunternehmen German E-Cars Research&Development an technischen Lösungen, die das bidirektionale Laden ermöglichen. Dadurch wird nicht nur die Batterie des Elektroautos mit Energie aus dem Stromnetz geladen, sondern das eFahrzeug auch in die Lage versetzt, bei Bedarf Energie ins Stromnetz zurückzuspeisen.

Grundlagenschulung Lithium-Ionen Akkutechnologie

6. November 2013 Juliane Keine Kommentare

Als Partner der electrical energy storage 2013, die in diesem Jahr im Rahmen der productronica 2013 in München stattfindet, veranstaltet die batteryuniversity.eu am 14. November 2013 einen Anwendertag zum Thema mobile und stationäre Stromspeicher. Das Rahmenprogramm beinhaltet unter anderem eine halbtägige Schulung, auf der Interessenten von 9.30 bis 13.00 Uhr im Konferenzraum B41 in Halle B4 der Messe München die Grundlagen der Akku- und Ladetechniken sowie der Lithium-Ionen-Akkumulatoren im Speziellen vermittelt werden.

Von 14.00 bis 17.00 Uhr können sich Besucher in Halle B3 anschließend auf einem von der batteryuniversity.eu moderierten Expertenforum über hochkapazitive und langlebige Zellen für stationäre Stromspeicher, Hochvoltsysteme, Sicherheitsfragen und Schutzkonzepte, intelligente Speicherlösungen von Sonnenstrom, und das Thema Elektromobilität im Smart Grid – Energieeffizienz, Energiespeicher und Energiewende informieren. Die Anmeldung zur Schulung erfolgt ausschließlich über seminar@batteryuniversity.eu, die ermäßigte Teilnahmegebühr inklusive Eintrittskarte für die productronica 2013 beträgt 99 Euro zzgl. MwSt.

Forschungsprojekts iZEUS gestartet

3. Oktober 2013 Juliane Keine Kommentare

Mit der Übergabe eines speziell ausgerüsteten Opel Ampera an das Karlsruher Institut für Technologie ist in Stuttgart der Feldtest des Forschungsprojekts iZEUS (intelligent Zero Emission Urban System) gestartet worden. Gemeinsam mit den Partnern EnBW AG als Konsortialführer, ads-tec GmbH, Daimler AG, Fraunhofer Gesellschaft, KIT, PTV Group, SAP AG und TWT GmbH Science & Innovation, erforscht das BEM-Mitgliedsunternehmen Opel die nutzerfreundliche Integration von elektrischen Energienetzen und Verkehr in den beiden Themenfeldern Smart Traffic und Smart Grid.

Im iZeus Projekt verfügt der Ampera über ein speziell entworfenes Navigationssystem, das die effizienteste Strecke kalkuliert, basierend auf Straßenbedingungen, der Topographie, dem Wetter, der Temperatur der Batterie und der Leistung der Klimaanlage. „Der Opel Ampera ist das Flaggschiff für voll alltagstaugliches elektrisches Fahren“, erklärt Dr. Christian Kunstmann, Entwicklungschef für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs bei Opel. „Daher bieten wir unseren Kunden grüne Stromverträge für den Ampera an. Im iZEUS-Projekt gilt es, diese Erfahrung in möglichst einfache und kundenorientierte Abrechnungssysteme für das Laden einzubringen.“ Weiter Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier.

BMW sucht Elektrofahrzeug-Nutzer für Forschungsprojekt

29. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Wie können Elektrofahrzeuge zum Gelingen der Energiewende beitragen? Mit dieser Fragestellung setzt sich die BMW Group gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Industrie und Wissenschaft in einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Forschungsprojekt auseinander. In deutsche Stromnetze wird immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen eingespeist. Weil sich Wind und Sonne nicht nach dem aktuellen Strombedarf richten, liegen Energieangebot und Bedarf nicht immer auf gleichem Niveau. Auf der anderen Seite sollen bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren – eine immense Speicherkapazität. Dabei sind diese Fahrzeuge nur an einem Bruchteil des Tages tatsächlich unterwegs. Den Rest der Zeit sind sie abgestellt, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in der heimischen Garage.

Die Elektrofahrzeuge könnten deshalb durch ihre Speicherkapazität zu einem wichtigen zeitlich flexiblen Stromabnehmer werden. Im Projekt wird untersucht, wie der Ladevorgang so gestaltet werden kann, dass das Ladevolumen der Fahrzeuge flexibel als so genannte „Regelleistung“ zur Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden kann, ohne dass der Nutzer dadurch in seiner Mobilität eingeschränkt wird. Das Projekt geht auch der Frage nach, wie der potenzielle Beitrag von Elektrofahrzeugen in den Markt für Regelleistung technisch und wirtschaftlich eingebracht werden kann. Es klärt, welche Anreize gesetzt werden müssen, um möglichst viele Nutzer für ein solches Modell zu gewinnen. Denn je mehr Fahrzeuge gesteuert geladen werden können, desto mehr Flexibilität steht für das Netz zur Verfügung.

Für drei Projektphasen (ab Februar 2014, September 2014 bzw. März 2015) werden jeweils zehn Teilnehmer gesucht, die über einen Zeitraum von fünf Monaten einen BMW ActiveE in Verbindung mit der Beteiligung an dem modellhaften virtuellen Kraftwerk im Alltagsbetrieb nutzen. Für die dritte Phase sollen die Fahrzeuge räumlich konzentriert in einem Straßenzug oder einer Wohnanlage zum Einsatz kommen, um damit auch eine höhere Netzbelastung als „Smart Grid Stresstest“ darstellen zu können. Weitere Informationen zur Teilnahme und zum Forschungsprojekt finden Sie hier.

Wie eAutos das Stromnetz der Zukunft verbessern

26. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Wissenschaftler gehen davon aus, dass im Jahr 2050 etwa 27 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein werden. Wie viel Strom werden diese Autos und Lkws verbrauchen? Woher kommt dieser? Und welche Auswirkungen hat der Mehrverbrauch für Mobilität auf unseren Alltag? Das Fazit einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und seiner Partner fällt eindeutig pro Elektromobilität aus: Demnach verbrauchen all die prognostizierten 27 Millionen Elektrofahrzeuge mit 53,5 Terrawattstunden nur etwa 10 Prozent des deutschen Gesamtstroms und können – vor allem bei einem erwarteten hohen Anteil an Erneuerbarer Energie – die Effizienz der Stromerzeugung sogar noch erhöhen, das Stromnetz entlasten und zu deutlichen CO2-Einsparungen führen.

Trotz des höheren Stromverbrauchs würde laut der Studie der erhöhte Anteil von Elektrofahrzeugen die Umwelt entlasten. Denn Fahrzeuge mit Elektromotor sind um einiges effizienter als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Verglichen mit der Fahrzeugflotte des Jahres 2010 würde der gesamte Energieverbrauch durch den Individualverkehr bis zum Jahr 2050 sogar um zwei Drittel sinken. Sind die Elektrofahrzeuge ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energien unterwegs, würde der CO2-Ausstoß der Pkw-Flotte um satte 80 Prozent sinken. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

Vom Stromnetz ins Auto und zurück

16. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Im Forschungsprojekt e-SolCar testen Forscher der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) gemeinsam mit Siemens, Vattenfall und dem BEM-Mitgliedsunternehmen German E-Cars die Nutzung von Fahrzeugbatterien als Speicher im Stromnetz. Erstmals gelang es ihnen nun, den Ladevorgang von Elektrofahrzeugen sowie die Energierückspeisung aus der Fahrzeugbatterie ins Netz von einer Leitstelle zu steuern. Dies sei ein Durchbruch bei der Integration von Elektrofahrzeugen in die Stromverteilungsnetze und ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zum rollenden Energiespeicher. „Diese Ergebnisse sind sowohl für die BTU als auch für die Region Berlin-Brandenburg ein sehr schöner Erfolg, welcher das Profil der Universität in der Energieforschung stärkt und uns ein Stück näher an die Elektromobilität der Zukunft und die Nutzung von Elektrofahrzeugen als Energiespeicher bringt“, sagte Prof. Harald Schwarz, Direktor des Centrum für Energietechnologie Brandenburg (CEBra) und Leiter des Projektes.

Bei der Rückspeisung der Energie aus der Fahrzeugbatterie in das Stromnetz spielt die Kommunikation zwischen einem Leitsystem, der Ladeinfrastruktur und dem Elektrofahrzeug eine wesentliche Rolle. Nur dadurch ist es möglich, alle relevanten Ladeparameter kontinuierlich zu erfassen und vom Netzleitsystem aus die Be- und Entladung zentral zu steuern. Wichtig für eine breite Anwendung sei, dass diese Kommunikation über das bislang verwendete, genormte Steckersystem zwischen Ladesäule und Fahrzeug übertragen wird, betonen die Forscher. Ferner muss der Fahrzeugnutzer dem Leitsystem immer vorgeben, wann er sein Fahrzeug wieder vollgeladen nutzen will. Dadurch soll verhindert werden, dass das Leitsystem Fahrzeuge nicht nutzergerecht entlädt. Das „Vehicle to grid“-Prinzip soll nach der Erprobung in einem Versuchsfahrzeug in den nächsten Wochen auf den gesamten Elektro-Fahrzeugpool und die Ladesäuleninfrastruktur der BTU übertragen werden.

Elektroautos stabilisieren Stromnetze

12. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schaufenster on Tour“ wurde Ende August 2013 bei Vattenfall das Forschungsprojekt „Gesteuertes Laden 3.0“ vorgestellt, bei dem Teilnehmer fünf Monate lang BMW-Elektrofahrzeuge im Alltagsverkehr testen, um das Zusammenspiel der Fahrzeuge mit dem Energienetz zu erproben. „Elektrofahrzeuge können durch ihre Speicherkapazität für die Energieversorger zu einem wichtigen zeitlich flexiblen Stromabnehmer der Erneuerbaren Energien werden“, meint Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO. „Stromnetze werden stabilisiert, wenn Elektroautos Stromspitzen im Netz durch Ladevorgänge entlasten.“

Ulrich Frieser, Leiter Geschäftsentwicklung Elektromobilität bei Vattenfall, bestätigt die besondere Bedeutung der Elektromobilität für die Energieversorger: „Elektrofahrzeuge sind ein entscheidender Baustein im intelligenten Stromnetz der Zukunft. Integration und Stabilisierung sind hier die Stichworte. Das Forschungsprojekt eröffnet uns die Entwicklung spannender neuer Geschäftsfelder.“ Das Projekt „Gesteuertes Laden 3.0“ untersucht, wie Ladevorgänge so gestaltet werden können, dass der Energieversorger die Fahrzeugbatterien flexibel lädt, ohne den Nutzer einzuschränken. Es wird geprüft, welche Rückwirkungen ein solches Modell auf die Stromnetze hat und welche Anreize vom Netzbetreiber gesetzt werden müssen, um möglichst viele elektromobile Nutzer zu gewinnen.

AKASOL stattet eRUF mit Li-Ionen-Batteriesystem aus

9. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen AKASOL zeigt in Kooperation mit der zentralen Forschungsabteilung der Siemens AG auf der diesjährigen IAA in Frankfurt einen eRUF Elektro-Sportwagen. Bei diesem gemeinsamen Entwicklungsprojekt lieferte Siemens den Antriebsstrang und AKASOL das Lithium-Ionen-Batteriesystem. Das Besondere an diesem eRUF, der auf einem Porsche 911 basiert: Das Batteriesystem des Fahrzeugs wird über den Inverter aufgeladen. Dank dieses Verfahrens kann der Antriebsumrichter Strom direkt aus dem 400-Volt-Stromnetz laden, ohne dass ein Ladegerät zwischengeschaltet wird. Eine weitere Besonderheit ist die Bidirektionalität des Systems, die es dem Fahrzeug ermöglicht, auch Strom ins Netz abzugeben. Damit kann der Elektro-Sportwagen mit einer Anschlussleistung von 22 Kilowatt optimal in ein Smart Grid integriert werden.

Fachtagung zur Elektromobilität an der HAW Hamburg

21. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Elektromobilität gilt als emissionsfreie Antriebstechnologie mit vielversprechenden Zukunftsaussichten. Immer mehr Elektrofahrzeuge kommen auf den Markt, die Anzahl von Ladestationen wird erhöht. Doch ist die Anbindung vom Fahrzeug ans Stromnetz unkompliziert möglich? Welche Ansätze verfolgt die Metropolregion Hamburg für einen stärkeren Einsatz von Elektrofahrzeugen? Das Forschungs- und Transferzentrum “Applications of Life Sciences” der HAW Hamburg organisiert im Rahmen der Seminarreihe “Fuelling the Climate” am 05. September 2013 von 08.30 bis 14.00 Uhr in der Handelskammer Hamburg eine Fachtagung zu diesem Thema.

Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik widmen sich Themen wie der Integration von Elektromobilität in das Stromnetz Normungsfragen und Standards sowie Planungsansätzen für eine optimale, städtische Lade-Infrastruktur. Vorträge aus Forschungsprojekten und der Praxis ergänzen das Programm. Zum Abschluss werden in einer Diskussionsrunde die Potentiale der Metropolregion Hamburg für den flächendeckenden Einsatz von Elektromobilität erörtert. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind noch bis zum 26. August 2013 möglich. Das vollständige Programm und das Anmeldeformular finden Sie hier.

Mannheim will ein aktives Zeichen zur Energiewende setzen

7. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Noch fahren tagtäglich unzählige dieselbetriebene große und kleine Lastwagen in die Mannheimer City und in die vielen Gewerbegebiete der Stadt; sie liefern Material für Industriebetriebe, Nachschub für Möbelhäuser, Pakete für Privathaushalte – und produzieren dabei Lärm und Abgase. Das müsste nicht sein, findet Konrad Hummel, der Konversionsbeauftragte der Stadt Mannheim „Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht“, sagt er. Die Voraussetzungen dafür bieten gut 500 Hektar Fläche, die mit dem Abzug der US-Truppen gerade frei werden. Einen großen Teil des Areals möchte die Stadt nutzen, um technologische und ökologische Entwicklungen voranzubringen; beispielsweise durch mehr Elektromobilität, den Aufbau intelligenter Stromnetze in Wohnquartieren, die Ansiedlung neuer Technologiefirmen oder mit einem neuen Gewerbegebiet, das zugleich Lade- und Umladestation für Lieferanten sein soll, die die Innenstadt mit Elektrofahrzeugen ansteuern wollen. „Wir wollen einen Impuls geben für die Energiewende“, erklärt Hummel.

Noch aber fehlt es an Unterstützung durch die Hersteller: „Wir brauchen weitere Partner, wir senden einen Hilferuf an die Hersteller. Es fehlen nicht nur Taxis und Kleintransporter, wir brauchen auch eine bessere Steuerung- und Messtechnik beim Laden oder eine bessere Software zum Abrechnen. Vieles ist schon da – aber noch nicht als Massenprodukt oder noch zu teuer“, stellt Hummel fest. Mehr zu dem innovativen Projekt in Mannheim können Sie hier nachlesen.