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Artikel Tagged ‘Standard’

RWE wird Mitglied der Open Charge Alliance

18. Juli 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Open Charge Alliance (OCA) für Elektromobilität ist ein weltweites Konsortium führender öffentlicher und privater Organisationen und Unternehmen, das sich für offene Standards für den Betrieb von Ladeinfrastruktur einsetzt. Künftig können nun auch Ladestations-Betreiber, die das Open Charge Point Protocol (OCPP) nutzen, die IT-Lösungen von RWE verwenden. „Um möglichst vielen Fahrern von Elektroautos kostengünstige Ladelösungen zugänglich zu machen, sind offene, frei verfügbare Schnittstellen zwischen den verschiedenen IT-Systemen in der Ladeinfrastruktur-Kette grundlegend und wichtig“, sagt Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz. „Wir vermeiden Insellösungen einzelner Anbieter und verringern die Kosten für den Aufbau von Ladestationen sowie für die Daten-Management-Systeme. Zudem reduzieren wir die Betriebs- und Supportkosten.“

Für den Markt ist der RWE-Beitritt zum Konsortium ein wichtiges Signal: „Jedes Unternehmen, das offene Standards in der Elektromobilität fördert, ist bei uns willkommen“, sagt Onoph Caron, Vorsitzender des OCA Boards. Mit seinem großen Netz von rund 3.200 vernetzten Ladepunkten in unterschiedlichen Ländern sei RWE eine besonders wertvolle Verstärkung, um die standardisierten Protokolle weiter auszubauen und zu verbreiten. Das Protokoll bietet den Betreibern der Ladeinfrastruktur eine einheitliche Kommunikation zwischen unterschiedlichen IT-Systemen und wurde entwickelt, um Ladenetze für Elektrofahrzeuge miteinander kompatibel zu machen. Das Protokoll wird in 50 Ländern und an mehr als 10.000 Ladestationen genutzt.

Neue Generation von Wallboxen

27. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen MENNEKES hat sein Ladestationen-Systemprogramm um eine neue Generation an Wallboxen erweitert. Die AMTRON Wallboxen sind sowohl hinsichtlich der Technologie und Funktionalität als auch in Bezug auf das Design ihren Vorgängern überlegen. So sind die Wallboxen für den italienischen Markt etwa mit Ladesteckdose Typ 2 mit Shutter ausgestattet. Damit ist MENNEKES bislang der einzige Anbieter, der den erweiterten Berührungsschutz IP XXD gemäß aktueller Norm für Italien erfüllt. Die Shutter-Ausführung funktioniert mit Einhandbedienung, indem der Ladestecker Typ 2 vor die Steckdose geführt und um etwa 60 Grad nach links gedreht wird. Hierdurch öffnet der Shutter, und der Stecker kann vollständig gesteckt werden. Wenn die Ladung beendet ist, kann der Stecker einfach herausgezogen werden. Der Shutter schließt selbsttätig und verhindert das Berühren der Kontakte.

Passend zu den Leistungsstufen der Ladegeräte in den Fahrzeugen sind die Wallboxen mit einer Ladeleistung von 3,7 kW, 7,4 kW und 11 kW erhältlich. Ein optional integrierbarer Energiezähler informiert über die geladene Energie. Die Wallboxen wurden in erster Linie für die Montage an der Wand in Garage, Carport, Tiefgarage oder Parkhaus entwickelt. Damit sie auch auf Parkplätzen genutzt werden können, bietet MENNEKES als Zubehör passende Standsäulen und Wetterschutzdächer an.

Förderprojekt diskriminiert viele eAuto-Fahrer

15. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Die meisten Elektrofahrzeuge, die in Deutschland und auch Europa aktuell gefahren werden, können nur über den sogenannten CHAdeMO-Standard mit Gleichstrom schnell geladen werden. Dies sind in Deutschland zurzeit ca. 4.000 und europaweit ca. 35.000 Elektrofahrzeuge. Den europäischen „Combined Charging Standard“ (CCS) unterstützen aktuell bisher europaweit lediglich ca. 7 Prozent, den CHAdeMO-Standard jedoch rund 66 Prozent der schnellladefähigen Elektrofahrzeuge.

In einer aktuellen Pressemeldung erklärt VDIK-Präsident Volker Lange dazu: „Das mit Steuergeldern geförderte Projekt mit 8 neuen Schnellladestationen entlang der A9, die ausschließlich den CCS-Standard unterstützen, stellt eine unglaubliche Diskriminierung der Autofahrer dar, die sich bereits sehr frühzeitig ein Elektrofahrzeug angeschafft haben, das über den CHAdeMO-Standard schnellgeladen werden muss. Diese Autofahrer sind mit hohem Anteil deutsche Steuerzahler. Auch aus wirtschaftlichen Gründen sind die staatlichen Fördermittel nicht sinnvoll eingesetzt, da sich für die Schnellladesäulen an der A9 aufgrund kaum vorhandener kompatibler Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren kein tragfähiges Geschäftsmodell ergeben wird. Andere Staaten, bei denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich weiter fortgeschritten ist, beispielsweise Norwegen und die Niederlande, empfehlen in Puncto Schnellladeinfrastruktur sehr pragmatisch die mittlerweile in großer Zahl am Markt verfügbaren sogenannten Multicharger, die alle schnellladefähigen Elektrofahrzeuge entsprechend bedienen können. Dieser pragmatischer Ansatz sollte auch für Deutschland und für aus Steuermitteln finanzierte Projekte beispielgebend sein.“

EU-Parlament einigt sich auf Ladestecker-Standard

16. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Das EU-Parlament hat nun offiziell den Richtlinienvorschlag beschlossen, der den Mennekes-Stecker als europäischen Standard vorgibt. Bei dem gewählten Typ-2-Stecker handelt es sich um ein Modell für das Tanken von Wechselstrom, das in Deutschland bereits jetzt verwendet wird. Außerdem werden Multi-Standard-Lader für schnelles DC-Laden empfohlen. Bereits errichtete CHAdeMO-Ladepunkte sollen weiterhin nutzbar bleiben. Der Rat, in dem die 28 EU-Staaten vertreten sind, muss die Vorlage nun noch formal absegnen.

Ziel ist es, die Mobilität von Fahrern, die mit Elektroautos etwa in Grenzgebieten oder beim Urlaub im EU-Ausland unterwegs sind, zu verbessern. Der nun angenommene Gesetzentwurf enthält keine Vorgaben für den Aufbau der Stromtankstellen. Ursprünglich wollte die EU-Kommission jedem Land eine bestimmte Anzahl vorschreiben. Für Deutschland wären es 150.000 Ladestationen gewesen, für Österreich immerhin 12.000. Dieser Vorschlag scheiterte im Rat am Widerstand mehrerer EU-Staaten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Typ-2-Stecker hat sich durchgesetzt

12. Februar 2013 Juliane Keine Kommentare

Der einheitliche Ladestecker für Elektroautos in Europa ist da: Nach mehrjährigen Diskussionen hat die Europäische Kommission den Typ-2-Stecker als gemeinsamen Ladestecker festgelegt. Für Deutschlands Automobilindustrie bedeutet der einheitliche Einsatz des Steckverbinders Typ 2 den Durchbruch. Hierzulande kommt er bereits zum Einsatz. Damit er nun auch unter der Berücksichtigung der Rechts- und Normenlagen in Europa und speziell in Frankreich und Italien eingeführt wird, haben die VDE|DKE-Normungsexperten ein Rechtsgutachten erarbeitet, das eindeutig die Anwendbarkeit des Typ 2 in ganz Europa zeigt und der EU-Kommission für seine Entscheidungsfindung zur Verfügung stand.

Weltweit gibt es jetzt noch zwei favorisierte Steckertypen aufgrund der Unterscheidung zwischen Anschlüssen zum Wechselstrom-Laden und Anschlüssen zum Gleichstrom-Laden. Der Steckertyp 1 wird vor allem von japanischen und amerikanischen Firmen bevorzugt und unterstützt aufgrund der dortigen Hausinstallationen nur das einphasige Laden. Typ 2 unterstützt das ein- und das dreiphasige Laden, mit dem höhere Ladeleistungen und kürzere Ladezeiten möglich sind. Die Hersteller, darunter auch amerikanische und japanische, haben sich in Europa darauf geeinigt, dass sämtliche in Europa angebotenen Fahrzeuge bis 2017 mit dem Typ-2-Stecker ausgerüstet werden. Weitere Hintergrundinformationen rund um das Thema Stecker, Ladelösungen und Infrastruktur finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe der NEUEN MOBILITÄT. Sie gehören noch nicht zum Empfängerkreis? Das könne Sie hier mit einem Klick ändern.

Neue Standard-Ladetechnik in Europa und den USA

Audi, BMW, Chrysler, Daimler, Ford, General Motors, Porsche und Volkswagen haben vereinbart, den auf der einheitlichen Fahrzeugschnittstelle basierenden Ansatz für das Schnellladen – das DC-Schnellladen mit dem Combined Charging System – in Elektrofahrzeugen künftig in Europa und den USA einzusetzen. Das Combined Charging System vereint ein-phasiges Laden mit Wechselstrom, schnelles Wechselstromladen mit Drehstromanschluss, Gleichstromladen für Haushalte oder ultraschnelles Gleichstromladen an Stromtankstellen mit nur einer Schnittstelle im Fahrzeug. So kann der Kunde an den meisten Ladestationen unabhängig von Stromquelle und angebotener Ladegeschwindigkeit laden. Dieser Vorteil soll den Aufbau einer standardisierten Infrastruktur beschleunigen.

Die SAE (International Society of Automotive Engineers) hat das Combined Charging System als den Standard zum Schnellladen bestimmt, der das bestehende Typ 1 basierte AC-Laden erweitert. Der Standard wird diesen Sommer offiziell veröffentlicht. Die European Automobile Manufacturers Association (ACEA) hat das Combined Charging System ab 2017 als einheitliche AC/DC-Ladeschnittstelle für alle neuen Fahrzeugtypen in Europa ausgewählt.
Kommerziell erhältliche Ladestationen stehen voraussichtlich Ende dieses Jahres bereit. Alle beteiligten Automobilhersteller entwickeln Fahrzeuge, die das Combined Charging System nutzen. Erste Fahrzeuge mit der Technologie werden 2013 in den Markt eingeführt.

TÜV SÜD: Sparsame Heizung bringt wertvolle Kilometer

19. August 2011 Juliane Keine Kommentare

Der enorme Stromverbrauch von Heizung und Klimaanlage ist einer der Hauptgründe für die geringe Reichweite von Elektrofahrzeugen. Wer die Verbrauchsschraube nach unten dreht, schafft ein Plus an Kilometern und hat die Nase vorn beim Mobilitätswandel. Deshalb nehmen die Experten von TÜV SÜD Automotive, Mitglied im Bundesverband eMobilität, bei ihren Reichweitenermittlungen nach dem TÜV SÜD E-Car Cycle (TSECC) vor allem einzelne Fahrzeugkomponenten unter die Lupe. „Temperatur und Reichweite sind beim Elektroauto zwei Seiten derselben Medaille“, sagt David Bordeaux von der TÜV SÜD Automotive GmbH. „Wer den Erfolg der Elektromobilität will, muss genau hier den Hebel ansetzen. Wir unterstützen unsere Partner mit nachvollziehbaren und belastbaren Messergebnissen zu allen Verbrauchern im Fahrzeug. Dabei gehen wir mit dem TSECC-Standard weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.“ Erste Ergebnisse zeigen: Speziell für Stromfahrzeuge angepasste Aggregate können den Verbrauch um bis zu 15 Prozent senken. Durchschnittliches Plus beim Aktionsradius: 15 Kilometer.

Die Elektromobilität ist eines der Kernthemen von TÜV SÜD auf der IAA, die vom 15. bis 25. September 2011 in Frankfurt am Main stattfindet. Im Mittelpunkt des Messeauftritts in Halle 8, Stand A19 stehen innovative Dienstleistungen für die Automobilbranche sowie Elektromobilität.

“Induktives Laden wird in 10 Jahren zum Standard”

25. Juli 2011 Juliane Keine Kommentare

Das Hantieren mit Kabeln beim Aufladen von Elektroautos könnte bald der Vergangenheit angehören. Das 2009 vom Unternehmen Arup initiierte Coventry and Birmingham Low Emission Demonstrators-Konsortium (CABLED) testet Pkw, deren Batterie über Induktion kabellos aufgeladen werden kann. Neil Butcher, stellvertretender Arup-Direktor, sieht die Technologie in den nächsten 10 Jahren zum Standard avancieren. Die CABLED-Testflotte umfasst 110 Autos. Seit Mai 2011 ist Butcher einer der Testfahrer und erprobt das eAuto im Alltag. Mit pressetext sprach er über seine Erfahrungen und Erwartungen für die Zukunft.

Das gesamte Interview lesen Sie hier.

Automobilindustrie verwendet VDE-Standard zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen

10. Mai 2011 Juliane Keine Kommentare

Bei der Entwicklung von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge arbeiten Experten derzeit an Lösungen zum induktiven Laden. Die DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE hat zusammen mit den Experten der Automobilindustrie, der Elektroindustrie sowie von Universitäten und Forschungseinrichtungen bereits einen Standard entwickelt und veröffentlicht, der nun in ein Normungsprojekt für eine einheitliche internationale Norm eingebracht wird. In der Automobilindustrie, wie zum Beispiel bei Daimler, VW oder BMW, findet der VDE-Standard bereits Anwendung. Induktives Laden ermöglicht es, die Batterie von Elektroautos ohne Ladekabel an einer Ladestation derzeit mit einer Leistung von etwa 3 Kilowatt bei einem Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent aufzuladen. Voraussetzung hierfür sind Normen und Standards unter anderem zur kabellosen Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur. Auf der diesjährigen Hannover Messe Industrie wurden auf dem Stand des Bundesumweltministeriums die Systeme zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen erstmals vorgestellt.

TÜV SÜD entwickelt neuen Standard zur Reichweitenermittlung von eAutos

17. Dezember 2010 Juliane Keine Kommentare

TÜV SÜD hat einen Standard zur Reichweitenermittlung von Elektro-Fahrzeugen entwickelt. Der TÜV SÜD E-Car Standard, basierend auf dem eigens entwickelten TÜV SÜD E-Car Cycle (TSECC), wurde jetzt erstmals bei einem großen Vergleichstest des Fachmagazins “auto motor und sport” eingesetzt. Das Ergebnis des Vergleichstests, der in der aktuellen Ausgabe des Magazins veröffentlicht wird, zeigt die Notwendigkeit, dass bei Elektro-Fahrzeugen mit ihren relativ geringen Reichweiten Normangaben vergleichbar den Verbrauchsangaben zu Benzinern nicht ausreichend sind.

Weitere Informationen rund um die Aktivitäten von TÜV SÜD zur Elektro-Mobilität finden Sie hier.