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Artikel Tagged ‘Standardisierung’

Mit dem Elektroauto durch Berlin

7. September 2010 Juliane Keine Kommentare

Am 24. August 2010 hatten der DIN e.V. und das Forum ElektroMobilität zur ROADSHOW nach Berlin eingeladen. Neben dem Fahrerlebnis mit einem Elektroauto des DIN-Fuhrparks tauschten sich die Teilnehmer intensiv über Normungs- und Standardisierungsbedarfe im Technologiefeld Elektromobilität aus. Vor dem Hintergrund der weltweiten Veränderungsprozesse und Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Mobilität hat der DIN e.V. im Auftrag des BMWI eine Studie zu internationalen Standardisierungs- und Normungsvorhaben im Bereich Elektromobilität erstellt. “Auf dieser Basis arbeiten wir weiterhin mit führenden Experten zusammen und leiten aktuell die Normungsroadmap Elektromobilität ab”, resümierte Rüdiger Marquardt vom DIN. Dabei müssten die Schnittstellen zwischen den verwendeten Technologien besonders berücksichtigt und alle Entwicklungsrichtungen offen gelassen werden, ergänzte Dr. Torsten Bahke, Direktor des DIN.

EU-Parlament fordert Standardisierung

Standard-Ladegeräte für Elektrofahrzeuge bilden einen wichtigen Schritt zur Schaffung eines europäischen Binnenmarktes für Elektrofahrzeuge. Am Donnerstag hat das Parlament eine diesbezügliche Resolution dazu angenommen. Die Abgeordneten fordern eine ausgewogene Entwicklung der damit verbundenen Technologien und eine größere Unterstützung der Innovationen seitens der EU. Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride spielen eine wichtige Rolle, um den CO2-Ausstoß zu drosseln und einen Beitrag zu den Prioritäten der EU 2020-Strategie im Hinblick auf eine ressourceneffizientere und grünere Wirtschaft zu leisten. Die Resolution des Parlaments unterstützt die Absicht, eine europäische Standardisierung von wiederaufladbaren Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2011 festzulegen. Interoperabilität und die Sicherung der Infrastruktur sollen dadurch gewährleistet werden. Ferner ist die Kommission aufgefordert weltweite Standards, wo immer diese möglich sind, anzustreben. Gemeinsames Handeln ist gefragt oder zumindest eine europäische Standardisierung der Infrastruktur, so die Parlamentarier. Die Standardisierung von Ladetechnologien, die Unterstützung bei der Erforschung und Innovation von Batterien sowie der Verbesserung von Stromnetzen durch die Einführung von intelligenten Netzen und aufeinander abgestimmte Fördergelder sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. Kommission und Mitgliedsstaaten sollen die notwendigen Voraussetzungen für einen europäischen Binnenmarkt für Elektrofahrzeuge schaffen und unvereinbare Projekte oder Standards, die nicht vollständig kompatibel sind, vermeiden, so die Abgeordneten.

Reithofer fordert “Roadmap für Elektromobilität”

19. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Angesichts der staatlichen Initiativen in anderen Ländern forderte BMW-Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer auf dem auto motor und sport-Kongress von der Bundesregierung eine “Roadmap für Elektromobilität”. “Jetzt sind Wirtschaft und Politik gefordert, eine Roadmap für Elektromobilität zu entwickeln – wie auch für die Koexistenz verschiedener Antriebsarten”, erklärte er auf dem Kongress. Bei der Einführung von Elektromobilität käme der Politik eine klare Führungsrolle zu. Deutschland brauche eine starke Allianz derer, die konkrete Lösungskompetenz besitzen – im Schulterschluss mit dem Gesetzgeber. “Es reicht nicht, nach Fördergeldern zu rufen. Wir brauchen ein stimmiges Konzept”. Allerdings müsse auf dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai auch über eine Anschubfinanzierung für Elektrofahrzeuge gesprochen werden. Wichtig sei außerdem eine internationale Abstimmung, da im europäischen Binnenmarkt sichergestellt sein müsse, dass jedes Elektrofahrzeug auch in jedem europäischen Land an jeder Ladesäule geladen werden könne. “Wir brauchen globale Standards bei der Schnittstelle Laden und Infrastruktur. Nur so können wir gemeinsam gewährleisten, dass jedes eAuto an jeder eTankstelle geladen werden kann.”

VDA: Technologie-Kongress

31. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Auf dem diesjährigen technischen Kongress des VDA in Ludwigsburg stand eMobilität im Mittelpunkt. “Erstmals haben Entwicklungsvorstände unserer Hersteller mit Vertretern der Energiewirtschaft und Zulieferern über die Fortschritte und Perspektiven der Elektromobilität diskutiert”, erklärte der VDA nach dem Kongress. Das scheint vor dem Hintergrund der wachsenden internationalen Konkurrenz auch umso wichtiger. “In China gibt es den Trend, viel in die Elektromobilität zu investieren, um weltweit Technologieführer auf diesem Gebiet zu werden”, berichtete Ulrich Hackenberg, Entwicklungsvorstand bei VW. Um Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, sei der Wissensvorsprung der entscheidende Wettbewerbsvorteil, erklärte Thomas Weber, Vorstandsmitglied bei Daimler. Dazu müssten Deutschland und Europa weltweite Standardisierungen, wie etwa im Bereich der Ladestationen, vorantreiben und an ihrem eigenen technischen Know-how arbeiten. Auch Martin Schmitz, Vorstandsmitglied bei RWE machte deutlich, wie wichtig funktionierende Ladeinfrastrukturen und branchenübergreifende Kooperationen in diesem Bereich seien. Deutlich wurde auf dem Kongress, dass Nachhaltigkeit zunehmend zum Synonym für Lebensqualität und daher auch zu einem wichtigen Kaufargument wird.

Wissmann fordert gemeinsame Anstrengung von Politik und Wirtschaft

25. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Auf dem 12. Technischen Kongress des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Ludwigsburg machte der Präsident des VDA, Matthias Wissman eines ganz deutlich: Deutschland braucht den Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft, um Leitmarkt für eMobilität zu werden. “Der weltweite Wettlauf um die Elektromobilität hat begonnen. Wichtige Autoländer sehen in der Elektromobilität die strategische Chance, die Spitzenstellung der deutschen Automobilbranche bei Verbrennungsmotoren wettzumachen. Es kommt nun entscheidend darauf an, dass der Industrie- und Forschungsstandort Deutschland keinen Wettbewerbsnachteil erleidet. Es gilt durch schnelles, unbürokratisches Handeln das notwendige Know-how in Deutschland aufzubauen.” Deutschland habe die Chance, als Industrie- und Wissenschaftsstandort die Führung bei der Elektromobilität zu übernehmen. Bislang seien die Batteriekosten für den Volumenmarkt noch deutlich zu hoch. “Hier ist die Politik gefordert. Sie kann die Markteinführung von Elektroautos nicht allein dem Markt überlassen. Aber sie kann auch nicht im nationalen Alleingang den Königsweg suchen. Sonst geraten wir in einen Subventionswettlauf verschiedener Nationen, der letztlich der Industrie und dem Kunden nicht wirklich weiterhilft”, erklärte Wissmann. Die Branche brauche international vergleichbare Standards, eine leistungsfähige Infrastruktur und ein vergleichbares Wettbewerbsumfeld bei den Rahmenbedingungen, der Forschungsförderung und den Markteinführungsimpulsen. Wichtige erste Schritte im Bereich der Standardisierung seien bereits durch Kooperationen der Automobilindustrie, Energiewirtschaft und Elektroindustrie realisiert worden. “Die Politik ist gut beraten, der Industrie keine Steine in den Weg zu legen – und das Autofahren für den Bürger nicht weiter zu verteuern. Ihre Aufgabe sollte es daher sein, die enormen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der gesamten Automobilindustrie durch langfristig angelegte Anstrengungen bei Hochschulen und Forschungsinstituten zu begleiten, die Einführung der Elektromobilität durch ein gemeinsames Wettbewerbsumfeld in Europa zu flankieren, eine faire Besteuerung für Elektrofahrzeuge zu gewährleisten, und den Aufbau einer funktionstüchtigen flächendeckenden Infrastruktur zu unterstützen”, betonte Wissmann.

VDE-Kongress 2010 zur eMobilität

20. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Welche Entwicklungen sind im Bereich eMobilität möglich? Hierüber diskutieren vom 8. bis 9. November 2010 rund 1.500 Experten aus dem In- und Ausland beim VDE-Kongress 2010 „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ in Leipzig. Kernthema des Kongresses wird die intelligente Verknüpfung von Elektroauto-, IT-, Strom- und Verkehrsnetzen sein. Der VDE-Kongress 2010 thematisiert zugleich die HighTech-Strategie der Bundesregierung und die Innovationsagenda der Europäischen Kommission. „Von der Elektro- und Informationstechnik bis hin zur Automobilelektronik und -software wird das gesamte technische Themenspektrum der eMobilität in Leipzig vertreten sein“, so Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender. Mit dem Kongress bietet der VDE  eine breite Plattform für Wissenstransfer, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit.
In circa 150 Fachbeiträgen aus Wissenschaft und Praxis bewerten führende Vertreter der Elektro-, IT-, Automobil- und Energiebranche Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft. Das Themenspektrum der Beiträge verteilt auf fünf Fachtagungen dreht sich um Konzepte für Elektrofahrzeuge und Szenarien zur Integration von Stromversorgungs- und Verkehrsinfrastrukturen, um die Energiespeicherung und -abrechnung, um neue Lösungen für Navigation und Verkehrsleitsysteme bis hin zu Anwendungsszenarien im Bereich Mobile Health. Einen weiteren Schwerpunkt bilden neue internationale Standards und Normen sowie modernste Prüftechnik aus dem VDE Institut. So wird unter anderem der erste systemübergreifende Ladestecker für Elektroautos – ein Gemeinschaftsprojekt von VDE, DKE, führenden Automobilherstellern, Elektroindustrie und Energieversorgern im Mittelpunkt der Debatte stehen.

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Standardstecker für Elektrofahrzeuge beschlossen

8. Februar 2010 Juliane Keine Kommentare

Die deutschen und französischen Autokonzerne haben sich auf einheitliche Stecker zum Aufladen von Elektrofahrzeugen geeinigt, teilte der VDA mit. Am Wochenende haben sich Experten der deutsch-französischen Arbeitsgruppe “Elektromobilität” auf einheitliche Standards für Elektrofahrzeuge verständigt. Dazu gehören sowohl eine einheitliche Steckverbindung als auch ein intelligentes Lademanagement und Abrechnungssystem, das unter anderem auch ein grenzüberschreitendes Aufladen ermöglichen soll. In einem gemeinsamen Positionspapier “Anforderungen an die Infrastruktur und die Schnittstellen” werden die laufenden Standardisierungsvorhaben dargestellt und konkrete Empfehlungen zum Ausbau der Infrastruktur gegeben. In einem grenzüberschreitenden Flottenversuch sollen Fehler identifiziert und behoben werden.