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Artikel Tagged ‘Steuerbefreiung’

Bundesrat will eMobilität besser fördern

8. September 2015 Juliane Keine Kommentare

Die Markteinführung von Elektroautos sei ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen und Schadstoffbelastungen, heißt es in dem vom Bundesrat eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität (18/5864). Erinnert wird an das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen und Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen. Dazu heißt es in dem Entwurf: “Nach den aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes liegt die Erreichung dieser Ziele noch in weiter Ferne. Zum 1. Januar 2014 gab es rund 12.000 Elektroautos, davon 3.100 von privaten Helfern.”

Der Bundesrat verlangt daher, über die bereits bestehenden Vorteile für Elektroautos eine Steuerbefreiung für das von Arbeitgebern gewährte kostenfreie oder verbilligte Aufladen privater Elektroautos einzuführen. Damit könnten Anreize für die weitere Verbreitung der Elektromobilität in der Bevölkerung gesetzt werden. Bisher löse das kostenlose oder verbilligte Aufladen im Betrieb des Arbeitgebers einen lohnsteuerpflichtigen Sachbezug aus, “der ein weiteres Hemmnis für die Attraktivität von Elektroautos darstellt”, argumentiert der Bundesrat. Denn der Abeitgeber müsse den Wert der Sachbezüge für die Besteuerung mit großem bürokratischen Aufwand ermitteln. Zudem soll es eine Sonderabschreibung für Elektrofahrzeuge und Ladevorrichtungen im betrieblichen Bereich geben. Die Kosten der Maßnahmen gibt der Bundesrat für 2015 mit 35 Millionen Euro an. Sie sollen 2016 auf 120 Millionen Euro steigen.

Bundesrat winkt Steuervergünstigungen durch

26. November 2012 Juliane Keine Kommentare

Elektrofahrzeuge fahren künftig zehn statt fünf Jahre Kfz-steuerfrei. Ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz ließ der Bundesrat am Freitag passieren. Gelten soll die Neuregelung für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder Brennstoffzelle mit Zulassung zwischen 18. Mai 2011 und 31. Dezember 2015. Wagen mit Zulassung von 2016 bis 2020 sollen wie bisher fünf Jahre frei sein. Der Bundesrat forderte die Regierung außerdem auf, allen Autos mit weniger als 50 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer die Kfz-Steuer zu erlassen.

Elektrofahrzeuge von der Kfz-Steuer befreit

30. Oktober 2012 Juliane Keine Kommentare

Nun ist es amtlich: Elektrofahrzeuge werden zehn Jahre von der Steuer befreit. Das teilte die Bundesregierung am 26. Oktober 2012 mit. Danach müssen Lkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder für zehn Jahre keine Kfz-Steuer zahlen, wenn sie mit Elektromotoren angetrieben werden. Als Energiespeicher kommt ein Akku ebenso in Betracht wie eine Brennstoffzelle.

Auch die Dienstwagensteuer soll angepasst werden. Bislang muss der Besitzer ein Prozent des Bruttolistenpreises seines Dienstwagens als Steuer an den Fiskus überweisen, weil die private Nutzung des Autos einen geldwerten Vorteil darstellt. Bei Anschaffung eines Plug-in-Hybrids oder eines Elektrofahrzeugs kann man in Zukunft pro KWh des im Auto vorhandenen Energiespeichers 500 Euro von der zu versteuernden Summe abziehen. Der Betrag sinkt ab 2014 jedes Jahr um 50 Euro bis 2022. Für Brennstoffzellenfahrzeuge soll bei deren Markteintritt eine vergleichbare Regelung gefunden werden. Gelten soll das Gesetz bis Ende 2015. Danach soll die Steuerbefreiung wieder wie bisher fünf Jahre betragen.

VDIK bekräftigt seine Forderung nach Kaufanreizen für Elektrofahrzeuge

19. Februar 2011 Juliane Keine Kommentare

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Elektromobilität der Internationalen Kraftfahrzeughersteller in der Berliner Repräsentanz des VDIK wurde die Forderung nach Kaufanreizen für Elektrofahrzeuge noch einmal bekräftigt. Aus Sicht des VDIK gilt es, in einer Anlaufphase von mindestens 3 bis 5 Jahren, private und gewerbliche Nutzer durch ein intelligent geschnürtes Paket von Fördermaßnahmen oder anderen Vergünstigungen zum Kauf eines Elektrofahrzeugs zu motivieren. Die Unterstützungsmaßnahmen für den Käufer in den großen Märkten USA, Japan und besonders in China können dabei nicht außer Betracht gelassen werden. Auch in vielen Ländern der EU gibt es bereits eine Vielzahl von Fördermaßnahmen. VDIK-Präsident Volker Lange: „Ich halte es für erforderlich, dass dem Käufer Förderbeträge in der Größenordnung von 5.000,- bis 7.000,- Euro gewährt werden. Durch entsprechende Nutzervorteile wie beispielsweise freies Parken in Innenstädten oder die Erlaubnis zur Benutzung von Sonderspuren muss die Anschaffung von Elektrofahrzeugen zusätzlich gefördert werden. Dazu gehört in jedem Fall auch, dass die Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge deutlich verlängert und auf leichte Nutzfahrzeuge ausgedehnt wird.“ Ohne eine Förderung in Deutschland sieht der VDIK die Gefahr, dass die in den nächsten Jahren weltweit verfügbaren Elektrofahrzeuge nahezu ausschließlich in Märkte mit entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen fließen und so das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Fahrzeuge in Deutschland zugelassen zu haben, gefährdet wird.

BEM fordert Bundesregierung zum Handeln auf

6. Dezember 2010 Juliane Keine Kommentare

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Im Rahmen der Bundespressekonferenz am 30. November 2010 hat Prof. Dr. Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), den Zwischenbericht der NPE an die Ministerien von Wirtschaft und Verkehr übergeben. “Die Ergebnisse aus dem Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität müssen nun im Rahmen konkreter Gesetze und Initiativen umgesetzt werden, um Deutschland, wie angestrebt, zum Leitmarkt für Elektromobilität werden zu lassen. Deutschland muss aufhören zu analysieren und zu diskutieren und jetzt anfangen zu handeln, wenn wir im Bereich der Elektromobilität wettbewerbsfähig werden wollen”, so Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität.

Kurt Sigl sieht erheblichen wirtschaftlichen und politischen Handlungsbedarf. “Der Systemwechsel hin zur Elektromobilität muss intelligent gefördert werden. Damit meinen wir keine Pauschalförderung der Automobilkonzerne sondern beispielsweise die staatliche Förderung der ersten 250.000 konkret verkauften Elektrofahrzeuge in Höhe von je 10.000 Euro. Eine Förderung die zu je 50% dem Hersteller von Elektrofahrzeugen und dem Käufer zu Gute kommt. Von dieser Investition in die Initialisierung der Elektromobilität profitiert die Bundesregierung gleich doppelt: Der Wirtschaftsmarkt Elektromobilität wird enorm angekurbelt, was gleichzeitig einen erheblichen monetären Rückfluss in die Staatskasse zur Folge hat”, erklärt Kurt Sigl. “Als zusätzlichen Kaufanreiz fordern wir außerdem die garantierte Steuerbefreiung aller Elektrofahrzeuge bis 2022.”

“Wir reden nicht mehr nur von einer bloßen Zukunftstechnologie. Deutsche mittelständischeUnternehmen wie German E-Cars, eWOLF oder Elmoto produzieren bereits jetzt, ohne staatliche Förderung und mit hohem finanziellen Risiko, die ersten serientauglichen Elektrofahrzeuge. Unsere Aufgabe ist es jetzt, die vorhandenen Fahrzeuge in Masse auf die Straße zu bringen, um Elektromobilität für die Gesellschaft sichtbar und erfahrbar zu machen”, betont BEM-Geschäftsführer Frank Müller und macht gleichzeitig deutlich, wie wichtig die aktive Einbindung des innovativen Mittelstands und der Erneuerbare-Energien-Industrie in die Arbeit der NPE wäre.

“Wenn wirklich alle Player in Deutschland Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative der Zukunft begriffen hätten, wären wir schon erheblich weiter”, so Christian Heep vom Bundesverband eMobilität. “Elektromobilität ist derzeit die einzige in naher Zukunft serienfähig umsetzbare Alternative zu herkömmlichen, fossilen Antriebstechnologien, die langfristig, ressourcenschonend und nachhaltig verschiedene Zielaspekte erfüllen kann. Dazu gehören sowohl die Unabhängigkeit von erdölexportierenden Ländern aus teilweise instabilen Regionen und die Erfüllung der globalen CO2-Reduktionsziele als auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie, die Technologieführerschaft Deutschlands, die Erhöhung der Lebensqualität in urbanen Räumen durch Lärm- und Emissionsreduzierung, die Sicherung heimischer Wertschöpfung und die damit verbundene Schaffung neuer Arbeitsplätze.”