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juwi-Mitarbeiter fährt ersten personenbezogenen Elektro-Dienstwagen Deutschlands

25. Oktober 2010 Juliane Keine Kommentare

Den ersten personenbezogenen Elektro-Dienstwagen Deutschlands, einen Mitsubishi i-MiEV, fährt Dr. Ronald Große, der bei der Wörrstadt juwi-Gruppe die Abteilung „Solare Mobilität“ leitet. Das rheinland-pfälzische Unternehmen ist auf Planung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien spezialisiert und weltweit einer der führenden Projektentwickler in diesem Bereich. Der Elektro-Dienstwagen ist Teil des Projekts „MOREMA“, mit dem die juwi-Gruppe ihren derzeit rund 140 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark komplett auf Elektroautos umstellen will. Dr. Große ist von der Zukunft elektrisch betriebener Automobile überzeugt. „Hier liegt ein ähnlich großes Potenzial, eine Erfolgsgeschichte wie die Erneuerbaren Energien zu schreiben.“ Dass der Leiter der Abteilung Solare Mobilität irgendwann selbst dienstlich ein Elektrofahrzeug fahren würde, stand fest – trotz problematischer gesetzlicher Rahmenbedingungen. „Der heute noch hohe Einstiegspreis des i-MiEV bewirkt, dass er gegenüber einem gleich großen Auto mit herkömmlichem Antrieb höher versteuert wird“, sagt Dr. Große. Fahrer von personenbezogenen Dienstwagen müssen nach der derzeitigen Steuergesetzgebung nämlich ein Prozent des Listenpreises plus Entfernungskilometer versteuern. „Um einen Fuhrpark schneller komplett auf Elektromobilität umstellen zu können, würde eine Förderung enorm helfen. Die jetzige Steuergesetzgebung, welche Elektrofahrzeuge als Dienstwagen nicht gesondert behandelt, hemmt den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland ungemein“, sagt Dr. Große – und begrüßt es, dass die Verkehrs- und Umweltpolitiker der Koalition sich dafür einsetzen wollen, dass Nutzer von Elektro-Dienstwagen künftig nicht mehr Steuern zahlen müssen als Fahrer eines Dienstfahrzeugs mit konventionellem Antrieb.