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Artikel Tagged ‘Studie’

Mit dem Elektroauto durch Berlin

7. September 2010 Juliane Keine Kommentare

Am 24. August 2010 hatten der DIN e.V. und das Forum ElektroMobilität zur ROADSHOW nach Berlin eingeladen. Neben dem Fahrerlebnis mit einem Elektroauto des DIN-Fuhrparks tauschten sich die Teilnehmer intensiv über Normungs- und Standardisierungsbedarfe im Technologiefeld Elektromobilität aus. Vor dem Hintergrund der weltweiten Veränderungsprozesse und Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Mobilität hat der DIN e.V. im Auftrag des BMWI eine Studie zu internationalen Standardisierungs- und Normungsvorhaben im Bereich Elektromobilität erstellt. “Auf dieser Basis arbeiten wir weiterhin mit führenden Experten zusammen und leiten aktuell die Normungsroadmap Elektromobilität ab”, resümierte Rüdiger Marquardt vom DIN. Dabei müssten die Schnittstellen zwischen den verwendeten Technologien besonders berücksichtigt und alle Entwicklungsrichtungen offen gelassen werden, ergänzte Dr. Torsten Bahke, Direktor des DIN.

Trianel Studie: “Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen”

14. August 2010 Juliane Keine Kommentare

Trianel befasst sich bereits seit dem Vorjahr intensiv mit den Potenzialen der Elektromobilität. Mit der Studie „Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen“ wurde von Trianel zwischen September 2009 und März 2010 die erste umfassende und speziell auf kommunale Unternehmen zugeschnittene Studie zur Elektromobilität erstellt. Inhalte sind u. a. eine Marktanalyse und Technologiebeurteilung, ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für das Errichten und den Betrieb von Ladeinfrastruktur in Kommunen. Ein wichtiges Ergebnis: Der spätere Erfolg des gewählten Geschäftsmodells hängt entscheidend von der frühen und nachhaltigen Vorbereitung der Aktivitäten ab. Getreu dem Motto: „Gemeinsam ist man stärker als allein“ ermöglicht das Netzwerk einen einfachen und vielseitigen Einstieg in den Zukunftsmarkt Elektromobilität. Denn das Netzwerk bietet die Chance, eigenverantwortlich vor Ort zu handeln, die eigene Marktposition zu stärken und gleichzeitig die Vorteile einer großen Organisation realisieren zu können.

Partnern des Trianel Netzwerks steht die Studie zur Verfügung.

Rohstoff Kupfer ausreichend für Ausbau der Elektromobilität vorhanden

5. August 2010 Juliane Keine Kommentare

Kupfer spielt bei der Herstellung von Elektroautos eine große Rolle. Der Rohstoff wird für die Antriebsmotoren und ihre Verbindung mit dem Akkumulator benötigt. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert im Projekt „Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität (FSEM)“, ob die geologische Verfügbarkeit verschiedener Rohstoffe ausreicht, um den gewünschten Ausbau der Elektromobilität zu ermöglichen. Die Untersuchung von Kupfer zeigt, für diesen Rohstoff sind weltweit ausreichende geologische Vorkommen vorhanden. Die Analyse untersuchte den Verbrauch der geologischen Ressourcen von Kupfer bis 2050. Dabei wurden alle Kupferapplikationen einbezogen, wobei der Elektromobilität besondere Beachtung geschenkt wurde. „Unser Ergebnis ist, dass die Kupfernachfrage durch die Entwicklung der Elektromobilität nur wenig beeinflusst wird. Selbst wenn wir einen 85-prozentigen Marktanteil von Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen haben sollten, beansprucht dieser Sektor im Jahre 2050 nicht mehr als 21 Prozent der kompletten weltweiten Kupfernachfrage. Bei moderateren Wachstumsannahmen sogar nur 14 Prozent“, fasst Projektleiter Prof. Martin Wietschel die Ergebnisse zusammen. Die geologischen Vorräte an Kupfer sind ausreichend, um die Nachfrage in allen Anwendungsbereichen in den nächsten Jahrzehnten zu decken. Die geopolitischen Risiken sind hier im Vergleich zu anderen Rohstoffen gering, weil die Vorkommen auf viele Länder verteilt sind. „Die geologische Verfügbarkeit von Kupfer wird somit den Ausbau der Elektromobilität und die Entwicklung der Weltwirtschaft auf absehbare Zeit nicht im Weg stehen“, so Wietschel.

Die Studie „Kupfer für Zukunftstechnologien“ steht hier zum Download bereit.

Hoffnungsträger Elektromobilität

28. Juli 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektromobilität gilt als der Hoffnungsträger für die Zukunft. Eine aktuelle Studie von Fraunhofer IAO und PricewaterhouseCoopers zeigt, mit welchen Geschäftsmodellen eine breite Akzeptanz der Elektromobilität möglich ist und wie Deutschland Leitmarkt der Technologie werden kann. Wie können Energie- und Automobilindustrie dabei vorgehen? Und was hält der Nutzer von der Möglichkeit, künftig in einem Elektroauto zu fahren? Grundlage für die Studie bildet eine Befragung von etwa 500 potenziellen Nutzern von Elektrofahrzeugen sowie von Experten aus Politik, Energie- und Automobilwirtschaft. Ausgehend von deren Antworten identifizierten die Autoren Lücken zwischen Erwartungen der Nutzer und tatsächlichen technologischen Möglichkeiten und leiteten Thesen für die Zukunft der Elektromobilität ab. In der Studie präsentieren sie Industrie und öffentlicher Hand Lösungsmöglichkeiten, um diese Lücken zu schließen.

Die derzeitigen Nachteile des Elektrofahrzeugs im Vergleich zum Pkw mit Verbrennungsmotor sind dabei nicht zu übersehen: Es ist zu teuer und mindert die gewohnte individuelle Mobilität der Nutzer. Innovative Mobilitätskonzepte mit neuen Features müssen die Nutzer daher beeindrucken, um die Schwachstellen aufzuwiegen. Bei der Realisierung von Elektromobilität sehen die Autoren Potenziale für neuen Unternehmersinn und wähnen urbane Zentren als Katalysatoren der Entwicklung. Im Fokus der Betrachtung stehen nachhaltige Kooperationen verschiedener Akteure. Die Automobilindustrie hat tiefgreifende Änderungen vor sich, kann aber mit ihrer hohen Innovationskraft punkten. Energieunternehmen zögern noch aufgrund fehlender Erfahrungen und Geschäftsmodelle. Die öffentliche Hand muss Rahmenbedingungen schaffen und Infrastruktur bereitstellen. Nur integrierte Konzepte, die neben den genannten Akteuren auch die Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie einschließen, werden auf lange Sicht erfolgreich sein – so die zentrale These der Studie.

Download der Studie

CVO-Barometer 2010: Flottenentscheider setzen auf Elektromobilität

19. Juni 2010 Juliane Keine Kommentare

Noch surrt in fast keinem Unternehmensfuhrpark ein Elektromotor, aber das wird sich in Zukunft ändern: neben kraftstoffsparenden Fahrzeugen werden Alternativen wie der Elektroantrieb immer beliebter. Dieses Bild skizziert die Mehrheit der 301 deutschen Fuhrparkverantwortlichen, die im Rahmen der aktuellen Arval-Studie “CVO-Barometer 2010 – Trends im Fuhrparkmanagement” befragt wurden. Mit den Antworten von mehr als 3.300 Flottenentscheidern in 11 EU-Ländern liefert die Studie wichtige Hinweise, welche Automobiltrends sich im Unternehmensfuhrpark durchsetzen – und damit auch im Privatmarkt eine Rolle spielen werden. Das Thema Elektromobilität steht dabei eindeutig auf der Agenda der Unternehmen. Zwar denken Flottenverantwortliche heute bei einer “grünen Fahrzeugflotte” meist an optimierte, konventionelle Antriebe wie Blue Motion, Efficent Dynamics oder BlueTec. Laut CVO 2010 plant aber bereits jeder fünfte Flottenentscheider, bis 2013 Elektrofahrzeuge einzusetzen.

Die Studie kann bei Arval kostenlos angefordert werden.

Elektrofahrzeuge: Wie kommen sie trotz Preisunterschied ins Rollen?

18. Juni 2010 Juliane Keine Kommentare

Um die von der Bundesregierung angestrebte eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, fallen bis 2020 Mehrkosten zwischen 0,8 und 2,7 Milliarden Euro an – abhängig von der zukünftigen Entwicklung von Ölpreisen und Batteriekosten. Das geht aus einer Studie des Forschungsnetzwerks Energie Impuls OWL hervor. Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien hatte das Institut Szenarien berechnet, wie sich in den nächsten 10 Jahren die Kosten verschiedener Klassen von Elektroautos im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor entwickeln. Den Forschern zufolge sind auch in Zukunft unterschiedliche Fahrzeugtypen notwendig, um die Mobilitätsbedürfnisse zu erfüllen – vom Leichtfahrzeug über den Familienwagen, bis zum Elektrobus. Zwischen den Fahrzeugklassen variieren die Mehrkosten deutlich. „Bis 2020 wird noch ein Preisgefälle zwischen Elektroautos und herkömmlichen Fahrzeugen bestehen. Ein pauschaler Ausgleich würde den Anforderungen der Markteinführung aber nicht gerecht“, kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien die Studienergebnisse. „Wenn die Bundesregierung über ein Förderprogramm nachdenkt, sollte dieses fahrzeugspezifisch und degressiv angelegt sein, um Mitnahmeeffekte zu verhindern,“ so Mayer weiter. Zudem käme zum Ausgleich der Kostendifferenz nicht nur öffentliche Förderung in Betracht, sondern auch neue Geschäftsmodelle der Energieversorger und Anbieter von Strom aus Erneuerbaren Energien. „Pioniere der Elektromobilität, sogenannte Early Adopter, sind außerdem bereit einen Aufpreis zu zahlen, sobald entsprechende Fahrzeuge am Markt verfügbar sind“, ist sich Mayer sicher. Laut Studie entscheiden die Batterie- und die Energiekosten über die Entwicklung der sogenannten Differenzkosten zwischen Elektroautos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Je stärker die Batteriekosten sinken und je schneller gleichzeitig die Preise für Erdöl steigen, desto geringer fallen die Mehrkosten für Elektrofahrzeuge aus. Sinkt der Batteriepreis bis zum Jahr 2020 auf 300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität und steigt die Erdölnotierung gleichzeitig auf 200 US-Dollar je Barrel Rohöl, rentieren sich alle elektrischen Fahrzeugklassen. Die Aufwendungen für die Batterie werden selbst bei steigenden Strompreisen durch Einsparungen an der Zapfsäule ausgeglichen. In diesem günstigsten Szenario beschränken sich die Mehrkosten der ersten Million Elektrofahrzeuge auf 0,8 Milliarden Euro. Im ungünstigsten Szenario – also bei höheren Batteriekosten und einem moderaten Erdölpreisanstieg – belaufen sich die Mehrkosten bis 2020 auf 2,7 Milliarden Euro, verteilt auf zehn Jahre. Wird die eFahrzeugflotte ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energien betrieben, rechnen die Forscher mit 2,1 Millionen Tonnen weniger Treibhausgasen im Jahr 2020. „Jedes der eine Million Elektrofahrzeuge sollte erneuerbaren Fahrstrom laden,“ fordert deshalb Jörg Mayer. „Nur so bringen wir Klimaschutz auf die Straße und verbessern die Netzintegration von Wind und Sonne.“

Hintergrundinformationen zur Studie

Whitepaper Elektromobilität – Optionen für Deutschlands Automobilindustrie

12. Juni 2010 Juliane Keine Kommentare

Nur ein schneller Paradigmenwechsel kann Deutschlands Kraftfahrzeugbranche vor einem Abstieg in die Belanglosigkeit bewahren. Das ist ein Ergebnis des “Whitepaper Elektromobilität – Optionen für Deutschlands Automobilindustrie”, das das Institut für Marktforschung und Unternehmensberatung Technomar jetzt veröffentlicht. Die Münchner Experten für Elektromobilität und alternative Antriebskonzepte entwickeln darin zwei mögliche Szenarien, wie es Deutschlands Automobilindustrie bis 2030 ergehen kann. Die aktuelle “Weiterso”-Haltung von Politik und Industrie führt hierbei mittelfristig in die Belanglosigkeit selbst auf dem Heimatmarkt. Eine alternative Strategie zeigt dagegen, wie sich bestehende Kompetenzen gewinnbringend zukunftsfähig machen lassen, um der Konkurrenz aus Fernost und den USA wirkungsvoll Paroli bieten zu können. Die Kernaussage des Whitepapers ist, dass deutsche Politik und deutsche Autoindustrie zügig ein wirkungsvolles Konzept entwickeln und umsetzen müssen. Andernfalls werde der deutsche Automobilbau, der rund 20 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmacht, mit hoher Wahrscheinlichkeit unter die Räder der Elektromobilität kommen. Grund ist, dass die Kompetenz für Motoren, Getriebe und andere Antriebselemente, bei denen deutsche Unternehmen führend sind, für Elektroautos in weiten Teilen keine Bedeutung besitzen. Die Kompetenz für Batterietechnik ist dagegen aktuell vor allem in Asien zu finden. Zudem produzieren asiatische Hersteller um ein Vielfaches günstiger und erhalten, wie auch amerikanische Mitbewerber, massive staatliche Förderungen, so dass sie mit sehr attraktiven Preisen in den Markt gehen können. “Die aktuelle Ankündigung des chinesischen Autobauers BYD, ein Hauptquartier in Deutschland zu gründen und ab 2011 im europäischen Markt Elektrofahrzeuge verkaufen zu wollen, verschärft die Situation für deutsche Hersteller noch “, warnt Andreas Varesi, Geschäftsführer von Technomar und Autor des Whitepapers. Denn Marktanteile im Bereich Elektromobilität, die deutsche Autohersteller jetzt an ausländische Konkurrenten verlieren, werden später nur sehr begrenzt wieder zurück zu gewinnen sein.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Studie: Powertrain 2020

17. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Im Ergebnis einer Studie der internationalen Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants und des Marktforschungsunternehmen TNS Infratest wurde deutlich, dass Automobilkunden in Deutschland und Frankreich ein großes Interesse an Elektrofahrzeugen haben. Trotz dieser positiven Resonanz besteht aber noch ein großer Handlungs- und Innovationsbedarf bei der Automobilindustrie. “Die gute Nachricht ist: Mehr als ein Drittel der befragten Deutschen kann sich vorstellen, ein Elektrofahrzeug zu nutzen”, sagt Roland Berger Partner Ralf Landmann. “Um alternativen Antrieben tatsächlich zum Durchbruch zu verhelfen, fehlt es aber noch an innovativen Geschäftsmodellen. Hier sind speziell Marketing, Vertrieb und die Banken der Hersteller gefordert, neue Preis-, Kauf- und Leasingmodelle für Fahrzeug, Batterie und eMobilität zu entwickeln.” Denkbar sind intelligente Modelle, bei denen der Kunde mit dem Kauf auch speziell auf das Elektrofahrzeug zugeschnittene Mobilitätspakete und –dienstleistungen nutzen kann. Leasing-Angebote können Finanzierung und Versicherung des Fahrzeugs und der Batterie abdecken, technisch kann die Fahrzeugbatterie als Speicher zum Ausgleich von Stromproduktions- und –bedarfsspitzen dienen. “Das Interesse der Kunden ist groß: Fast 80% der Kunden gehen heute zwar noch von einem klassischen Direktkauf von Fahrzeug und Batterie aus, aber bereits zwei Drittel der potenziellen Käufer interessieren sich jetzt schon für die Kombination aus dem Direktkauf des Fahrzeugs und dem Leasing der Batterie über einen separaten Mobilitätsprovider”, sagt Landmann. “Wer ab 2011 in diesem Umfeld erfolgreich sein wird, entscheidet sich jetzt – und es müssen nicht unbedingt die Unternehmen sein, die heute für Mobilität stehen.”

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Lokale Akteure nehmen Schlüsselrolle ein

Erste Ergebnisse der „E-Mobility Readiness Studie“ der internationalen, auf den Cleantech-Sektor spezialisierten Unternehmensberatung Apricum zeigen: Die international erfolgreichsten Ansätze zur Markteinführung von Elektrofahrzeugen beruhen auf der engen Kooperation regionaler und lokaler Entscheidungsträger. Besondere Bedeutung kommt dabei den Kommunen zu. Lokale Akteure sollten deshalb sowohl in der strategischen Marktvorbereitung als auch in der Diskussion um die geplante Fördergeldvergabe von zwei Milliarden Euro stärker einbezogen werden. Global agierende Unternehmen und national einflussreiche Verbände waren bislang selten Impulsgeber für erfolgreiche Elektromobilitätsprojekte. Das belegen die ersten Ergebnisse der aktuellen Studie. Gerade in der Marktvorbereitung ist die aktive Mitarbeit der Kommunen von großer Bedeutung, denn hier können direkte Anreize für Elektrofahrzeuge gesetzt und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. So benötigen beispielsweise Stromtankstellen in Deutschland Sondergenehmigungen, die nur die Kommunen vergeben können. Auch praktische Anreize für Elektroautos wie die Freistellung von Busspuren können nur von Städten und Gemeinden gesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt der Bewusstseinsbildung zu. Schließlich wird das beste Produkt zum Ladenhüter, wenn der Kunde es verkennt. „Bewusstseinsbildung für Elektromobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für den Massenmarkt und geschieht zu allererst in den Kommunen“, erklärt Apricums Geschäftsführer Nikolai Dobrott. Bestes Beispiel für eine erfolgreiche Einbindung lokaler Akteure ist das österreichische Bundesland Vorarlberg. Der regionale Energieversorger, der Automobilclub, die Landesversicherung und Kommunen ziehen für das Elektromobilitätsprojekt VLOTTE an einem Strang. Im Ergebnis trifft Elektromobilität dort bereits heute auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung, die Warteliste für eine Teilnahme am Modellprojekt ist lang.
Die „Apricum E-Mobility Readiness Studie“ untersucht Faktoren, die notwendig sind, um Elektromobilität über Modellprojekte hinaus zum Durchbruch zu verhelfen. In umfangreichen qualitativen Interviews werden Erkenntnisse von in internationalen Elektromobilitäts-Projekten engagierten Akteuren gesammelt. Die Studie wird im Juni 2010 abgeschlossen sein.

Studie: Revolution der Fahrzeugindustrie

Die Markteinführung des Elektroautos ist wirtschaftlich ähnlich bedeutend wie die Erfindung des Verbrennungsmotors vor über 100 Jahren. Die Industrie muss sich auf dramatische Veränderungen einstellen, prognostiziert eine Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Bereits im Jahr 2015 werden mehr als 4,5 Millionen Pkw weltweit mit Elektro- oder Hybridantrieb verkauft, ab 2025 werden es bereits über 56 Millionen Neuzulassungen pro Jahr sein. Die Zahl konventionell motorisierter Autos halbiert sich im gleichen Zeitraum von rund 64 Millionen auf knapp 31 Millionen Einheiten. Vor allem die von Luftverschmutzung bedrohten Metropolen Chinas werden Treiber dieser Entwicklung sein. Entscheidendes Wettbewerbsfeld wird die Batterietechnik, so die im Auftrag des Chemiekonzerns Evonik erstellte Studie. Im Jahr 2025 macht demnach der Markt für Hochtechnologie-Stromspeicher in der Automobilindustrie rund 130 Milliarden Euro pro Jahr aus. Allein für die Lithium-Ionen-Batterien erwartet CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer ein Volumen von 77 Milliarden Euro.