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Österreich: Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle

14. September 2010 Juliane Keine Kommentare

Die erste niederösterreichische Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle ging am Wochenende in Betrieb. Der Wallfahrtsort Maria Taferl ist künftig problemlos mit Elektrofahrzeugen erreichbar. Die Eröffnung fand im Beisein von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, EVN Vorstandsdirektor DI Dr. Peter Layr, dem Bürgermeister von Maria Taferl Herbert Gruber und A1 Telekom Austria Generaldirektor Dr. Hannes Ametsreiter statt. “Elektromobilität ist eines der großen Zukunftsthemen auch in Niederösterreich”, erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll das Pilotprojekt eMobilität in der Wachau in dessen Rahmen die Stromtankstelle installiert wurde. “Effizienten umweltschonenden Transportmitteln steht im Verkehrsbereich eine große Zukunft bevor. Sie sichern unsere Lebensqualität ebenso wie die Lebensqualität künftiger Generationen. Die Wachau als Weltkulturerbe fungiert hier als Trendsetter und trägt so zum Umweltschutz entscheidend bei.” Nach einer kostenlosen Pilotphase kann der getankte Öko-Strom aus Photovoltaik und Kleinwasserkraft in Zukunft bequem via Handy abgerechnet werden.

Telefonzellen als Stromtankstellen

Die Telekom Austria (TA) steigt in das Geschäft mit Elektromobilität ein und baut Telefonzellen in Ladestationen für Elektrofahrzeuge um. Gestern nahm das Telekom-Unternehmen den ersten Prototypen in Wien in Betrieb. Es gibt rund 13.500 Telefonzellen der Telekom Austria in Österreich, die auf Grund der hohen Handybesitzrate stark an Bedeutung verloren haben und für die die TA neue Verwendungszwecke gesucht und jetzt offenbar gefunden hat. In der ersten Ausbauphase sollen zunächst die 700 Multimedia-Telefonzellen mit Internetzugang zu Stromtankstellen umfunktioniert werden. Prinzipiell können aber alle Telefonzellen umgerüstet werden, teilt das Unternehmen mit. Bis Ende 2010 wird die TA rund 30 öffentliche Stromtankstellen in Betrieb nehmen. In der Pilotphase ist der Strom aus der Telefonzelle noch gratis. Im Regulärbetrieb können österreichische Handykunden dann über den Handy-Bezahldienst paybox abgerechnet werden. Für die Kunden gestaltet sich das Tanken recht unkompliziert: Der 230-Volt-Caravan-Stecker wird am Elektrofahrzeug angedockt, der Kunde wird via Handy erkannt und die Abrechnung erfolgt später über die Handyrechnung.