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Artikel Tagged ‘TUM’

Auf der Suche nach der Super-Batterie

4. Juli 2014 Juliane Keine Kommentare

In Zukunft werden immer mehr Autos nicht mehr Sprit sondern Strom tanken – und zwar möglichst aus Wind-, Wasserkraft oder Solarenergie. Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende sind effiziente Speicher. Ein vielversprechender Ansatz für solche Speicher sind Lithium-Ionen-Akkumulatoren, die bereits in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Bisher werden die dazu benötigten Batteriezellen in Deutschland jedoch nicht serienmäßig produziert. Das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München hat nun eine in Deutschland einzigartige Forschungsproduktionslinie für Batteriezellen eingeweiht. Auf 200 Quadratmetern Laborfläche sind 20 Produktionsprozesse aufgebaut. Dort stehen den Forschern unter anderem zwei Trockenräume und ein Reinraum zur Verfügung. Prof. Gunther Reinhart erklärt: “Wir haben nun die Möglichkeit, Batteriezellen in größeren Stückzahlen herzustellen und zu untersuchen, wie sich die Produktion auf die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer der Zellen auswirkt.”

Die Wissenschaftler arbeiten bereits an der Optimierung der Prozesse. So werden beispielsweise die Elektrodenmaterialien nicht wie üblich ausgestanzt, sondern mit dem Laser zugeschnitten. “Der Prozess ist schnell, verschleißfrei und formatflexibel”, erklärt Prof. Michael F. Zäh. “Erste Zelltests mit diesem Material sind sehr vielversprechend.” Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern statt, die die gewonnenen Erkenntnisse für ihre Produkte nutzen wollen. So sollen die Batteriezellen in Zukunft etwa in Elektrofahrzeugen getestet werden.

Visio.M-Projekt im Fahrtest

26. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Energieeffizienz ist der Schlüssel zu kostengünstiger Elektromobilität und ist daher ein zentrales Entwicklungsziel für Elektrofahrzeuge. Im Rahmen des Projekts Visio.M werden die Möglichkeiten und Grenzen der Effizienz in den Bereichen Fahrzeuggewicht, Aerodynamik, Antrieb, Rollreibung und Klimatisierung erforscht. Den aktuellen Forschungsstand zeigten die Wissenschaftler der Technischen Universität München nun im direkten Vergleich mit bereits auf dem Markt erhältlichen Fahrzeugen.

„Für die Optimierung der Energieeffizienz haben wir im Wesentlichen drei Stellschrauben: die Aerodynamik, den Rollwiderstand und das Fahrzeuggewicht“, sagt Prof. Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München. Beim Test auf dem ehemaligen Flughafen Neubiberg standen die Aerodynamik und das Fahrwerkskonzept im Mittelpunkt. Mit einem cW-Wert von 0,24 und einer Stirnfläche von nur 1,69 Quadratmetern besitzt das Fahrzeug eine hervorragende Aerodynamik. Gleichzeitig verfügt der Visio.M-Versuchsträger über schmale Reifen (115/70 R 16) mit sehr geringem Rollwiderstand. „Ziel unseres Konzeptes ist es, möglichst wenig Energie für die Überwindung der Fahrwiderstände aufwenden zu müssen“, sagt Markus Lienkamp. Der Praxistest bestätigte, dass dies den Entwicklern gelungen ist: Mit der gleichen Energie gestartet, kam das Fahrzeug der TUM beim Ausrollversuch am weitesten. Weitere Informationen rund um den Testversuch finden Sie hier.

Tag der eMobilität auf dem Forschungscampus Garching

Am 02. Juni 2014 veranstaltet die Munich School of Engineering der Technischen Universität München (TUM) auf dem Campus in Garching einen Tag der Elektromobilität. In der Magistrale des Gebäudes der Fakultäten Mathematik und Informatik präsentieren von 09.00 bis 13.00 Uhr das Wissenschaftszentrum Elektromobilität und seine Forschungspartner sowie Ausgründungen der TUM mit Schwerpunkt Elektromobilität ihre Projekte. Höhepunkt des Tages: Die Elektrofahrzeug-Rallye WAVE stattet dem Forschungscampus Garching mit rund 80 Elektrofahrzeugen aller Art einen Besuch ab. Weitere Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie hier.

Vielversprechendes Material für Lithium-Ionen-Akkus

7. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Laptops könnten länger arbeiten und Elektroautos weiter fahren, wenn es gelänge, die Kapazität ihrer Lithium-Ionen-Akkus weiter zu steigern. Einen entscheidenden Einfluss darauf hat ihr Elektrodenmaterial. Bisher besteht die negative Elektrode meist aus Graphit, dessen Schichten eine begrenzte Menge an Lithium einlagern können. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben nun ein Material aus Bor und Silizium entwickelt, das den Weg zu Systemen mit höheren Speicherkapazitäten weisen könnte. Ähnlich wie die Kohlenstoff-Atome im Diamanten sind die Bor- und Silicium-Atome im neuen Lithium-Borsilicid (LiBSi2) tetraederförmig miteinander verbunden. Doch anders als der Diamant bilden sie zusätzlich Kanäle aus. „Offene Strukturen mit Kanälen bieten prinzipiell die Möglichkeit Lithium ein- und wieder auszulagern“, sagt Thomas Fässler, Professor am Lehrstuhl für Anorganische Chemie der TU München. „Das ist eine wichtige Voraussetzung zur Anwendung als Material für die Anode in Lithium-Ionen-Akkus.“

Im Hochdrucklabor des Departments of Chemistry and Biochemistry der Arizona State University gelang es den Wissenschaftlern, die Ausgangsstoffe Lithiumborid und Silicium zur Reaktion zu bringen. Bei einem Druck von 100.000 Atmosphären und Temperaturen um 900 ° Celsius bildete sich das gewünschte Lithium-Borsilicid. „Es ist eine Menge Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung notwendig, um das richtige Verhältnis der Grundmaterialen und die richtigen Parameter herauszufinden“, erklärt Thomas Fässler. Lithium-Borsilicid ist gegenüber Luft und Feuchtigkeit stabil und widersteht auch Temperaturen bis zu 800° Celsius. Da die Struktur des Lithium-Borsilicids bisher einzigartig ist, durften Fässler und Zeilinger ihrem neuen Gerüst einen Namen geben. Zu Ehren ihrer Universität entschieden sie sich für den Namen „tum“. Weitere Informationen rund um die Forschungsergebnisse der TUM finden Sie hier.

TU München präsentiert eFahrzeugkonzept

16. Juli 2010 Juliane Keine Kommentare

MUTE Elektrofahrzeug der TUM Eine wesentliche Säule unserer derzeitigen individuellen Mobilität ist günstig verfügbares Öl. Doch schon in naher Zukunft steht es nicht mehr in ausreichendem Maße und zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung. Dann ist der Elektroantrieb Schlüssel zu einer nachhaltigen individuellen Mobilität. 20 Lehrstühle des Wissenschaftszentrums Elektromobilität der Technischen Universität München (TUM) haben sich nun zusammengeschlossen, um an einem Pilotprojekt zu zeigen, dass in naher Zukunft bezahlbare Elektromobilität auch für die Massenanwendung funktioniert. Ergebnis ist ein konkurrenzfähiges Fahrzeug, das schon in naher Zukunft große Teile der urbanen Mobilität abdecken könnte. Zum ersten Mal werden hier in einem umfassenden Forschungsansatz technische Herausforderungen mit sozioökonomischen Rahmenbedingungen verknüpft. Das daraus resultierende kostengünstige und innovative Fahrzeugkonzept für den Einsatz im städtischen Großraum und dessen Umland soll 2011 als erster fahrbarer Prototyp auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden. In den kommenden zwölf Monaten soll das eFahrzeugkonzept den Stand eines serienfähigen Prototyps erreichen, der anschließend von Industriepartnern zu einem marktfähigen Angebot weiterentwickelt werden kann. Ausgehend von Marktforschungsanalysen haben die Wissenschaftler außerdem an sozioökonomisch vorteilhaften Angeboten für die urbane Mobilität gearbeitet. Dabei sind Konzepte für den Einsatz von Elektrofahrzeugen für den individuellen Transfer zwischen zwei Orten (Car-on-Demand) oder Konzepte mit einer Kopplung des öffentlichen Nahverkehrs und des Individualverkehrs mit Elektrofahrzeugen angedacht.