Archiv

Artikel Tagged ‘V2G’

Nissan und Endesa bringen bidirektionales Laden auf den Weg

3. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen Nissan und der spanische Energieversorger Endesa ebnen den Weg für die Markteinführung sogenannter Vehicle-to-Grid Systeme (V2G). Damit wird das bidirektionale Laden zwischen Elektrofahrzeugen wie dem Nissan Leaf und dem Stromnetz möglich. Das bedeutet: Ein Elektroauto kann die in der Batterie gespeicherte Energie wieder abgeben und damit beispielsweise den Strombedarf eines Hauses abdecken. Nissan und Endesa haben jetzt auf dem 85. Genfer Automobilsalon eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, V2G-Systeme auf den Markt zu bringen und innovative Geschäftsmodelle zur Verbreitung dieser Technologie zu entwickeln.

Als führender Hersteller von Elektrofahrzeugen mit mehr als 160.000 weltweit abgesetzten Nissan Leaf schlägt Nissan mit dieser Partnerschaft ein neues Kapitel in der Null-Emissions-Mobilität auf. Die bidirektionale Ladetechnik von Endesa zeigt, welches Potenzial in den Batterien von Elektroautos steckt. Nissan setzt damit seinen Anspruch in die Tat um, nicht nur Elektrofahrzeuge zu bauen, sondern ein auf Elektromobilität basierendes ökologisch orientiertes System als Baustein einer emissionsfreien Gesellschaft auf die Beine zu stellen. Beide Nissan Elektrofahrzeuge, der Leaf (seit Modelljahr 2013) und der e-NV200, sind über ihre CHAdeMO Schnellladeanschlüsse mit den V2G-Systemen nutzbar. Eine „Freischaltung“ durch den Kunden ist nicht notwendig.

V2G à la Australien

11. November 2009 klaus Keine Kommentare

SP AusNetDie australische Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) hat mit dem EVU SP AusNet) ein Projekt aufgesetzt, in dessen Verlauf die Nutzung der Batterien von Hybridautos als Zwischenspeicher konkret getestet werden soll. Den Ansatz, Fahrzeuge derart als Strom-Zwischenspeicher zu nutzen – Vehicle-to-Grid oder V2G – wird beispielsweise auch vom RWE als Fernziel verfolgt. Fachleute betonen allerdings immer wieder, dass die ohnehin kritische Lebensdauer heutiger Batterien durch derartige Entladeprozesse drastisch sinken würde. Dies soll das Projekt nun ebenso untersuchen wie die Anforderungen an die Versorgungsnetze durch V2G.

Categories: news Tags: , , ,

BMBF fördert eMobility-Nachwuchs

10. November 2009 klaus Keine Kommentare

BMBF_Logo_DEUDas Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Kontext der Elektromobilität nicht nur Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit über 200 Millionen Euro, sondern neuerdings auch den dringend erforderlichen wissenschaftlichen Nachwuchs. “Für Elektroautos brauchen wir neue mutige Ideen und eine große Portion Kreativität”, erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan heute in Berlin. “Hier setzen wir auf die Studierenden von heute, die die Ingenieure von morgen sein werden.” Gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft startet das BMBF deshalb mit dem DRIVE-E-Programm das erste umfassende Programm zur Nachwuchsförderung im Bereich Elektromobilität. Das Programm ist zunächst auf drei Jahre angelegt und richtet sich an Studierende von Universitäten und Hochschulen der Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik oder verwandter Themengebiete.

Im Rahmen des Programms wurde bereits Anfang Oktober der erste DRIVE-E-Studienpreis für besonders innovative studentische Arbeiten zum Thema Elektromobilität ausgeschrieben. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Eingereicht werden können Arbeiten aus den Bereichen elektrischer Antriebsstrang, Energiespeicher, Netzintegration und Fahrzeugkonzepte. Verliehen wird der DRIVE-E-Studienpreis im Rahmen der ersten DRIVE-E-Akademie im März 2010. Diese einwöchige Akademie soll Teilnehmern einen umfassenden Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand der Elektromobilität. Darüber hinaus versteht sich die Akademie als bundesweite Kommunikationsplattform für Studierende und bietet die Möglichkeit zu Kontaktaufnahme und Networking mit namhaften Vertretern aus Forschung und Industrie. Die erste DRIVE-E-Akademie wird am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen stattfinden. Mehr Infos und Teilnahmeunterlagen gibt es hier.

Lesetipp: Delaware mit V2G-Gesetz

1. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

Kunden von Energieversorgern im US-Bundesstaat Delaware, die selbst Strom von Elektrofahrzeugen ins Netz einspeisen, haben nun gesetzlichen Anspruch auf Vergütungen, die sich an den jeweiligen Verbrauchspreisen orientieren – ein Novum in den USA. Der an der Ostküste der Vereinigten Staaten gelegene Bundesstaat will bei der Elektromobilität ganz vorn dabei sein. Delaware hat jetzt als erster Bundesstaat Bestimmungen ins Gesetzbuch aufgenommen, die Vehicle to Grid (V2G)-Techniken betreffen. So wurden mit dem in dieser Woche von Gouverneur Jack Markell unterzeichneten Senate Bill 153 die Vorgaben für öffentliche Versorgungseinrichtungen (Title 26, Delaware Code) dahingehend erweitert, dass Kunden, die in Elektrofahrzeug-Akkus gespeicherten Strom ins Netz einspeisen, gesetzlichen Anspruch auf Vergütungen haben, die sich an den jeweiligen Verbrauchspreisen der Stromversorger orientieren.
weiterlesen auf heise.de

Categories: news Tags: , ,

E.ONs zwei elektromobile Pilotprojekte

22. September 2009 klaus Keine Kommentare

BMW und E.ON zählen nach eigener Aussage zu den ersten in Deutschland, die in der Praxis demonstrieren, dass elektrisch betriebene Autos eine Alternative zu Autos mit klassischem Verbrennungsmotor werden können. Seit Juli 2009 rollen in einem Feldversuch 15 MINI E über die Straßen Münchens. E.ON stellt den Testnutzern Lademöglichkeiten im Stadtgebiet und in der heimischen Garage zur Verfügung. Dabei erhalten die Projektpartner neben dem Imagegewinn auch Erkenntnisse über Bedürfnisse und Erwartungen der Testfahrer, die in die Entwicklung künftiger Produkte und Dienstleistungen einfließen.

Mit Volkswagen und weiteren Partnern führt E.ON ein Kooperationsprojekt durch, bei dem der VW Golf TwinDrive zum Einsatz kommen wird. Dabei handelt es sich um einen Plug-In-Hybrid. Im Rahmen dieses vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts untersucht E.ON unter anderem Möglichkeiten, die Batterien der Fahrzeuge in Zukunft als Stromspeicher zu nutzen: Vehicle to Grid (V2G). Dabei sollen die Fahrzeugbatterien nach Möglichkeit dann aufgeladen werden, wenn gerade ein hohes Stromangebot herrscht. So könnte die Elektromobilität einen Beitrag dazu leisten, die Erneuerbaren Energien mit ihrer naturgemäß schwankenden Stromproduktion besser auszunutzen. Dies setzt allerdings deutlich intelligentere Netze als bislang voraus, in denen der Ladevorgang zum Beispiel dann startet, wenn es in ansonsten verbrauchsarmen Zeiten eine hohe Stromeinspeisung aus Wind- oder Solarkraftwerken gibt. Darüber hinaus ist es theoretisch sogar möglich, bei Verbrauchsspitzen Strom aus gerade nicht benötigten Elektroautos wieder in das Netz zurückzuspeisen. Eine zentrale Rolle werden dabei laut E.ON intelligente Stromzähler spielen. Sie seien die entscheidende Schnittstelle zwischen Ladestation und Stromnetz.

Categories: news Tags: , , , ,

Standpunkt: V2G “eine Spinnerei”?

19. September 2009 klaus 1 Kommentar

prof-helmut-altProf. Dr.-Ing. Helmut Alt lehrt am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der FH Aachen. Netzstützfunktionen und gewinnbringende Rücklieferung der elektrischen Energie in Vehicle to Grid V2G hält er für eine “Spinnerei” und “in Kenntnis des Energiemarktgeschehens und der energietechnischen Erfordernisse im UCTE-Verbundnetz für ohnehin absurd.” Stattdessen lenkt er unser aller Aufmerksamkeit auf folgende Zahlen: “1 kg Diesel enthält 11 kWh = 11.000 Wh thermische Energie. 1 kg Bleiakku enthält 0,03 kWh = 30 Wh elektrische Energie. 1 kg Lithium-Ionen-Akku enthält 0,08 kWh = 80 Wh elektrische Energie. 1kg “Mondfahrer-Batterie” enthält 8,8 kWh = 8.800 Wh thermische Energie = 360 Wh elektrische Energie. Doch die letztgenannte ist eine Plutonium-Batterie, wie sie von der Nasa bei den Mondmissionen verwendet wurde. Über die Technik der Plutonium-Batterien darf in Deutschland nicht geforscht werden.”

Prof. Alt fährt fort. “Elektromobilität in Verbindung mit erneuerbarer Energie wäre ein Traumpaar, wenn der Ladestrom aus erneuerbarer Energien für die Autofahrer bezahlbar wäre. Eine kWh Energie aus Diesel oder Benzin kostet derzeit rd. 10 Cent inklusive rd. 40 % Mineralöl-Steueranteil und Mehrwertsteuer, also ohne Steueranteile rd. 4 Ct/kWh. Strom aus Sonnenenergie kostet ohne Steueranteile rd. 43 Ct/kWh, Strom aus Windenergie im Onshore-/Offshore-Mix rd. 12 Ct/kWh. Berücksichtigt man, dass der Wirkungsgrad des Elektroantriebs ohne Fahrzeugklimatisierung mit 20 kWh/100 km etwa um den Faktor 3 günstiger ist als der Brennstoffantrieb (6 l/100 km), so wäre bei Windstrom annähernd Gleichpreisigkeit gegeben, bei Strom aus Sonnenenergie wäre dieser jedoch noch immer um den Faktor drei teurer, also einem Benzinpreis von rd. 4 Euro pro Liter entsprechend.”

Categories: news Tags: , , ,

Event: Elektromobilität u. ihre Auswirkungen auf die Energiewirtschaft

11. September 2009 klaus Keine Kommentare

euroforumDie Euroforum-Konferenz “Elektromobilität und ihre Auswirkungen auf die Energiewirtschaft” soll sich vom 23. bis 24. November in München mit u.a. folgenden Themen befassen: Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen; Flottenversuche im Praxisbetrieb (Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark); Vehicle to Grid-Konzepte (V2G) und Netzintegration; Ladeinfrastrukturmodelle in der technisch-wirtschaftlichen Bewertung; Batterietechnik und Elektrofahrzeuge. Zu den Referenten gehören Prof. Dr. Martin Wietschel, Leiter des Geschäftsfeldes Energiewirtschaft beim Fraunhofer ISI; Christine Tissot, General Manager Electric Vehicle Business Development der Renault-Nissan-Allianz; Dr. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik beim ADAC sowie Graf Axel Bülow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler. Darüber hinaus lockt der Event, der im Münchner Holiday Inn stattfinden soll, mit der Möglichkeit, einen Tesla probezufahren. Die Teilnahme kostet knapp 2100 Euro plus MwSt.
Programm und Anmeldung

WindEnergie-Verband: EE fördern

27. August 2009 klaus Keine Kommentare

Im Vorfeld der Verabschiedung des nationalen Entwicklungsplans zur Elektromobilität hatte der Bundesverband WindEnergie gefordert, dass die Erneuerbaren Energien (EE) einen Grundpfeiler des Entwicklungsplans bilden sollten: “Elektroautos fahren nur dann umweltfreundlich, wenn sie mit erneuerbarem Strom fahren”, betonte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie. “Deshalb schlummert in den Pilotversuchen der großen Energieversorger die Gefahr, dass beliebiger Fahrstrom genutzt wird. Notwendig sind aber Konzepte mit erneuerbarem Strom. Nur so kann die Elektromobilität ihren Beitrag für den Klimaschutz leisten.”

Zahlreiche Projektanträge der Erneuerbaren Energien-Branche belegen laut Verband bereits heute das hohe Innovationspotenzial und die Investitionsbereitschaft der “Erneuerbaren” auf diesem Zukunftsfeld. “Für eine erfolgreiche Markteinführung von Elektrofahrzeugen in Deutschland brauchen wir faire, transparente und vor allem unbürokratische Rahmenbedingungen”, erklärte Albers. “Es muss möglichst einfach sein, sich ein Elektrofahrzeug anzuschaffen und täglich zu nutzen. Hier kann die Bundesregierung Innovationen und Wettbewerb fördern und so die Markteinführung unterstützen.”

Der Verband schläft daher eine Förderung der Erneuerbaren Elektromobilität innerhalb des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) vor. Im Rahmen des so genannten Kombibonus soll die Nutzung erneuerbaren Fahrstroms belohnt werden. Mit einer ausreichend großen Flotte von Elektroautos, die zu Hause und möglichst auch vor dem Büro an das elektrische Netz angeschlossen sind, könnte eine Vielzahl dezentraler Stromspeicher zu einem großen virtuellen Stromspeicher zusammengeschlossen werden. Dieses unter dem Namen “Vehicle to Grid” (V2G) entwickelte Konzept könnte so einen wesentlichen Beitrag zur Integration steigender EE-Strommengen in das Versorgungssystem liefern.

Categories: news Tags: , ,