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Artikel Tagged ‘Verkehrswende’

Bosch kooperiert mit BMW und Vattenfall

28. Januar 2015 Juliane Keine Kommentare

Elektromobilität und Stromspeicher sind zwei Kernelemente der Energiewende. Ein Projekt von Bosch, der BMW Group und Vattenfall soll nun beide Technologiefelder gemeinsam voran treiben: Gebrauchte Batterien aus Elektrofahrzeugen werden in Hamburg zu einem großen Stromspeicher zusammengeschaltet. Dessen Energie steht binnen Sekunden zur Verfügung und kann dabei helfen, das Stromnetz stabil zu halten. BMW liefert dafür Batterien aus seinen Elektrofahrzeugen ActiveE und i3. Vattenfall betreibt den großen Speicher für zehn Jahre auf seinem Gelände. Bosch integriert die Batterien und übernimmt die Systemsteuerung. Der Speicher wird Teil eines bereits existierenden Virtuellen Kraftwerks von Vattenfall. Darin können verschiedene kleine und dezentrale Stromerzeuger zusammengefasst werden, die nach außen aber als gemeinsames Kraftwerk vermarktet werden.

Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie in der aktuellen Ausgabe der NEUEN MOBILITÄT. Sie gehören noch nicht zum Empfängerkreis? Das können Sie hier problemlos ändern. Viel Spaß beim Lesen..!

BEE-Verkehrsstudie zeigt Wege in die neue Mobilitätswelt

15. Januar 2015 Juliane Keine Kommentare

„Der Aufbruch in die CO2-arme Mobilitätsgesellschaft kann gelingen, wenn wir alle es wirklich wollen“, so Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. „Ideen und Innovationen gibt es in Deutschland genug; gemeinsam mit den Menschen, Medien und der Politik ist es zu schaffen.“ Das ist das Ergebnis einer Grundlagenstudie, die das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel für den BEE erstellt hat. Die Studie „Die neue Verkehrswelt. Mobilität im Zeichen des Überflusses: schlau organisiert, effizient, bequem und nachhaltig unterwegs“ wurde in Kooperation mit der Deutschen Bahn, dem Bundesverband eMobilität und weiteren Fachverbänden erarbeitet und am 14. Januar 2015 beim BEE-Neujahrsempfang gemeinsam mit Bahnchef Dr. Rüdiger Grube an Bundeskanzlerin Merkel übergeben.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Verkehr bis 2030 weitgehend auf Basis Erneuerbarer Energien funktionieren kann und damit eine postfossile Mobilität möglich ist. Die digitale Vernetzung in einer multimodalen Verkehrspraxis, in der alle Verkehrsträger neu kombiniert werden, schafft die Grundlage für stets verfügbare Verkehrsmittel und eine hohe Mobilität. Gleichzeitig können überschüssige Erneuerbare Energien genutzt werden. Emissionswerte von 50 Gramm je Kilometer sind dabei schon bis 2025 realisierbar. Bis 2020 könnten 1 Million annähernd CO2-freie Automobile auf Deutschlands Straßen fahren – wenn Autoindustrie und Käufer auf das gesamte Angebot der Erneuerbaren Energien zugreifen und alle Verkehrsmittel effizient kombiniert werden. „Die Studie zeigt uns, dass wir hochmobil und trotzdem klimafreundlich unterwegs sein können – egal, ob in der Stadt oder auf dem Land“, zeigt sich Falk überzeugt, „auch wenn das Verkehrsaufkommen künftig nicht geringer werden wird“. Die vollständige Studie können Sie sich hier herunterladen.

Energiewende im Verkehrssektor

24. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Während der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung dynamisch wächst, steht die Wende bei den im Verkehrssektor verwendeten Energieträgern noch aus. Auch wenn es bei der Elektromobilität mit erstmals mehr als 100.000 Fahrzeugen mit teil- oder vollelektrischem Antrieb, einer Vielzahl von elektrischen Zweirädern und wachsenden Leistungen des Schienenpersonenverkehrs positive Entwicklungen gibt, sind weiterhin rund 95 Prozent der für Mobilität eingesetzten Energie fossilen Ursprungs.

„Die Energiewende darf sich nicht nur auf den Strombereich beschränken, während der Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärme- und Verkehrssektor stagniert oder sogar rückläufig ist. Mobilität ist ein hohes Gut, das auch in Zukunft für alle verfügbar sein muss – aber eben umwelt- und klimafreundlich“, kommentiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien den bislang unterdurchschnittlichen Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor. Rund 20 Prozent des deutschen Treibhausgasausstoßes resultiert aus dem weiter zunehmenden Transport von Menschen und Gütern, ein Großteil dabei aus dem Straßenverkehr, insbesondere durch Pkw. „Wer mehr Klimaschutz und weniger Abhängigkeit von importiertem Erdöl will, muss Erneuerbare Energien auch im Verkehrssektor verstärkt zum Einsatz bringen“, so Vohrer. Bei der Elektromobilität sind positive Tendenzen zu sehen: So sind im ersten Quartal 2014 nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes erstmals mehr als 100.000 Hybrid- und Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs gewesen. Insbesondere das Wachstum bei den reinen Elektroautos ist dabei eindrucksvoll: Während zu Jahresanfang insgesamt etwa 12.000 solcher Fahrzeuge in Deutschland zugelassen waren, sind allein zwischen Januar und März dieses Jahres fast 2.000 neue Stromer verkauft worden. Zusammen mit den schon heute hohen Verkaufszahlen von Elektrozweirädern zeigt sich hier die wachsende Akzeptanz der elektromobilen Fortbewegung in Deutschland.

EU-Bürgerdialog: Energiewende europäisch denken

25. Oktober 2013 Juliane Keine Kommentare

Bundesregierung, Europäisches Parlament und Europäische Kommission suchen am Montag, 28. Oktober 2013 in der Schinkelhalle in Potsdam das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Was erwarten die Menschen in Deutschland von der Energiepolitik der Europäischen Union? In Potsdam, Wiesbaden, Oldenburg, Chemnitz und Bonn sollen die Menschen im Vorfeld der Europawahl am 25. Mai 2014 in Deutschland die Möglichkeit haben, ihre Fragen zur aktuellen europäischen Politik direkt an Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zu richten. In Potsdam stehen Fragen rund um das Thema Energie im Mittelpunkt der Diskussion.

Windkraft im Norden, Solarenergie im Süden – wie geht es weiter mit den Erneuerbaren Energien in Europa? Gibt es eine europäische Energiewende überhaupt? Kann mehr europäischer Wettbewerb die Preise in Deutschland senken? Und wie kann der Netzausbau in Deutschland und Europa effizient und fair gewährleistet werden? Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Diskutieren Sie mit..!

Dortmunder eAutos fahren mit Sonnenstrom

20. Juli 2013 Juliane Keine Kommentare

Dortmunds eAuto-Flotte fährt seit 19. Juli 2013 mit lokal erzeugtem Sonnenstrom. Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, nahmen diese Woche gemeinsam mit Dirk Inger, dem zuständigen Leiter für Klima- und Umweltschutzpolitik sowie für Elektromobilität im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die neue Fassaden-Photovoltaikanlage am Firmensitz der RWE Effizienz GmbH in Betrieb.

Die Anlage ist mit einem intelligenten Speicher- und Ladesystem verknüpft und produziert knapp 40.000 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr. Dies reicht für über 250.000 emissionsfreie Kilometer der elektrischen ‚metropol-E‘-Flotte. 12 Elektrofahrzeuge sind bei ‚metropol-E‘ im Einsatz. Eine Mikrowindturbine am Standort soll in Kürze noch mehr Erneuerbare Energien für die Flotte liefern. „Die Energiewende boomt und mit ihr die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom. Die Bedeutung intelligenter Netze steigt im gleichen Maße“, so Dr. Arndt Neuhaus. „Smarte Ladevorgänge wie hier am Flamingoweg nutzen Ökostrom genau an der Stelle der Erzeugung. So verändern wir die Mobilität nachhaltig.“

Fachtagung: Wer schafft die Verkehrswende?

7. Oktober 2012 Juliane Keine Kommentare

Die Energiewende kann ohne eine Verkehrswende unmöglich gelingen. Deshalb muss sich Mobilität in den nächsten Jahren ändern, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Wir brauchen eine nachhaltige Mobilitätskultur und Verkehrsangebote, die klima- und umweltverträgliche sowie sozial gerecht sind. Überall entstehen neue Angebote und Mobilitätsdienstleistungen. Gelingen kann die Verkehrswende nur, wenn die Beschäftigten in den Verkehrsbetrieben, in der Verkehrsmittelproduktion und bei Mobilitätsdienstleistern mitgenommen werden. Gerade in Krisenzeiten sowie im Strukturwandel werden ArbeitnehmerInnen als Innovationstreiber gebraucht. Die DGB und die Hans-Böckler-Stiftung fragen deshalb in Ihrer Fachtagung am 23. Oktober 2012 „Wer schafft die Energiewende?“. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Fachtagung: Mobilität für die Stadt der Zukunft

5. August 2012 Juliane Keine Kommentare

Am 19. September 2012 veranstaltet die Kölner Verkehrsunternehmensberatung tjm-consulting mobilitätsmanagement in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin die Fachtagung „Mobilität für die Stadt der Zukunft – Kommt nach der Energie- nun die Verkehrswende?”.

In Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag, dem VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, VCD Verkehrsclub Deutschland, Netzwerk Verkehr e.V. und DVAG Deutscher Verband für Angewandte Geographie konnten namhafte Referenten aus Politik (MdB Anton Hofreiter und MdE Michael Cramer) Verbänden (Werner Faber vom VDV, Thomas Kiel vom DST und Michael Ziesak vom VCD) und Kommunalverwaltungen sowie Stadtwerken gewonnen werden, die über die Mobilität für die Stadt der Zukunft berichten und diskutieren, ob der Energiewende nun auch die Verkehrswende folgen wird. Weitere Informationen und das Anmeldeformular zur Fachtagung finden Sie hier.

GRÜNE: Elektroverkehr alleine bringt noch keine Verkehrswende

16. April 2011 Juliane Keine Kommentare

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht die Förderung von Elektroverkehr als einen kleinen Teil zum Beitrag von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor. Das allein sei aber noch keine echte Trendwende in der Verkehrspolitik. „Elektromobilität darf nicht einfach nur der Austausch eines Verbrennungs- durch einen Elektromotor bedeuten, hinter Elektromobilität muss ein neues Verkehrskonzept stehen“, fordert Karin Müller, verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Eine moderne Verkehrspolitik muss ein anderes Mobilitätsverhalten fördern, und die gegenwärtigen Trends im veränderten Energie- und Nutzerverhalten aufgreifen. Verkehrspolitik ist nicht nur unter den Motorhauben ein Thema.“

„Wir sehen in der Entwicklung des Elektroverkehrs – das Elektroauto, das Elektrofahrrad und die elektrifizierte Bahn – eine Chance für eine wirkliche Revolution im Verkehrsverhalten. Für uns GRÜNE steht in der Verkehrspolitik immer die Frage im Vordergrund, wie wir wirksamen Klimaschutz erreichen und die Abhängigkeit der fossilen Kraftstoffe überwinden. Dabei können Elektrofahrzeuge eine große Rolle spielen – mit Strom aus erneuerbaren Energien“, so Müller weiter. „Im Rahmen der Kampagne ‚100 Kommunen für den Klimaschutz‘ könnte das Land Hessen jedem lokalen Verkehrsunternehmen der beteiligten Kommunen einen Zuschuss für die Anschaffung von Hybridbussen als Investitionszuschuss für einen umweltfreundlichen ÖPNV zahlen“, schlägt Karin Müller als eine weitere Möglichkeit für einen Wandel in der Verkehrspolitik vor. Auch die offensive Förderung von Carsharing, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Abstellplätzen auf landeseigenen Liegenschaften kann ein konkreter Beitrag sein, der sofort umzusetzen ist.