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Artikel Tagged ‘Wertschöpfung’

Mobility-Innovation-Index vom Fraunhofer IAO

7. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Blickt man ein wenig genauer in die Automobilwelt, wird sehr schnell deutlich, dass diese Industrie derzeit an Dynamik kaum zu überbieten ist. Neue Antriebssysteme entstehen, der globale Wettbewerb verschärft sich und Nutzer ändern ihr Verhalten – das verunsichert die relevanten Marktakteure. Dabei sind es neben den bekannten Playern (OEMs und Zulieferer) auch die Anlagenbauer oder die Informations- und Kommunikationsunternehmen und Energieversorger, die maßgeblich zum Erfolg zukünftiger Mobilitätslösungen beitragen. Wie aber lassen sich diese Entwicklungen messen? Und vor allem: Wie ist die Stimmung in den einzelnen Branchen?

Um den Fragen nachzugehen, wie sich dieses Wertschöpfungssystem der “Mobilität von Morgen” entwickelt und wie die beteiligten Akteure die konjunkturelle Stimmung einschätzen, wurde nun der onlinebasierte Mobility-Innovation-Index vom Fraunhofer IAO entwickelt. In regelmäßigen Zeitabständen werden relevante Akteure zu ihren Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse werden in Form eines Index nach dem Vorbild des ifo-Geschäftsklimaindex abgebildet. Sie arbeiten selbst im Automobilbereich? Dann probieren Sie den Mobility-Innovation-Index aus. Um die Fragen zu beantworten, benötigen Sie nur drei Minuten. Hier gelangen Sie zur Umfrage. Die Ergebnisse der letzten Befragungsrunde können Sie hier einsehen.

BEM fordert Politik zum Handeln auf

1. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Die jüngsten Pkw-Verkaufszahlen zeigen, dass durch die breite Palette an Serienfahrzeugen endlich Bewegung in den europäischen Elektroauto-Markt kommt. In Frankreich sind bereits 4 von 1.000 neu zugelassenen Fahrzeugen ein Renault ZOE. In Norwegen ist der Nissan LEAF aktuell das zweit meist verkaufte Auto überhaupt. Die Jahresproduktion des smart fortwo electric drive von 6.000 Stück für alle Märkte ist nach Angaben von Daimler bereits jetzt ausverkauft. Tendenz weiter steigend. Nur in Deutschland will sich der Markt dagegen noch nicht so recht entwickeln. “Dass die Weltpremiere des BMW i3 in dieser Woche nicht im Heimatland des Automobilherstellers sondern in New York, London und Peking statt gefunden hat, ist bezeichnend und verdeutlicht, dass Deutschland bis dato weder Erst- noch Leitmarkt der neuen Technologie ist”, so BEM-Präsident Kurt Sigl.

“Dennoch ist die langersehnte Premiere des BMW i3 sowie die dahinter stehende strategische Marketing-Offensive des deutschen Automobilherstellers ein wichtiges Zeichen für die gesamte Branche. Nach vornehmlich französischen und japanischen Serienmodellen kommt mit dem Verkaufsstart des Elektro-BMW im Herbst 2013 und den 15 angekündigten deutschen Elektroauto-Modellen weiterer deutscher OEMs bis Ende 2014 endlich eine sichtbare Zahl an deutschen Elektrofahrzeugen auf den Markt”, betont Sigl und erklärt weiter: “Das kann zur notwendigen Initialzündung für den deutschen Markt führen. Aber nur dann, wenn sowohl die politischen als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen. Hier ist nach wie vor die Politik gefragt, konkrete Anreize zu schaffen, damit sich eine nachhaltige, klimafreundliche Neue Mobilität erfolgreich in der Bevölkerung verankern kann und wir gesamtgesellschaftlich betrachtet unsere Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und den damit direkt verbundenen Wohlstand in unserem Land sichern und stärken können. Diese Weitsicht ist elementar für eine langfristig ausgerichtete wirtschaftspolitische Führung und versetzt uns in die Lage bei internationaler Sichtbarkeit wieder eine starke europäische Führungsposition im Bereich dieser innovativen Schlüsseltechnologie einzunehmen. Das sollten wir nicht verspielen und unsere Wahlentscheidung auch dahingehend überprüfen.”

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundestagswahl am 22. September 2013 hat der Bundesverband eMobilität die im Bundestag vertretenen Parteien um ein ausführliches Feedback zu den Themen Mobilität der Zukunft, Verkehrswende, CO2-Grenzwerte, Anreize zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen, zu Elektromobilität in Ersten Flotten sowie zur Installation von Ladeinfrastruktur gebeten. Die vollständigen Antworten aller Parteien finden Sie hier.

150.000 neue Jobs in Europa bis 2030

11. April 2013 Juliane Keine Kommentare

Im Auftrag der EU wurde jetzt an der Universität Duisburg-Essen eine Studie zur Entwicklung der Automobilindustrie durchgeführt. Anhand von fast 100 Gesprächen mit Wirtschafts- und Politik-Experten aus Europa, Asien und den USA entwickelten die Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Heike Proff und Dominik Kilian vom Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Internationales Automobilmanagement ein Prognosemodell, das zur Abschätzung der Veränderungen auf dem europäischen Automobilmarkt dient. Trotz der Tatsache, dass bisher nur wenige Elektroautos auf den Straßen fahren, gehen die Fachleute von erheblichen Zuwächsen bei der Elektromobilität aus. Die Studie der Universität Duisburg-Essen kommt zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge bei den Neuzulassungen in der EU im Jahr 2030 mehr als 30 % betragen wird.

„Wenn der Marktanteil an Elektrofahrzeugen steigt und die Komponentenfertigung in den EU-Staaten verstärkt wird, könnte in diesem Bereich 2020 eine um bis zu 40 Mrd. Euro höhere und 2030 um bis zu 30 Mrd. höhere Wertschöpfung erreicht werden. Dadurch könnten europaweit 100.000 bis 150.000 neue Arbeitsplätze entstehen“, meint Proff.

Bosch will verstärkt in Batteriesysteme investieren

10. Januar 2013 Juliane Keine Kommentare

Ein Marktanteil größer als zehn Prozent bei Batteriesystemen sei das Minimum, sagte der bei Bosch für die Kraftfahrzeugtechnik zuständige Geschäftsführer Bernd Bohr am Mittwoch in Stuttgart. Bohr erwartet nicht vor Mitte des Jahrzehnts, dass der Bereich profitabel wird. Bis dahin investiert der Zulieferer 400 Millionen Euro jährlich in die Elektromobilität. uro. Für ihn ist die Technologie eine große Chance für Zulieferer, die ohnehin schon Kompetenzen in der Elektrik und Elektronik von Fahrzeugen haben. Während sie bei einem herkömmlichen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor lediglich auf eine Wertschöpfung von maximal 40 Prozent kämen, seien es bei Elektrofahrzeugen bis zu 75 Prozent.

Bohr nannte vier Kernthemen, auf die sich Bosch jetzt konzentrieren wolle. Erstens die Serienfertigung von Batteriepacks, zweitens der Aufbau eines Zuliefernetzwerkes sowie drittens die Investitionen in Forschung und Entwicklung. Und schließlich wolle Bosch die Grundlagenforschung für die Batterietechnik nach der Lithium-Ionen-Ära vorantreiben – im Fokus stünden hier vor allem Lithium-Luft- oder Lithium-Schwefel-Gemische.

Nissan produziert die Elektroversion des Kleintransporters in Barcelona

25. Mai 2012 Juliane Keine Kommentare

Nissan wird den elektrisch betriebenen Kleintransporter e-NV200 in Barcelona produzieren. Die Fertigung des Elektrofahrzeugs am spanischen Nissan Standort beginnt im Geschäftsjahr 2013. Die Elektrovariante des NV200 basiert auf der Standardversion des Nutzfahrzeugs, die ebenfalls in Barcelona gefertigt wird. Als wichtige und innovative Ergänzung des weltweiten Nissan Nutzfahrzeugprogramms ist der e-NV200 nach dem vielfach preisgekrönten Nissan LEAF das zweite Elektrofahrzeug des japanischen Automobilherstellers.

Nissan investiert rund 100 Millionen Euro in die Fertigung des Elektroautos in Spanien; zudem werden durch die neue Modellvariante rund 700 neue Arbeitsplätze bei Nissan und den örtlichen Zulieferern entstehen. “Das neue Modell verbindet die Geräumigkeit, Vielseitigkeit und Praktikabilität eines konventionell angetriebenen Kompakt-Transporters mit lokal emissionsfreiem Betrieb und bietet zugleich ein einzigartiges Fahrerlebnis. Mit seinen geringen Unterhaltskosten ist der e-NV200 für Familien wie Gewerbekunden gleichermassen attraktiv”, sagte Andy Palmer, Executive Vice President.

Neues Clusterteam eMobilität in Leipzig gegründet

31. März 2012 Juliane Keine Kommentare

Unter dem Dach des Leipziger Clusters Energie- & Umwelttechnik wurde kürzlich das neue Clusterteam eMobilität gegründet. Zur Auftaktveranstaltung kamen rund 40 Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung und Medien im Victor’s Residenz Hotel zusammen, um über die Ausgestaltung der Clusterarbeit zu diskutieren. Die Gründung erfolgte u.a. vor dem Hintergrund der Bewerbung von Sachsen und Bayern als Schaufenster für Elektromobilität.

„Um den gewachsenen Herausforderungen der Elektromobilität auch zukünftig gewachsen zu sein, ist es notwendig, die zahlreichen Initiativen und existierenden Projekte zu bündeln. Mit dem Clusterteam wurde nun eine einheitliche Plattform geschaffen. Insbesondere die Kommunikation und Kooperation auf diesem sich sehr dynamisch entwickelnden Gebiet kann so effizient befördert werden“, äußerte sich Uwe Albrecht, Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig, überzeugt. „Die Ziele des Clustersteams eMobilität sind vielschichtig und eine Kombination aus der Generierung von Wertschöpfung in der Stadt, der Förderung innovativer Ideen sowie dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Christian Grötsch, der zukünftig das Clusterteam leiten wird. Darüber hinaus ist er für die Landesvertretung Mitteldeutschland des Bundesverbands eMobilität e.V. tätig.

VW-Betriebsrat warnt vor Auslandsproduktion

8. Februar 2012 Juliane Keine Kommentare

In der aktuellen Debatte um Elektrofahrzeuge hat VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh jetzt davor gewarnt, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlieren. „Wir wollen, dass ein anständiger Teil der Wertschöpfung für diesen Antrieb bei uns stattfindet – und nicht nur bei Zulieferern oder im Ausland“, sagte Osterloh am Montag bei einer Diskussionsveranstaltung über umweltfreundliche Mobilität im Stammwerk Wolfsburg. Mit Braunschweig und Kassel würden heute bereits zwei Standorte im VW-Konzern wesentliche Komponenten eines Elektrofahrzeugs fertigen. VW hatte angekündigt, einen großen Teil der elektrischen Antriebe hausintern entwickeln zu wollen.

Bosch setzt auf die Neue Mobilität

9. Juni 2011 Juliane Keine Kommentare

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will eine Spitzenposition bei der Elektromobilität erkämpfen. Dafür investiert das Unternehmen kräftig. Das mit Abstand meiste Geld verdient Bosch zwar weiter mit Produkten für Diesel und Benziner. Elektromobilität wird für das Unternehmen aber immer wichtiger. “Bei allen Effizienzsprüngen, die wir aus dem Verbrennungsmotor noch herausholen – die Zukunft gehört dem Elektroantrieb”, sagte Bernd Bohr, Chef der Automobilsparte bei Bosch. Er sieht Zulieferer wie Bosch gut im Rennen: “Denn unsere Domäne ist die Elektrik und Elektronik – und deren Wertschöpfungsanteil liegt in bisherigen Fahrzeugen bei 40 Prozent, in zukünftigen Elektroautos wird er 75 Prozent erreichen.” Eine Erfolgsgarantie sei das aber nicht. “Denn der technologische Umbruch in der Automobilindustrie gibt auch Branchenfremden die Chance, Wertschöpfungsanteile zu gewinnen.”

Elektromobilität – Wertschöpfung in Deutschland

29. Juni 2010 Juliane Keine Kommentare

Am 23.06.2010 hatte das Forum ElektroMobilität Akteure aus Industrie, Mittelstand und Forschung nach Berlin zur Veranstaltung “Kooperation ElektroMobilität” eingeladen. Ziel war es, den Dialog über Synergie- und Kooperationspotenziale zu intensivieren. Die Experten waren sich einig, dass noch ein hoher Entwicklungsbedarf für Technologien im Zielfeld Elektromobilität besteht. „Um die notwendigen Kompetenzen im Technologiefeld Elektromobilität weiter auszubauen und den neuen Markt zu entwickeln haben wir German-E-Cars gegründet“, so Dirk Fräger, Geschäftsführer der FRÄGER Gruppe. Diesen Monat habe die Serienfertigung des STROMOS begonnen – ein Elektroauto, zu zwei Drittel „Made in Europe“. Fräger betonte, dass neben der Klärung von Markt- und Rahmenbedingungen vor allem der Austausch mit Netzwerkpartnern an Bedeutung gewinne: „Wir wollen in Zukunft industrielle Kooperationsmöglichkeiten nutzen und insbesondere unseren Zugang zur Forschung verbessern.“ Dirk Fräger hat mit der Gründung der German E Cars GmbH auf den Zukunftsmarkt Elektromobilität gesetzt und trotz Krisenzeiten über 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.
„Der hohe Abstimmungs- und Vernetzungsbedarf beschränkt sich keinesfalls auf eine Branche oder Region“, so Dr. Guido Weißmann, Leiter der Geschäftsstelle des Forum ElektroMobilität e.V. „Deshalb verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und fördern den kontinuierlichen und interdisziplinären Dialog zwischen relevanten Akteuren aus Forschung und Wirtschaft.“ Mit Blick hierauf biete die Reihe „Kooperation ElektroMobilität“ eine offene, interdisziplinäre Dialogplattform für den Austausch über Erfahrungen, Kernkompetenzen und Kooperationsmöglichkeiten.