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Artikel Tagged ‘Zustellfahrzeug’

eLieferung: Elektromobilität in der Logistik

13. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Unter dem Titel „eLieferung“ wird im Allgäu nun ein weiteres großes Elektromobilitätsprojekt umgesetzt. Stand in den ersten Projekten noch der Einsatz der Elektromobilität im Tourismus, in Kommunen sowie im Carsharing im Vordergrund der Untersuchungen der Hochschule Kempten, so soll nun die Elektromobilität in der Logistik bei einschlägigen Unternehmen betrachtet werden.

Zusammen mit dem Fahrzeugveredler ABT Sportsline GmbH wird ein Elektrolieferfahrzeug entwickelt, das für den kommerziellen Lieferverkehr im Allgäu geeignet ist. Ziel ist es, mit einer Flotte von 40 Fahrzeugen Daten für die Optimierung der Technologie zu gewinnen. Herzstück der Datenanalyse ist dabei ein von Sensor-Technik Wiedemann entwickelter Logger, der mit der an der Hochschule Kempten entwickelten Software sowohl Daten der Fahrzeugelektronik als auch die Bewegungsdaten aufzeichnet. Gemeinsam mit dem Partner Post DHL und weiteren Unternehmen sollen die Fahrzeuge unter Zuhilfenahme von IKT-Technologien bei Kurier-Express-Paket-Diensten sowie im Standard-Lieferverkehr eingesetzt werden. Im Fokus der Forschung stehen weiterhin Energiebedarfe und Alterungsverhalten der eingesetzten Batterien, die Optimierung des Flottenmanagements sowie Nutzerakzeptanzanalysen. Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie hier.

Globaler Rahmenvertrag zwischen Renault und Deutsche Post DHL

19. März 2014 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen Renault und die Deutsche Post DHL haben einen globalen Rahmenvertrag zur Elektromobilität unterzeichnet. Das Abkommen enthält Optionen zum Kauf weiterer rein elektrisch betriebener Stadtlieferwagen Kangoo Z.E. durch den Transport- und Logistikdienstleister. „Renault ist als führender europäischer Hersteller von Elektrofahrzeugen stolz, DHL bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen“, sagt Uwe Hochgeschurtz, Corporate Sales Director, Senior Vice President bei Renault. „Der Kangoo Z.E. mit einer Ladekapazität von vier Kubikmetern ist der perfekte Transporter für die innerstädtische Zustellung weltweit. Das jüngste Abkommen zwischen Renault und DHL wird dazu beitragen, die Einführung des Kangoo Z.E. in weiteren Ländern auf allen Kontinenten zu beschleunigen“, bekräftigt Hochgeschurtz.

„Der Renault Kangoo Z.E. ist ein Fahrzeug, das wir derzeit erfolgreich in mehreren europäischen Ländern einsetzen“, sagt Manoella Wilbaut, Head of Global Commercial Developments für den DHL Automotive Sektor. „Renault ist ein zuverlässiger globaler Partner, und wir sind entschlossen, den Wandel in der Logistik durch unsere Zusammenarbeit mit Renault weiter zu vertiefen und auch künftig voranzutreiben“, so Wilbaut weiter. Für die Zustellung von DHL Express-Sendungen kommt der Renault Kangoo Z.E. aktuell bereits in Frankreich, Aruba, Belgien, Dänemark und Deutschland zum Einsatz. Aktuell verfügt der Transport- und Logistikspezialist über 304 Elektrofahrzeuge, darunter neben dem Kangoo Z.E. die fünftürige Limousine Renault ZOE sowie den agilen, zweisitzigen Stadflitzer Twizy. Zur Zeit stellt die Deutsche Post DHL im Rahmen eines neuen Projekts in Bonn den gesamten Paketzustellbetrieb in der Innenstadt und den umliegenden Gebieten auf Elektrofahrzeuge um. Bis 2016 werden dabei mehr als 140 eFahrzeuge zum Einsatz kommen.

Zustellautos: Elektroantrieb in der Stadt ideal

5. Oktober 2013 Juliane Keine Kommentare

Für Zustellautos im städtischen Raum ist ein Elektroantrieb oft sinnvoller als ein Dieselmotor, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Georgia Institute of Technology. Denn gerade auf Stadtrouten mit vielen Stopps auf engem Raum sind Elektrofahrzeuge um etwa die Hälfte effizienter als ihre Diesel-Konkurrenten. Damit sind elekektrifizierte Zustellautos nicht nur deutlich besser für die Umwelt, der Effizienzvorteil kann letztendlich sogar die höheren Anschaffungskosten aufwiegen. ”Über die Lebensdauer eines Trucks gesehen gibt es viele Fälle, in denen die Gesamtkosten für den Betrieb eines Elektroautos geringer sind als bei Dieselfahrzeugen”, betont Marilyn Brown, Energieeffizienz-Expertin und Professorin am Georgia Tech. Das dies heute schon zutrifft, ist für die Forscher eine positive Überraschung. Sie hatten erwartet, dass die hohen Anschaffungskosten Elektrofahrzeuge für Zustellunternehmen generell unattraktiv machen.

Dem Georgia-Tech-Team zufolge ist bei städtischen Routen, auf denen ständig stehengeblieben und wieder angefahren wird, der Energieerbrauch etwa 50 Prozent geringer als bei Dieselfahrzeugen. Denn hier fallen die hohe Effizienz von Elektromotoren bei geringen Geschwindigkeiten sowie die Vorteile regenerativer Bremssysteme wirklich ins Gewicht. Damit sinkt auch der Ausstoß von Treibhausgasen im Schnitt um die Hälfte – und in Regionen, wo viel Ökostrom produziert wird, noch mehr. Für Flottenbetreiber entscheidend dürfte eher sein, dass auch die Energiekosten eines Fahrzeugs um mindestens 20 Prozent sinken. Eben das ist dem Georgia-Tech-Team zufolge der Grund, warum Elektroautos schon heute eine wirtschaftlich sinnvolle Option für Zustellflotten darstellen können. Denn die geringeren Kosten im Betrieb machen zumindest für Trucks, die nur in der Stadt zum Einsatz kommen, die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen höheren Anschaffungskosten schon aus heutiger Sicht mehr als wett.

Deutsche Post will auf eAutos umstellen

14. September 2011 Juliane Keine Kommentare

Laut einem Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will die Deutsche Post einen Teil ihres Fuhrparks auf Elektroautos umstellen. Die Post habe einen Auftrag für die Entwicklung eines batteriebetriebenen Fahrzeugs an die Aachener Elektroauto-Manufaktur Streetscooter GmbH vergeben. Demnach soll zusammen mit Partnern aus der Zulieferindustrie ein Elektro-Pritschenwagen entwickelt werden, der für die Zustellung von Briefen und Paketen geeignet wäre. Der Fuhrpark der Post eignet sich ideal für den Einsatz von Elektrofahrzeugen, da die Zustellfahrzeuge täglich bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge bewältigen müssen, langsam fahren und auf vergleichsweise kurzen und vorhersehbaren Strecken unterwegs sind. Für die Post fahren derzeit laut Zeitungsbericht bereits 60 Elektroautos. Der Streetscooter wurde von einem Konsortium aus überwiegend mittelständischen Zulieferern gemeinsam entwickelt. Das Auto soll möglichst preiswert produziert werden können und nur 5.000 Euro kosten – zuzüglich der zu leasenden Batterien.