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Tesla übertrifft Erwartungen erneut

12. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Der US-Elektrofahrzeug-Hersteller Tesla Motors, Mitglied im Bundesverband eMobilität, erfreut seine Anleger aktuell mit überzeugenden Finanzkennzahlen. Das Unternehmen hat Umsatzerlöse in Höhe von 26 Mio. US-Dollar verbucht, was einer Zunahme gegenüber dem Vorquartal um 70 Prozent entspricht. Dabei hat sich der Absatz des Modell S auf dem nordamerikanischen Markt auf ein Rekordniveau von 5.150 Fahrzeugen erhöht, was die Prognose von 4.500 Verkäufen deutlich übertroffen hat.

Für weitere Wachtumsimpulse setzt das Unternehmen auf einen gelungen Eintritt in den europäischen Markt. Lieferungen nach Europa laufen seit Anfang August. Die ersten Ladungen sind für Norwegen, die Schweiz und die Niederlande bestimmt. Bisher hat sich das Auftragsvolumen aus Europa jeden Monat ständig erhöht. Im Optimalfall rechnet der Autohersteller mit einem Gesamt-Absatzvolumen in Höhe von 40.000 Verkäufen pro Jahr bis Ende 2014.

VDE: mehr Investitionen in eMobilität

Das Ziel der Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, kann nur durch gesteigerte Forschungsanstrengungen und politische Unterstützung erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Elektrofahrzeuge”, die der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) vorgestellt hat. Laut dem Verband besitzt Deutschland das Potential Innovationsführer im Bereich eMobilität zu werden. Mit wenigen Ausnahmen haben wir bei den meisten Basistechnologien eine Spitzenposition und auch bezüglich der Infrastruktur ist unsere Ausgangssituation ausgezeichnet. Zudem tragen Elektrofahrzeuge optimal zum Klimaschutz bei, wenn sie komplett mit Erneuerbaren Energien fahren und zu Überschusszeiten aufgeladen werden. Allerdings müssen noch zahlreiche Hürden, beispielsweise bei der Batterieforschung, Übertragung vorhandener Technologien in das System Fahrzeug, elektrische Sicherheit, Standardisierung, intelligente Infrastruktur und Abrechnungssystemen, genommen werden, erklärte der VDE. So werden die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen – im Gegensatz zu den Betriebskosten, die schon heute günstiger sind – noch viele Jahre deutlich höher sein als bei konventionellen Automobilen. Um den Markteintritt zu beschleunigen, fordert der Verband staatliche Impulsprogramme. “Die Erneuerbaren Energien sind ganz wesentlich aufgrund der steuerlichen Subventionen so erfolgreich, dies muss auch beim Elektroauto berücksichtigt werden”, verlangt der VDE. Neben Kaufanreizen könnten Nutzungsvorteile geschaffen werden, etwa kostenloses Parken oder freie Einfahrt in Umweltzonen sowie durch finanzielle Förderung von Ladestationen auf Mitarbeiterparkplätzen.
Am 8. und 9. November 2010 bewerten auf dem VDE-Kongress “E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte” in Leipzig rund 1.500 Experten der Elektro-, IT-, Automobil- und Energiebranche Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft.