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3. Kompetenztreffen Elektromobilität fordert noch stärkere politische Unterstützung

25. Februar 2011 Juliane Keine Kommentare

Einen regen Zuspruch registrierten das 3. Kompetenztreffen Elektromobilität des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie und die begleitende Fachausstellung elektro:mobilia, organisiert von der Koelnmesse, die am 23. und 24. Februar 2011 in Köln durchgeführt wurden. Mit insgesamt über 600 Kongressteilnehmern und Fachbesuchern wurde das bisher beste Ergebnis verzeichnet. Dabei diskutierten und analysierten rund 350 angemeldete Experten und Verantwortliche aus der Automobil-, Energie-, Elektro- und Elektronikindustrie zwei Tage lang den aktuellen Entwicklungsstand zum Thema Elektromobilität. Zur parallel stattfindenden Fachausstellung elektro:mobilia zeigten 34 Unternehmen ihre Produkte, Lösungen und Neuentwicklungen rund um das Themenfeld Elektromobilität. „Die deutsche Elektroindustrie ist weltweit führend bei Systemlösungen. Auf diese kommt es an, wenn Deutschland seine starke industrielle Stellung in der Welt wahren und zum Leitmarkt und Leitanbieter auch für Elektromobilität werden will. Aber die Politik muss den Prozess zur vernetzten Elektromobilität noch stärker unterstützen“, fordert Friedhelm Loh, Präsident des ZVEI und Vorstandvorsitzender der Friedhelm Loh Group. Ähnlich äußerte sich Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität. Er betonte, dass Elektromobilität eine nationale Aufgabe und staatliche Unterstützung daher unverzichtbar sei.

VDE: mehr Investitionen in eMobilität

Das Ziel der Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, kann nur durch gesteigerte Forschungsanstrengungen und politische Unterstützung erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Elektrofahrzeuge”, die der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) vorgestellt hat. Laut dem Verband besitzt Deutschland das Potential Innovationsführer im Bereich eMobilität zu werden. Mit wenigen Ausnahmen haben wir bei den meisten Basistechnologien eine Spitzenposition und auch bezüglich der Infrastruktur ist unsere Ausgangssituation ausgezeichnet. Zudem tragen Elektrofahrzeuge optimal zum Klimaschutz bei, wenn sie komplett mit Erneuerbaren Energien fahren und zu Überschusszeiten aufgeladen werden. Allerdings müssen noch zahlreiche Hürden, beispielsweise bei der Batterieforschung, Übertragung vorhandener Technologien in das System Fahrzeug, elektrische Sicherheit, Standardisierung, intelligente Infrastruktur und Abrechnungssystemen, genommen werden, erklärte der VDE. So werden die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen – im Gegensatz zu den Betriebskosten, die schon heute günstiger sind – noch viele Jahre deutlich höher sein als bei konventionellen Automobilen. Um den Markteintritt zu beschleunigen, fordert der Verband staatliche Impulsprogramme. “Die Erneuerbaren Energien sind ganz wesentlich aufgrund der steuerlichen Subventionen so erfolgreich, dies muss auch beim Elektroauto berücksichtigt werden”, verlangt der VDE. Neben Kaufanreizen könnten Nutzungsvorteile geschaffen werden, etwa kostenloses Parken oder freie Einfahrt in Umweltzonen sowie durch finanzielle Förderung von Ladestationen auf Mitarbeiterparkplätzen.
Am 8. und 9. November 2010 bewerten auf dem VDE-Kongress “E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte” in Leipzig rund 1.500 Experten der Elektro-, IT-, Automobil- und Energiebranche Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft.